Geld für Stromer

Ach, was waren das noch für einfache Zeiten, als Bertha Benz sich über den in Selbstzweifeln verfangenen Herrn Gemahl ärgerte, der der eigenen Erfindung nicht traute: Bertha packte die Kinder auf die komische Kutsche ohne Pferde und los ging’s zur Probefahrt in die Epoche des Verbrennungsmotors. Das Auto verdanken wir einer Frau, die das Werk eines grüblerischen Ingenieurs resolut durch das Hoftor schob.

Geht es nach den Granden der deutschen Automobilindustrie, soll es wieder eine Frau sein, die den Weg in die neue Ära der individuellen Mobilität frei macht: Bundeskanzlerin Angela Merkel soll auf einem Auto-Gipfel Anfang Mai dazu gebracht werden, Milliarden Euro lockerzumachen für Batterien, Forschung und Fabriken, auf dass das E-Mobil ins Rollen kommt und den Erben von Bertha und Carl Benz die Weltgeltung in der Autoindustrie auch nach der elektrotechnischen Revolution erhält. Am Auto hängen ja in Deutschland um die 700 000 Arbeitsplätze, und damit das so bleibt, drängt’s die Branche an die Fördertöpfe.

Nach einer Analyse, die McKinsey für die WirtschaftsWoche erstellt hat, haben derzeit andere die Nase vorn: Die USA führen dank einer Starthilfe von 22 Milliarden Euro für die zukünftigen E-Autos made in Detroit. Im Rennen um das E-Auto liegt Deutschland auf Rang drei; an der Stoßstange drängelt China. Mit drei Milliarden Euro an bekannten Subventionen und den Tricks einer zentral gelenkten Wirtschaft setzt das Land zum großen Sprung in dieser Industrie an. Deutschland dagegen kleckert mit 615 Millionen und riskiert, dass die wichtigste Branche nein, nicht zurückfällt, sondern ausfällt.

Ist das wirklich so? Brauchen wir staatliche Subventionen, um bei technischen Umbrüchen mithalten zu können? Ein Blick in den Rückspiegel offenbart ein Panorama des Scheiterns früherer Subventionierungen. Mit Milliarden wurden seit den Sechzigerjahren Kernenergie und Computer und Chipindustrie gefördert. Die Atommeiler will jetzt kaum einer mehr; der jüngste Meiler wurde nach Fertigstellung sofort zum Vergnügungspark umgerüstet. Die Computerindustrie kam nie so richtig ans Laufen. Der Schiffbau wurde gepäppelt – und jetzt erleben wir, wie die letzten Werften abgewrackt werden. Die Airbus-Flotte fliegt – gut, dass wir vergessen haben, wie viele Milliarden die Startbahn geebnet haben.

Deutschland kann viele moderne Technologien vorweisen. Aber es fällt auf, dass dies nie direkter Förderung bestimmter Vorhaben, viel häufiger aber den vielen Forschungseinrichtungen zu verdanken ist, die die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Ingenieure in der Industrie dann die Umsetzung in Produkte und Verfahren schaffen. Gerade erleben wir, wie das jüngste und vorerst aufwendigste Förderprogramm katastrophal scheitert: die Solarindustrie. Allein die im vergangenen Jahr installierten Solarpaneele werden in den kommenden 20 Jahren 22 Milliarden Euro an Subventionen verschlingen. Ihr Beitrag zur Stromerzeugung liegt aber bei 0,7 Prozent – dafür stammen weit mehr als die Hälfte der Produkte aus Asien. Längst haben andere Länder solartechnisch aufgeholt; meist finanziert aus deutschen Hilfen. 100 Milliarden Euro kostet der solare Irrweg bis 2011; das Doppelte in den kommenden 20 Jahre obendrauf. Diese Verteuerung des Stroms wiederum bremst das Elektroauto – anderswo ist der Strom billiger und der Anreiz größer, auf die Stromer umzusteigen.

Die Vision des schadstofffreien Elektroautos hat ein globales Wettrüsten ausgelöst. Was zu tun ist, zeigt unsere Serie. Aber direkte Subventionen sind süß, trotzdem Gift, lehrt die Erfahrung.

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Alle Kommentare [170]

  1. Die Kanzlerin beklagt die Kreditklemme….???
    Sie ist gewählt, nicht um zu klagen, sondern etwas zu tun. Im klagen ist das Volk besser.

    Aber nicht Kapital ist knapp….???
    Dazu müßte man definieren was Kapital ist.(flüssig-fest-gasförmig)
    Kann man Geld was nicht vorhanden ist als Kapital bezeichnen….???

    uns fehlt nur der Mut zur Gründerzeit….???
    Mut und Mutige gibt es genug, aber leider in der Überzahl sind die Verhinderer mutiger Ideen.(gesetze und beamte,vorschriften und kluge)

    Stattdessen regiert die Angst vor unternehmerischem Risiko….???
    Ist es wirklich die Angst, ?, ist nicht mehr die Resignation eine der Ursachen ??? (gesetze und beamte,vorschriften und kluge).

    Aber Wohlstand kommt nicht vom Sozialamt…???
    Für die Armen schon,….. und auch zu Recht,….es wurden dazu Gesetze gemacht.

    Sondern vom unternehmerischen Traum,….???
    Der Traum alleine führt nie zum Wohlstand, eher zur Armut.(verstand glaube wille sind gefragt)

    auch von Gier und dem Beharren auf einer Vision,….???
    Gier und Beharren auf einer Vision, hört sich an wie aus einer Zeit die klar denkende Menschen
    NIE wieder erleben wollen.

    die Skeptiker Wahn nennen…..???
    Ist man ein Skeptiker, wenn man das nie erleben möchte.(es gewinnt die gier,verbunden mit beharren auf eine vision ?)

    Nur im Altersheim ist selten Rambazamba,
    (wenn junge im hause sind stimmt das nicht)

    und deshalb gibt’s auch selten Katzenjammer.
    Im Altersheim ist ständig Katzenjammer, weil selten Junge da sind.

  2. @Pampa,
    ***Ich würde keine Trennlinie zwischen Arbeitern oder Akademikern aufbauen, auch nicht zwischen Staatsdienern und Bauleitern oder Bankern etc., nicht zwischen Ost, West, Süd oder Ost, wie auch immer.***
    Sorry, war nicht meine Absicht.
    Das war eher ein innerbetriebliches Abbild.
    Wir hatten mehrere Geschäftsbereiche.
    Verwaltet von Diplomierten.
    Dort, wie üblich, 20 % Arbeitskampf, 80 % Darstellungs-Krampf.
    Und normale Rendite.
    Nur ein Geschäftsbereich…
    da war es nur ein simpler Techniker, ein simpler Bürokaufmann.
    Und die machten es einfach.
    Eine Cash-Maschine, und das über halb Europa.
    Wir übernahmen Wettbewerber,
    die es auch wollten, es aber einfach nicht konnten.
    Kaufpreis mit 10-fachem Verlust im Steuermantel.
    Sowas, das war lecker.
    Dann kam eine 2. Maschine dazu. Im Osten.
    Mit einem „einfachen Techniker“ aus dem Osten,
    mit einem „einfachen Buchhalter“ aus dem Westen. 2. Garnitur.;-)
    Diplomierte trauten sich nicht, trotz Einladung.
    Der Techniker erschuf das Modernste. Weltweit. Mit Westgeld.
    Der Buchhalter schuf neue „Benchmarks“. Mit Ost-Kollegen.
    Um einen zu nennen, ein Robotron-Nachlaß, ein wahrer IT-Einstein.
    Wenn nichts mehr ging, mit Einstein ging´s. Auch später im Westen.
    Ein SAP-Mann sagte mir später mal:
    Wenn der Einstein sich so vermarkten würde,
    wie er gut ist, der wäre teuer. Verdammt teuer.
    Gottseidank hatte er eher einen Hang zur Scholle.
    Und das alles unter reger Anteilnahme des Entscheiders.

    Ein Entscheider. In der Art wie „Greg“….
    Und die „Diplomierten“…. so ähnlich wie einige hier um Forum.
    Ein Forum, fast ein perfektes Abbild der Wirklichkeit.

    Das hatte ich eher im Sinn.

    Gruß
    karel

  3. @Magic,
    sollten hier TiToner „vorgeführt“ werden, na das war wohl nichts.

    Ausgang der Diskussion war die prekäre Finanzsituation Chemnitz mit dem von oben verordneten Zwang zum Sparen von ca. 50 Mio Euro mit den rückläufigen SolidarII-Mitteln.

    Im „Wirtschaftlichen Konzept…..“ wird deutlich, dass die „Cluster“-Politik des Freistaates Sachsens auch in der Peripherie von Leipzig und Dresden reichlich Früchte trägt, also auch für Chemnitz. Hinzu kommt hier der Sitz einer technischen Universität und die traditionsreiche Industrie-Vergangenheit.
    Also eigentlich beste Rahmenbedingungen für eine Stadt wie Chemnitz, geschaffen vom Freistaat, von den Unternehmern, auch von der Uni. Und mittendrin ein ehemaliger VW-Boß.

    Bleibt die Rolle der Stadt Chemnitz und der Stadtkasse.
    Und darum ging´s eingangs.
    In diesem prosperierenden Umfeld fehlt eigentlich nur jemand,
    der sich nur der Stadtkasse verpflichtet fühlt.
    Gegen alle Wünsche der politischen Gremien.
    Und das mit aller Härte.
    Einer wie Sarrazin.
    Wäre das was für Magic?

    Nichts für ungut.

    In meinem Heimatstädtchen regierten lange
    die Schwarzen mit schwarzen Zahlen.
    Es folgten die Roten mit roten Zahlen. Und das sehr heftig.
    Nun macht´s ein Bürgermeister einer „dritten“ Farbe,
    den der Zwist der „Etablierten“ ärgerlicherweise in´s Amt spülte.
    Ein anscheinend „zahmer“ Stadtchef, der jedoch eine ungewöhnliche Härte in Sachen Geld an den Tag legte.
    Bis hin zu angedrohten Klagen und Absetzungen.
    Wie ein zweiter Sarrazin.
    Er machte alles mit, eben nur keine roten Zahlen.
    Und unser Städtchen steht heute mit diesem „Stadtchef“ ganz allein
    im weiten roten Umfeld mit einem ausgeglichenen Haushalt.
    Aber immer noch mit einem Turm roter Zahlen aus der Vergangenheit.
    Fast beispielhaft für die gesamte Republik. Auch für Chemnitz??

    reelle Grüße in´s Reich der TiTonen
    karel

  4. Tja, Titonier on wiwo-ticket, Chemnitz als Prototyp hier versammelter Brain-Trustees….
    . Oberbürgermeisterin + GF der Wirtschäftsförderung CWE (Ulrich Geissler) verewigten sich unlängst auf 47 Seiten zu
    „Wirtschaftspolitisches Konzept der Stadt Chemnitz im Rahmen des Sek 2020“ zu googeln im Netz…
    .
    Düsseldorf und Chemnitz verbindet eine innige West-Ost-Partnerschaft …
    .
    eine gewisser „Karel“;-), gebürtiger Chemnitzer und heute Ehrenbürger dieses schönen Städtchens, lange Jahre Vorstandsvorsitzender von VW, davor Conti Gummi ist heute noch für Chemnitz im Ring: Carl Horst Hahn
    .
    die Initiative Südwestsachsen – als Regionales Netzwerk von rd. 200 Firmen sitzt mitten in Chemnitz und – ich würde wetten – macht jeden Test mit, Präsident: na ihr wisst schon, noch ein Karel;-)
    .
    Grüße vom A. der Welt an die Wiwo-TiTonen, den Master of all Gulasch und alle, die an Omas Spruch glauben: es gibt nicht Gutes außer man tut es…..mhm… und du, Archaiker hinterm Atelierfenster;-), kümmerst dich bitte um Grill, Glut und Gut-Wetter beim Vetter, gieß mal etwas Dünnbier über die Würtschen statt neunmalkluge Fragen zu stellen °;°

  5. @Eysel
    „Schäme mich fast das zu schreiben, so trivial ist es.
    Scheinbar aber WIEDER erwähnenswert.“

    Falsch. Schon das Wort trivial verstehen viele nicht, ganz zu schweigen davon, dass sie die Erfahrung und Erkenntnis hätten, das zu beurteilen. Insofern richtig, dass Du es betonst, wie ich denke. Und wenn es mancher Wiederholung bedarf, einige es nie lernen. Da bleiben wir hart, bei den Gestzen von Oma, oder Wing-Man?

    Abgesehen davon beobachte ich seit geraumer Zeit, dass immer mehr Kampfpiloten des Realismus hier aufsteigen, wenn wir die Gremlins vernachlässigen, ich würde jedenfalls sowohl unter dtesch wie Karel und ein paar anderen hier fliegen, übrigens auch unter Mad, wenngleich ich gestehen muss, nicht gerade der optimale Beta für Alpha-Weibchen zu sein. Ich kann mit Frauen in Führungspositionen über mir nicht umgehen, darf Mann das sagen? Eine kostenlose Meckie-Studie, der Hauself bestätigt und schafft irgendwie doch an, also nicht auf dem Strich.

    Da besäufst Du Dich um den Drachen (Hauselfen) zu vergessen, kommst heim und siehst ihn doppelt bis dreifach. 😉 Eine Risikoentscheidung Ice-Man, aber nimm den in der Mitte überall, nur nicht beim Wort, da stehen sie drauf. Sagte ich schon, dass mich manche für einen Chauvi halten? Mehr als das.

    Pampa

  6. @ Pampa
    ad1) ich schrieb mal von einem Malermeister den ich wegen seiner Fragen sehr schätze.
    Und von diversen „Vielfach-Titelträgern“ die ich für schlicht DUMM halte.
    ad2) Nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen ist eine enorm Kraft sparende Strategie.
    Ebenso wie Leute zu finden, die ganz altmodisch verstehen, dass ein Geschäft das 100 x mit mittlerem Erfolg für beide Seiten läuft wesentlich besser ist als eines mit gigantischem Vielleicht-Erfolg + nennenswertem Prozessrisiko.
    Schäme mich fast das zu schreiben, so trivial ist es.
    Scheinbar aber WIEDER erwähnenswert.

  7. @Karel
    Ein sehr interessanter Aspekt von Dir: Geschäfte per Handschlag sind nicht zu unterschätzen, ohne den ganzen Juristen-Quatsch ausgerichtet an der gerade gültigen Regulierung, delegiert über mannigfache Systeme. Vier Punkte von mir dazu:

    1. Meinem Hauselfen fiel schon mal auf, dass die Leute vom Dorf wesentlich freundlicher in Geschäften wie beim Metzger oder Bäcker sind. Sehe ich genauso. Der Grund ist einfach, davon lebst du auf dem Lande, von der Stammkundschaft und Deiner Reputation. Wehe es tratsch sich herum, dass Qualität, Service oder irgendetwas nicht stimmen. Oder nehmen wir unser beliebtes Friseur-Geschäft: Wenn eine Schwarzhaarige kommt und gerne Wasserstoffblond werden möchte, nimmst Du die, weiß nicht, sagen wir 70 Euro, damit das schwarzhaarige Mädchen mit Wasserstoffperoxyd (H2O2) nachher in Holland-Orange durch die Gegend läuft? Wäre ich Friseur, ich würde es ihr in ihrem wie meinem Sinne erklären und wenn sie nicht hören will, trotzdem nicht machen. Das wären die teuersten 70 Euro meines Friseur-Lebens als Einnahme.
    2. Ich mache keine Geschäfte mit jemandem, bei dem ich befürchten muss, nachher jahrelang vor Gericht zu streiten. Das kostet Geld, aber vor allem Reputation und Kraft. Weiß nicht mehr Rudi oder Ghost merkten so etwas auch schon an bezüglich eines Grundstückskaufvertrages. Unser Gegenüber muss auch damit gut leben können, das ist äußerst wichtig. Weiß nicht wie Eysel darüber denkt, hatten wir vor langer Zeit mal diskutiert, als es um Einstellung (Personal) ging, meine letzte Frage lautet nach einem Vertrag: Sind Sie zufrieden? Die Spannung ist weg, aber das will ich dann wissen. Ich muss oder sagen wir besser darf mit dem neuen Kollegen ja arbeiten. Sieht man immer wieder, bei Aufhebungsverträgen, Nachlässen, Scheidungen, oder vorher besser Eheverträgen etc. Wut staut sich wie Risiken auf, irgendwann donnert, blitzt und kracht es. Leben und leben lassen, Fairness ist eine Investition! Von mir an dich oder vice versa, heißt es im Handelssaal. Das ist keine Veranstaltung für Memmen oder ein Wunschkonzert, das weiß auch jeder. Da dominiert Max Profit die digitale Arena. Das ist Sinn und Zweck dieser Veranstaltung, der Wiege des Kapitalismus, der Börse. Böse Staatsknechter eröffnen sie nicht, sondern schließen sie. Eigentümlich? Aber nö, Entrechtung über die Verfügbarkeit von Eigentum! An der Börse gibt es aber nur eine marginale offene Hand, das ist Fightclub pur, lässt sich schwerlich mit innerbetrieblichen Abläufen vergleichen.
    3. Ich würde keine Trennlinie zwischen Arbeitern oder Akademikern aufbauen, auch nicht zwischen Staatsdienern und Bauleitern oder Bankern etc., nicht zwischen Ost, West, Süd oder Ost, wie auch immer. Es gibt Leute, mit denen gibt man sich die Hand und welche mit denen man es (besser) nicht tut. Fool me once Karel, shame on you, fool me twice, shame on me. Natürlich hat jeder einen anderen Hintergrund, den man bedenken (vorher und immer wieder) muss, aber es gibt letztlich (in the end my friend) nur zwei Entscheidungen, offene Hand oder geschlossene Faust, zart oder hart. Du hast ja mal geschildert, wie bei Euch ein Merger bei insgesamt 5000 Beschäftigten lief. Das ist sozialer Sprengstoff, daher ist das auch so schwer. Aber ich kenne den Fall nicht, die Befindlichkeiten nicht, eigentlich nix. Aber da liegt der Hase meistens begraben: Veränderungsbereitschaft und –vermögen und -willen. Vertrauen.
    4. Konsequenz: Wir alle suchen immer nach Kompromissen, Wegen weiterzuleben. Jeder macht Fehler, viele haben auch den Mumm dazu zu stehen, okay. Dann kann es weitergehen, teilweise gar besser als vorher. Aber wenn das Vertrauen, die offene Hand, weg ist, dann ist besser Ende im Sinne aller Beteiligten. Es bringt nichts, einen toten Esel zu reiten. (Ich finde, seit ich in TiTo bin, Pferde werden überschätzt ;-))

    Gruß
    Pampa

  8. Na Magic,

    es wird schon exklusiv (dtesch und karel) ungemütlich, bevor jemand kommt und Dein Freund Eysel hat sich noch nicht mal geäußert. Sind wir etwa in eine TiTo-Falle gelaufen her Magesticness? 😉 Machen wir es mal allgemein Kumpel, beziehe es nicht auf Dich:

    Ohne Veränderungswillen geht es nicht, mit Beharrungsvermögen ist schon manches zur Salzsäule erstarrt. Bis es donnert, kracht und blitzt, dann war es aber zum Beispiel die Finanzkrise, Verantwortungsträger können das ja nicht gewesen sein. So hast Du Dir Dein Gutachten oder Beraterteam wohl nicht vorgestellt, obwohl für lau, weißt Du eigentlich was so Typen normal kosten, da wird jede andere Hure (in Pampa-Sprache) neidisch, Du hast zwei Möglichkeiten, bevor sich RTY mit Mannschaft vielleicht nochmal exemplarisch Hintersüdwestsachsen annimmt: Entweder mehr bezahlen (moderner Ablasshandel für gesteuerte Meinungen, Entschuldigung Gutachten war das Wort, das ich suchte, wie hoch ist Dein Budget? ;-)) oder politische Ablenkungsmanöver 😉

    Na komm ich helfe Dir, wollen wir über Griechenland, das Klima oder Energieversorgung reden? Oder nehmen wir doch mal die rote OB (das müsste Dir doch gefallen) von Chemnitz exemplarisch hoch? Henning Krumrey hat ja schon mal bei Wowi in einer Kolumne angesetzt, in einem Colloquium privatissime (da darfst Du selbst als kleiner Schreiberling einer Schülerzeitung nachher nix sagen, sonst bist du zukünftig nie wieder dabei) zweieinhalb Stunden labern ohne irgendetwas zu sagen. Irgendwie betteln sie einen ja förmlich an, an die Sturmgeschütze der Demokratie (Augstein) liebe Journalisten? Der war zwar von der Konkurrenz, aber ich denke dennoch allgemein geachtet sowie gefürchtet, ein Urgestein.

  9. @all
    Etwas zum Thema Internet, Pseudonyme und Erinnerungsvermögen, betrifft uns ja alle, immer schön vorsichtig sein: Geplantes Vergessen von Viktor Mayer-Schönberger, Uni Singapore. Ganz interessant, fand ich zufällig bei der Suche nach einem Maus-Treiber, lief mir gewissermaßen über den Weg ;-):

    http://www.focus.de/digital/computer/chip-exklusiv/tid-17779/datenkontrolle-geplantes-vergessen_aid_494940.html

    Wasn los Greg, ich dachte Du deckst Asien hier ab? 😉 Das ziehen wir von Deinem Bonus von 50% auf 0 Euro Fixgehalt ab, als Abschreckung! ;-))) Aber im Ernst Kinder, denkt mal über unsere Community, Anonymität und ihre Nach- und Vorteile, sowie über die offene Hand nach. Wir können uns auch Verein der anonymen Esels-, Schaf- oder Stierzüchter e.V. nennen, gemeinnützig ist keiner von uns, gemein und oftmals nützlich eher.

    Pampa

  10. @ Beschauer,

    hättest Du die FAZ gelesen, unter Finanzmarkt z.B. und nicht nur beschaut, dann wäre Dir sicher der Artikel aufgefallen, mit dem Ex-Chef der IKB, S.Ortseifen, der nun auch den Deutsche Bank Chef
    J.Ackermann beschuldigt, an etlichen früheren „Geschäftchen“ nach
    Goldmann-Sachs-Vorbild, beteiligt gewesen zu sein. Dann gibt es evtl.
    ein Wiedersehen mit der Richterin zum damaligen Vodafone/Mannesmann-Deal und Herrn Ackermann.

  11. Ob man es „verkaufen“ nennen kann, wenn in Zeiten der Wahnsinns-Steuer-Blasen-Subentions-Konstruktion die Leute vor dem Bauwagen Schlange stehen, um – recht absehbar – 3 Jahre später in die RÖHRE zu gucken??? – Wieso diese „Umtriebigkeit“ zu Magics Einzug in die Ruhmeshalle der marktwirtschaftlich orientierten „Macher“ beitragen soll, das ist mir nicht ganz klar 😉
    Auf WAS magic, bist du da stolz???
    Darauf, mitgemacht zu haben?
    Was verdient zu haben?
    Bei der Stampede dabei gewesen zu sein?

  12. dtesch, was hast du erwartet? Einen Auftrag? Du deutest es ja selbst an, Chemnitz ist fast überall..solche Städte weden bekanntlich von \“den üblichen Verdächtigen\“ belagert, die bereitwillig in jede angebotene und gut bezahlte Rolle schlüpfen, als externe Prügelknaben, als schein-ojektiver Selbsthilfegruppen-Helfer, als Impressario der kommunalen Macht-in-den-Händen-Behalterles und sporadisch auch mal als gefühlsechter Problemlöser.
    Welche Rolle hats du denn am liebesten? Wie wäre es mit einer wiwo-nobilitierten Experten-Gruppe aus toughen Titonen? Wiwo-Spot an, Chemnitz in die ProtypenManege;-)…………
    ….
    Karel, du hast ja recht, habe selbst meine \“Bauzeit hinter mir\“ – wir haben damals hier in Nord-Nord-Bohemia 1200 WE im Geschosswohnungsbau und einige kleineren Projekten Leben eingehaucht, sprich gebaut und(!) verkauft, und das mit einem halben Dutzend Leuten, die die Muttern von Schrauben geholt haben, da ging\’s morgens um halb fünf ohen Wecker los, die Woche hatte sieben Tage, vor einem umgebauten bauwagen standen die Wohnungskäufer Schlange, montags war Notartermin mit 15 Käufern, der Notar las den vetrag einmal vor und hat dann ein paar Wohnungsnummer runtergerattert und fertig war die Laube, das \“dann unterschriebn wir mal\“ folgte dem \“noch Fragen\“ so unmittelbar auf den Fuß, das die Luft brannte, Teilungserklärungen, Kaufverträge, Bauverträge, sonstwas wurden auf dem Weg zwischen zwei Terminen mit irgendwelchen Bürgermeistern im Konzept diktiert, wenn Notare nicht spurten, haben wir den nächsten genommen, ebenso Vermesser, Fachingenieure, Baufirmen, Handwerker etc. wer keine Wohnung kaufte, bekam keinen zweiten Auftrag mehr…noch Fragen?
    Also erzähl mir bitte nichts mehr von \“Akten in dreifacher Ausfertigung\“ – Respektvolle Grüße °;°
    P.S. 😉 Andere haben in dieser Zeit trabifahrenden Zufallsbekanntschaften die mathematisch korrekte Ermittlung des Fahrzeugrestwertes ohne Tabelle solange buchstabiert, bis dem armen Ossi klar wurde, seinen Rückstand als Zoni ohne Archaikum würde er in diesem Leben nicht mehr aufholen können, selbst nicht ohne zu überholen;-)

  13. Olli K. läßt nichts anbrennen, was so läuft, liegt oder rumfliegt und
    dem lieben Felix kommt gerade jede Abwechslung recht, um den Frust
    noch abzubauen, nach den beiden verheerenden Niederlagen gegen
    die Bayern. Sie waren schließlich beide mal jung und Geld brauchen sie
    immer. Da kommen mir sofort wehmütige Erinnerungen an Manne Krug
    hoch, der hätte beide Jobs doch übernehmen können, als ehemaliger
    Telekomschauspieler, Spieler.

  14. Ich fand Pampas Longtext ganz unterhaltsam und kurzweilig, trotz der
    überlangen Überlänge. Viel niedlicher und geradezu zum Ablachen, habe ich gestern in der gedruckten Ausgabe der F.A.Z., den Felix Magath und den Oliver Kahn, in Bild und Text gesehen. In einer Sonder-Beilage gibt O.Kahn, für DWS-Investments, einen sehr seriösen
    Anlageexperten ab. Da will der Felix nicht nachstehen und grinst sich Einen, für die Volksbanken Raiffaisenbanken Finanzgruppe.
    Oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehn.
    Wer drauf reinfällt, bitteschön.

  15. Okay Herr Simondis,

    wenn Du das als Musterbrieflein auserwählst, dann sehen jetzt 99 %
    der Tichytöner alt aus. Solltest Du aber in der Lage sein, Dir vom
    Autor ein gesamtes Bild, über sein Schaffen, machen zu können, dann
    bist Du auf einem äusserst beschwerlichen, aber auch richtigen Weg.
    Zumindest mußt Du ja über ein ansehnliches Zeitkonto zu verfügen,
    um die zur Verfügung gestellten Ansichten, immer im Blick zu haben.

  16. @ Pampa am 21.04, um 18:42 Uhr,

    wooaauuh, welch gewaltiger Ausstoß. Da ist selbst der Eyjafjallaökull
    ein Sch…dreck dagegen. Ein voluminöses Sittengemälde der Neuzeit.
    Damit ist alles gesagt, widerlegt, hinterlegt und beendet. Meine
    Hochachtung. In 1.193 Worten die gesamte Palette bedient und genau
    stromlinienförmig angepaßt. Dies soll keine Kritik sein, auch kein Shitstorm (Eysels neuestes Hobby), nur eine kleine Randbemerkung.

  17. @WolJa
    **WiWo ist eine der wenigen Zeitungen, die den Photovoltaik-Hype hinterfragen und sich trauen zu sagen, was für ein Riesen-Quatsch das ist, Solarstrom im Halbschatten-Land Deutschland mit zig Milliarden zu subventionieren**
    Damit sind wir beim eigentlichen Thema:
    Dieser „Riesen-Quatsch“ wurde salonfähig wegen der grünen und linken Kernkraft-Kurzsichtigkeit.
    Ersatz mußte her.
    CO2, Klimaschutz, Grüntechnologie, Car-Bashing,
    alles kostspielige Ersatzhandlungen.
    Politik für Parteien scheint wichtiger zu sein als Politik für´s Volk.
    Für den Nutzen weniger zahlen viele.

    karel

  18. @dtesch – 18:10

    Nicht nur der EIGENE MACHTERHALT,
    auchdas eigene WOHLERGEHEN spielt gerade bei Investitionsentscheidungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

    Und der Steuerzahler zahlt.

    karel

  19. WiWo ist eine der wenigen Zeitungen, die den Photovoltaik-Hype hinterfragen und sich trauen zu sagen, was für ein Riesen-Quatsch das ist, Solarstrom im Halbschatten-Land Deutschland mit zig Milliarden zu subventionieren. Ich bin mal gespannt, wie viele vergeudete Milliarden Euro das noch dauert, bis Politiker kapieren, was sie da wieder für einen Mist ins Leben gerufen haben. Wir alle dürfen es 20 Jahre lang ausbaden. Nicht nur mit hohen Strompreisen sondern auch mit abwandernden Industrien und verlorenen Arbeitsplätzen.