Heiße Kartoffel

Wenn Sie wirklich wissen wollen, wie es zur globalen Finanzkrise kommen konnte, dann müssen Sie sich nur die sprichwörtliche heiße Kartoffel vorstellen – jeder reicht sie schnell weiter, um sich nur ja nicht die Finger zu verbrennen. Wer keinen Dummen findet, der die Kartoffel übernimmt – der verbrennt sich die Pfoten.

Organisiert hat das globale Spiel mit der heißen Kredit-Kartoffel die Finanzbranche, indem sie die klare Verbindung zwischen Schuldner und Gläubiger aufgebrochen und die Kette der Mitspieler immer weiter verlängert hat.

Früher, in den guten alten Zeiten, war das ja vergleichsweise simpel: Da hat ein Häuslebauer oder Unternehmer bei der Bank einen Kredit aufgenommen. Wenn er Zins und Tilgung nicht mehr bedienen konnte, hatte der Schuldner ein Problem – und die Bank auch. Und daher haben alle Beteiligten sorgfältig darauf geachtet, dass Verschuldung und wirtschaftliche Chancen im rechten Verhältnis zueinander standen.

In den USA haben neuerdings Makler Kredite verscherbelt. Ihre Provision wurde mit der Kreditvergabe fällig. Folglich haben sie möglichst viele Menschen zum kreditfinanzierten Hauskauf überredet, um ihre Provision zu maximieren. Ob sich da die Käufer wirtschaftlich übernommen haben, hat weder den Makler noch die Bank interessiert. Denn sie hat ihrerseits die Kredite weiterverkauft. Nicht einzeln, sondern gewissermaßen in einem Kartoffelsack. Wie viel der Kartoffelsack wiegt und wert ist, haben Ratingagenturen theoretisch geschätzt. Die Inhalte der Kartoffelsäcke wurden wiederum vermengt, vermischt, verlagert, verschnitten, geschnetzelt, mit faulen Kartoffeln versetzt und immer wieder weiterverkauft, wobei im Gegensatz zu wirklichen Kartoffeln die Finanz-Kartoffeln immer heißer wurden.

Denn mittlerweile stellt sich heraus, dass die Banken bei der ursprünglichen Kreditvergabe zu hohe Kredite vergeben haben. Jetzt steigen die Zinsen, und immer weniger Kreditnehmer können deshalb ihren Verpflichtungen nachkommen. Immer mehr Häuser werden zwangsweise verkauft und drücken auf den Markt. Daher sinken die Preise noch schneller, und das Eintreiben der Schulden wird unmöglich. Das Spiel wiederholt sich übrigens mit Schulden, die auf Kreditkarte gemacht oder mit Autoleasing eingefahren wurden. Neuerdings macht man das in Deutschland auch mit den Schulden, die Private-Equity-Firmen aufgenommen haben, um Unternehmen zu kaufen. Auch diese Schulden werden jetzt verbrieft, wie das im Bankerjargon heißt – und herumgereicht.

Die Banken waren auf diese Technik ziemlich stolz. Angeblich wurde so das ursprüngliche Risiko weltweit verteilt und damit verkleinert. Jetzt stellt sich das Gegenteil heraus: Durch das vielfache Umpacken weiß der mit der Kartoffel in der Hand nichts über den ursprünglichen Schuldner. Wie soll beispielsweise eine Bank in Dresden wissen, ob ein Hauskäufer im US-Bundesstaat Alabama, statt seine Zinsen zu zahlen, das Geld nicht lieber vertrinkt? Solcherart Unkenntnis hat zu dem geführt, was jetzt von den Banken verschleiernd „Vertrauenskrise“ genannt wird. Dabei sind die Banken die eigentlich Verantwortlichen: Deren „Verbriefung“ organisierte die Verantwortungslosigkeit der Beteiligten und maximierte die Zahl der Abkassierer, weil bei jedem Umpackvorgang eine satte Prämie für die Investmentbanken fällig war, und zwar postwendend. Denn die Prämien werden sofort gezahlt, für jeden Fall und nicht erst dann, wenn sich das ursprüngliche Kreditgeschäft als rentabel herausstellt.

Und wer hat jetzt die heiße Kartoffel? Sie und ich. Ein wachsender Teil der Verluste landet beim Steuerzahler, weil die letzten Dummen oft Landes- und Staatsbanken sind.

Guten Appetit.

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Alle Kommentare [127]

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  3. …vielleicht legt er’s mal gereimt und nicht gerüttelt auf, gerührt und ungeschüttelt…
    nasowas, James eyselchen 007 -schön das du da bist!
    perfide nicht pervide – lies nach bei Georg Philipp v. Harsdörffer

  4. Eyselchen hat mittlerweile in der Supermakrogulaschkanone das Klümpchen Bullshit-Bingo entdeckt. Für jeden ist etwas dabei im großen Topf. Aber ich gelobe mich mit der sprachlichen Angriffswaffe schwarzer Humor künftig etwas mehr zurückzuhalten, ist ja auch unfair, als Boss darf man die ja offensichtlich selber nicht anwenden. Wir wollen ja nicht, dass es im Sternekoch noch mehr kocht. Warum muss Wirtschaftsjournalismus eigentlich so trocken sein? Selbst bei der knochentrockenen Börsenzeitung fällt mir gelegentlich auf, welch rabenschwarze Adern in den Schreiberlingen vorhanden sind, die es gilt mit Disziplin zu bändigen.

    Zurück zum Glücksspiel, hat ja auch etwas mit Risk-Management zu tun. Habe heute morgen erst den WiWo-Artikel dazu gelesen, Black Jack fehlt. Ansonsten sehr gut gemacht. Verdienen an der Dummheit der gierigen Armen im Geiste. Warren Buffett meinte einst sinngemäß, Glücksspiel sei eine Steuer auf Dummheit. Er fände es nicht gut, dass der Staat so etwas organisiert. Die Diskussion über das staatliche Monopol über die Steuer auf Dummheit im Auftrag der Suchtprävention finde ich immer besonders pervide. Da kann man mal sehen, wie verlogen manches in unserem Lande politisch diskutiert wird.

    Passend dazu die Erkenntnisse von Renate Köcher, wie üblich brillant -Chapeau-, über die Ansichten der Bevölkerung zu Energiepreisen. Nicht nur über Steuern auf Energie, nein, der Staat soll grundsätzlich für niedrigere Preise sorgen. Aha, also wenn wir nicht anfangen unter dem Nischel zu bohren, müssen wir wohl außenpolitische Maßnahmen ins Auge fassen. Wir sind ja auch schon lange nirgends mehr einmarschiert und der mittlere Osten ist ja nicht soweit weg, oder wie? Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren explodiert, merkwürdig dass Benzin, Öl oder Gas teurer geworden sind. Das muss an der Raffgier unserer (praktisch nicht explorierenden) Versorger liegen. Warum glaubt das Volk der Volksvertreter unbesehen jeden Schwachsinn?

    Was mich eigentlich interessiert Walter von der Vogelweide, wenn Du wirklich weltweites Lokalverbot in den Zockerhöhlen hast, müsstest Du Dich ja bestens mit der Kartenzählerei auskennen. Habe mir Thorpe und Black Jack schon lange nicht mehr angesehen. Mir ist offen gestanden bis heute nicht klar, wie das Spiel stochastisch zu ergreifen ist. Über die Zählerei kann man ja empirisch ermitteln, wie sich die Grundgesamtheit im Stapel ändert. Daneben hat man ja den Nachteil, dass die Bank nach einem spielt, also wenn kaputt dann so und so game over. Kann man das mathematisch erfassen oder nur Wahrscheinlichkeiten empirisch ermitteln?

    Pampastier

    P.S.: Ich setze zehn virtuell-sprachliche Scheinchen darauf, dass wir am Wochenende etwas über die Lufthansa und Gewerkschaften serviert bekommen. Schönen Urlaub!

  5. Bingo, Ringo! Beat the dealer – he picks up ecenomic facts, combine them with some new abstracts, gives wiwos items far more power, by means of verbal black box shower. First Tichy says, freeze, stop that shit, but meanwhile Roland dichtet mit…

    sei nicht traurig wegen dem Rausschmiss, you\’ll never be a star, aber hier, auf Erden, wirst du gebraucht, manager…
    billboarding Olli that\’s the password,
    not everybody before has heard,
    he owns a subtle lyric humor,
    come on, get up and spread the rumor!

    Die Kunst des sprachlichen Verdunkelns
    des \’may be\‘ oder \’mag sein\‘ Munkelns
    ist lang nicht jedem gleich geschenkt
    ein Schelm der gar nichts dabei denkt
    Globales sachlich zu erhellen
    gelingt nur in ganz selt\’nen Fällen
    drum Ollis winking weekly Schmalz
    in wiwos Suppe wirkt wie Salz.
    Ro Tichys wife said in the morning
    Sweat Roland, this is my last warning
    the wiwo is a serios weekly
    your customers just want read eeply
    but after a while, here comes th mir\’cle
    controlling says, sales grow in circle
    from last month abaut 1000\’in square
    werden\’s täglich tausend Leser mehr
    \’cause Olli lässt es ganz schön krachen
    verballhornt immer neue Sachen
    anstatt mit hoher Nas\‘ vom Gimpel
    reimt Olli economics simpel
    erfreut halb Deutschland durch das dichten
    tut Käse nach Bedarf umschichten
    und wenn er nicht gestorben wäre
    gereichts\‘ dem Wiwo-Blog zur Ehre!
    So aber war\’s das, Leut‘ im Wald\‘
    Herrn Tichys Ordnungsruf erschallt
    und mahnt zur Sonne alle viere
    wie Ludwig einst die Musketiere.
    Die Wirtschaft ist sehr sachlich doch
    in unser aller Wirtschaftswoch‘.

  6. Hast Du am MIT studiert und kennst Ed Thorp, oder haben sie Dich wie mich wegen Deiner Umgangsformen rausgeschmissen? 😉

  7. um einen Nachtrag zur Wette bittend: Erfüllungsort unter dem Nischel? grüßt friedlich, freundlich, respektvoll, was wenn Paris gewinnt? …wie singt doch Bruce: ..and the feeling that I’m under …
    Paris or the Nischel? Condomised or not?

  8. in Las Vegas lassen die mich seit langem nicht mehr rein, bin Mitglied im Club derer mit Hausverbot in allen Casinos der Welt. Weisst du, Zahlenknecht, mal wieder blackbox-Verfahren plus Wahrscheinlichkeitsrechnung = Sieg beim BlackJack – bringt irgendwann ein Casino-Hausverbot;-) . Du bist die Bank, rede nicht übers hedgen, hedge! Alle Gewinne gehen aufs Musketier-Konto, werden min. 10 Jahre thesauriert und bei Ausschüttung durch vier geteilt, o.k-?

  9. Okay, ohne contrarian kein Markt, also gehe ich short in Lila-Pampelmasse, genannt schwarz-rot und der Lichtgestalt, der politischen Paris Hilton. Wäre ich die Bank, würde ich hedgen. Sieh Dir mal Las Vegas an, da sieht man oberflächlich wer gewinnt. 😉

  10. gut, Untoter und ich halte dagegen: je 10 Scheine von der Sorte WKN 871904 auf schwarz-rot und Barrack, erste Teileinlösung nach den US-Wahlen, an deiner Stelle würde ich die Scheine jetzt(!) kaufen, aktuell: about 12,50 Eu!
    Was deine Zahlenspielereien angeht: black boxes don’t speek true words neither sentences, so don’t even try, you’d better watch careful, what’s goin‘ in and what’s goin‘ out…in other words: life is life, frei und nicht objektivierbar, jedenfalls nicht auf Dauer, da hilft nur power, und davon hast du jede Menge;-) ich mache mir jedenfalls keine Sorgen um meine Wettgewinne, solange du die Bank bist!

  11. Es lebe der Zentralfriedhof, und alle seine Toten. Der Eintritt ist für Lebende, heut ausnahmsweis’ verboten.

    Du kennst das doch, oder? Aufmarschieren beim Finanzvorstand, in der Hand eine Übersicht, in der Tasche den Zahlenfriedhof. Kann man auch anders herum machen, ist Geschmackssache. Mehr Details oder bitte übersichtlicher sind je nachdem die erste Reaktion. Mit der doppelten Option nimmt man zumindest den ersten Sturm aus den Segeln. Man muss ja vorsichtig als Bote sein, je nachdem welches Päckchen man überbringt.

    Kannst Du etwas in den Quartalszahlen der Deutschen lesen? Ich nicht. Selbst mit Zugang im Zentralfriedhof würde es wohl schwer. Stell Dir mal vor, es bilanziert jemand, und keiner weiß, wie es aussieht. Jedenfalls weist die externe! Übersicht tektonische Verschiebungen aus. Sehr seltsam. Und da haben wir noch nicht mal die interne Übersicht, geschweige denn bilanzielle Zielvorgaben. Unabhängig von den veröffentlichten Zahlen, würde es mich nicht wundern, wenn Big Joe hinter den Kulissen Blut spuckt.

    Es ist bei Industrieunternehmen ja schon schwer genug, den Zahlensalat extern zu lesen. Die kann man über den Cash-Flow wenigstens noch einigermaßen an den Eiern packen. Den kann man schwerer verfälschen. Bei Banken und Versicherern? Akademisches Raten, hört sich meist besser an, als es ist. Was sollen die Bankanalysten auch sagen? In der Nacht ist es kälter als draußen oder braune Schuhe sind wärmer als hohe, wären ehrliche Antworten. Aber ich weiß, ich bin ja der einzige Idiot hier, der zu dumm ist, eine Bankbilanz zu lesen.

    Denken wir es mal wieder anders herum an. Eine Zahl ist keine Antwort, sondern eine Frage. Wie kommst Du denn darauf, mein Sohn? Kennst Du die Kennzahl EBBS? Earnings before bad stuff. Fritzchen Müller hat also 1,5 Mio. gemacht? Wie kommt er denn darauf, was impliziert die absolute Aussage alles an relativen Annahmen? Aber lassen wir es gut sein.

    Meinst Du, Eysel könnte drei Monate mitlesen und die Klappe halten? Ich kann mich ja täuschen, aber wahrscheinlicher erscheint mir, dass er zuhause vor seinem Atari mit einem 56kb-Modem sitzt, Linux und einen seltsamen Browser nutzt. So wie Gargamel, ich hasse Schlümpfe!, könnte er Microsoft hassen. Eine nicht seltene Krankheit oder sagen wir Animosität bei Ingenieuren. Vermutlich surft er aber nur etwas anders. Meinst Du nicht? Außerdem wird er ja schon langsam ungehalten, dass keiner mehr mit ihm bei der Gulaschsuppe diskutiert. Dabei hat er in seinem ersten Kommentar eigentlich schon alles gesagt, bis auf Gulasch.

    Pampastier

    P.S.: Was macht Ihr in der CDU eigentlich, während sich die SPD selbst zerfleischt. Ruhig Blut, Politikermikado? 😉 Ich setze 10 Scheine auf schwarzgelb und McCain. Wat nu?

  12. wie erhofft, Eysel werden wir so schnell nicht los, die Generation der Ungeliebten bleibt also zusammen, fehlt nur noch Zamir – apropos Versicherungsfritzen, die von denen du redest, habe ich an der deutsch-blauen Front als Kollege von Fritz Müller immer rausgeschmissen, schizophrener Imageüberhang bei der großen blauen Mutter und den Hanseln an der Basis, Ausnahmen bestätigen selbstverständlich den Grundstz, im Prinzip aber galt: alles heisse Kartoffeln, die untoten Allianzer, ansonsten wär mein Motto für die nächsten 14 Tage für alle libertären Objektivisten: es lebe die deutsch-chinesische Freundschaft! Ihr macht die meisten Medaillen, wir die besten Geschäfte.
    @pampastier: kann sein du liegst richtig, kann sein du liegst daneben, Kilroy Eysel is watching us, ein großer Fan von dir, so wie ich, du Pampastier – nicht nur das rote Tuch und die Torreroeyer ins Controlling einstellen, nicht nur die alten Routinen denken, nimm dir ein Beispiel an Fritz Müller… der mit seiner kleinen Filiale 1,5 Mio plus macht während Anshu ibn Mitchell ungerührt die nächste Milliarde versenkt und wenn die Blues Brothers nicht noch hurtig ’ne Steuergutschrift kassiert hätten (roundabout 700 Mio) hätte das 2.Quartal auch ein klitzkleines Minus ausgewiesen, oder?

  13. @Buschpilot: Eysel war am 04.05. zum letzten Mal bei der heißen Kartoffel. Der Unterfranke scheint nicht über den RSS-Feed zu navigieren, daher kann er Kombinationen über einzelne Pfade auch nicht interpretieren, wie sollte er auch?

    Können wir ja mal testen: Warum laufen Unterfranken so gebückt? Weil Altbayern früher auf ihnen zur Arbeit geritten sind!

  14. in die Ecke, Eysel, bist’s gewesen oder war’s mal wieder Illusion? ’ne olfaktorische Halluzination? nur Eysel himself kann helfen, ist aber momentan in einer blubberblubber-Phase und übt sich in autistisch undiszipliertem Denken, exakt das Gegenteil von Big Joes „Übung in Selbstdisziplin“…

  15. In die Ecke! Besen, Besen! Seids gewesen. Denn als Geister ruft euch nur zu diesem Zwecke, erst der alte Meister. Wenn Du hier durch die Blume sprichst, verstehen Dich sehr wenige. Meintest Du die Greenspeach:

    http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar_H%E4nde_weg_von_den_offenen_M%E4rkten/394325.html

    Erschreckend, wie relativ einfach der alte Meister zu verstehen ist, seit er nicht mehr so wolkig in Verantwortung spricht. Du könntest Dich ja mal um die Nachfolge von Trichet bemühen, das sprachliche Verdunklungstalent hättest Du. Ob des alten Meisters Gedanken, steht man als kleiner Zauberlehrling ehrfurchtsvoll mit großen Augen in der Ecke. Als Notenbank-Watcher sollte man vielleicht wissen, dass er ein bekennender libertärer Objektivist ist: Ayn Rand, Du erinnerst Dich?

    Im übrigen werden wir nicht mehr, wenn Du Dich in diverse Avatare zerlegst. Deine Melodie und pieksende Versuche, erkennt manche alte, verschlampte Cobra mittlerweile im Schlaf. Wie soll der arme Eysel denn Deine Andeutungen bei der Gulaschkanone verstehen? Der hat offensichtlich ein ganz anderes Surfverhalten, anders gebookmarked, oder was auch immer.

    Wenn ich ausnahmsweise auf die Homepage der WiWo gehe, muss ich auch immer erst nach dem kleinen Button „Blogs“ suchen. Das Programm heißt Front-Journalismus, die Print-Ausgabe lese ich offen gestanden auf dem Lokus, und im Online-Auftritt nach aktuell oder Print zu unterscheiden, ist mir zu mühsam. Da haben andere Mütter schönere Töchter. Dass das Vorgehen nicht zu einer Wochenzeitschrift passt, sieht doch ein Blinder mit Krückstock.

    Jedenfalls kommt es mir so vor, dass Eysel in dem alten Forum hier schon ewig nicht mehr mitliest. Gulasch war übrigens sehr treffend, vermutlich ist der Schlussredakteur beim Testen grün im Gesicht angelaufen. Kommt beim besten Koch mal vor, geschenkt. Das Nachwürzen mittels eines Tabasco-Fläschchens Abs-Zitat als finalem Abschmecken macht es nicht besser, lenkt allenfalls von der Pampe ab.

    Nichts gegen Majestätix, der Mann stellt sich. Was mich hier stört ist, dass der alte Print-Journalismus mit ein paar minimalen Änderungen online anscheinend übertragen werden soll. Der Eulenspiegel lässt tief in die Redaktionsräume blicken. Das verstaubte Konzept, wenn man es denn so nennen möchte, hustet einen ja förmlich an. Den werten Damen und Herren der Print-Redaktion würde ich mal ein Praktikum in einer richtigen Online-Redaktion empfehlen.

    Drei Leitartikel oder Kommentare pro Tag unter Deadline inklusive Kreuzverhör in Foren, aber dann würde vermutlich der Gummibaum vertrocknen. Woher kommt wohl der Vorwurf der Medienschelte? Ob im Einzelfalle berechtigt oder nicht, sei dahingestellt. Aber wer sich selbst hinter dem Grundgesetz, der Pressefreiheit, versteckt, ist nicht Journalist, sondern Lobbyist. Artikel 5, Abs. 1 GG stellt den Boden dar, nicht das Dach. Freie Meinungsäußerung? Hervorragend, aber für alle! Vielleicht könnte man ja manchem mediengeschundenen Politiker einen Floh ins Ohr setzen, um die Sache mal aus der feindlichen Stellung zu analysieren. 😉

    Sieht man ja auch bei den Leserbriefen. Überall Zustimmung, bis auf ein paar Quoten-Querulanten. Meistens einer pro Blättchen. Sind wir nicht alle toll? Herzlichen Glückwunsch! Nebenbei, grüßt mir Claus Stegmann.

    Apropos Steher-Qualitäten, ein Zitat aus dem philosophischem Kompendium: „Der alte Sack, ein kleines Arschloch und andere Höhepunkte des Kapitalismus“ von Walter Moers, Eichborn, 1993:

    „Wenn Gott gewollt hätte, dass Sie ihn in Ihrem Alter noch hochkriegen, hätte er ihm Flügel gegeben.“. Wer ab und an eine sarkastische Ader in sich entdeckt, dem seien die Gedanken des kleinen Philosophen empfohlen: Kurzum fast allen Männern und vielen Frauen. Übrigens Quax, ich muss früher schon so gewesen sein, man nannte mich in Studienzeiten die Reinkarnation des kleinen Arschlochs.

    Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen. Bei aller Wirtschaftskompetenz würde ich mich jedenfalls nicht wundern, werte Damen und Herren Redakteure, wenn ein Controller der von-Holzbrinck-Gruppe mal Ihren Berufsethos mit Renditekennzahlen abgleicht. Sagen Sie dann nicht, Sie seien überrascht.

    Hab’ ich jemanden geweckt? Sorry, schlaft weiter.
    Pampastier

    P.S.: @Quax, der Buschpilot. Wenn ich etwas Neues gefunden habe, lade ich Euch doch herzlich ein. Virtuell umziehen geht ja schnell, aber vorerst muss ich etwas kürzer treten. Danach sehe ich mich um, aber auf Einladungen reagiere natürlich auch ich neugierig. Keine Sorge, eine Cobra lässt das Mausen nicht. Leitartikel diskutieren kann man überall im Web. Es wäre halt schön, wenn man ein Potenzial wie das der Leserschaft der Wiwo mit einbeziehen könnte, oder? Das liegt aber nicht in unserer Hand.

    P.P.S.: Eigentlich lieben es Cobras, Mäuse in die Irre laufen zu lassen. Soweit mir bekannt, spottete man über die Beraterbank früher, sie hieße so, weil der Vorstand ohne Berater nicht entschied. Denk nach Quax, ortest Du die Cobra richtig? Keine Sorge, ich beiße Dich im Zweifelsfalle nicht, will nur spielen, Mausi …. 😉 Gut, Stakeholder bin ich da nur als Aktionär über das blaue Band der Sympathie. Wie mein Vater einst meinte, nur Versicherungsfritzen sind noch schlimmere Halsabschneider als Banker … 😉

  16. Ich, Olli, hab gereimt für olle
    die nicht nur faden Gulasch wolle
    paar Sache aus den letzten Tagen
    mög\‘ Roland Tichy nicht verzagen
    der Geistes Kraft im Sommerloche
    füllt deinen Blog in dieser Woche
    nicht ohne Hintersinn im Worte
    servier ich dir mal etwas Torte.

    Es war einmal ein kleiner Lampf
    verwickelt in \’nen großen Kampf
    den Star gewann ein blauer andrer
    so wurde Lampf zu feschen Wandrer.
    Erst zog\’s ihn in den grünen Wald
    dort wurd\’s ihm aber ganz schnell kalt
    drum sehnte sich der Pampa-Held
    nach einer neuen heilen Welt
    die fand er alsbald auf dem Eise
    auf wundersame schöne Weise
    umschwärmten ihn dort liebe Tiere
    und tranken mit ihm viele Biere
    als anderntags die Sonne lachte
    sich Held und Pinguin verkrachten
    worauf der Thor ganz kurz und kühl
    verlässt das Eis mit neuem Ziel
    und angelt sich mit Makaroni
    die schönste Hessin Moni Moni.
    jetzt hat er Ruh, uns Pampatier
    zu deinem Glück fehlt einzig dir
    \’ne Schwieger-Mum mit Monatskarte
    nur ruhig Blut, Geduld, musst warte
    die schenkt dir bald mit Kuss und Karte
    dein Big Joe von der blauen Warte
    denn ihn verändert\’s nach Berlin
    zwecks Anleitung zur Disziplin
    für alle großen kleinen Asse
    die können\’s noch nicht richtig fasse
    das Big-Joe ihren Nebel-Dunst
    beleben will mit seiner Kunst
    und die Moral für nun und immer
    verzweifle nie, es geht noch schlimmer!

  17. Übung in Selbstdisziplin – was wohl meine MiL dazu sagt? oder Joes MiL? Klingt wie Roy nach dem Tigerbiss? Alles eine Frage der Selbstdisziplin! Und Greenspan gibt den Aida-Chorleiter, tolle Arbeitsteilung – passt ja auf, dass euch die Chinesen nicht über ein \“hochriskant-komplexes\“ Optionsgemoschele in den Würgegriff nehmen bevor eure Fans mit lesen der heiligen Worte fertig sind.
    Fritz Müller versus Anshu Jain, wie sagt doch wiwos Inagi: am Ende möchten alle , dass einer aufpasst, während wir den Schlaf der Gerechten schlafen, also pass auf, Fritz Müller gen. Fisheye!

  18. What is the difference between Barrack Obama, Bill Clinton and your Mother-in-Law?
    Barrack cannot tell a lie, Clinton couldn\’t tell the truth, your MiL doesn\’t know the difference!
    Don\’t worry Pampastier: behind every successful man stands a devoted wife and a disappointed MiL
    und dann noch den:
    Mixed emotions? Seeing your MiL drive over the cliff in your new Hummer 😉

  19. Na gut, einen noch furs Archiv, bei der Gulaschkanone tut sich ja nichts:

    Also: There is a lampf, about this height. He could have chucked the whole Canadian wood. He didn’t. He could have killed a penguin. He didn’t. Instead of this, he killed his mother in law. Why? Keine Sorge, wer das nicht versteht, war wohl nicht bei AIESEC, zumindest nicht in meiner Zeit.. Zur mother in law etwas aus der eigenen Hexenküche:

    Neulich hatten “wir” wieder Familienfeier. Einmal sonntags halb durch Hessen, um dem freudigen Ereignis „freiwillig“ beizuwohnen. Als besondere Belohnung winkte mir, wie immer, meine Schwiegermutter mit 100 Kilometer Umweg mitzunehmen.

    Zumal ich Mutti ja einen Gefallen tun wollte, kaufte ich kurzentschlossen einen Hummer. Sehr bequemes Fahrzeug, für das Gewicht aber völlig untermotorisiert. Also ließ ich von meinem Kumpel den Motor eines Bugatti Veyron einbauen, gut 1000 PS werden sowohl mit der Last meiner Schwiegermutter wie auch mit der des Hummers fertig. Ali hat dann noch eine ordentliche Anlage eingebaut, die Federbeine aufgrund des Basses etwas härter eingestellt und die Sitze mit edelstem Schießer-Feinripp überzogen. Die Hupe haben wir mit dem Geröhre eines Stieres angelegt und an die Audio-Außenanlage angeschlossen, Lackierung wie argentinisches Fleckvieh.

    Zumal die rotierenden Wikinger-Köpfe auf dem Dach aerodynamisch etwas ungünstig sind, habe ich aus Umweltschutzgründen ein paar Spoiler angebracht, welche den Verbrauch auf unter 40 L/100km senken, jedenfalls wenn ich nicht fahre. Meine Herzallerliebste meinte, der Kleine bräuchte einen Namen. Mit Bull konnte ich mich wie üblich nicht durchsetzen, wir einigten uns dann auf Thor. Man könnte auch sagen, ich gehorchte.

    Wir fuhren also zu Mutti, um sie zum freudigen Fest mitzunehmen. Natürlich hatte ich Plastikfolie für ihren Sitz dabei, sowie einen Eimer, den ich ihr in die Hand drückte, nachdem ich sie in den Hosenträgergurten angeschnallt hatte. „Schön Mutti, Dich zu sehen, entspann Dich“ sagte ich noch. Schnallte ihr den Wikingerhelm um, wegen der passiven Verkehrssicherheit, damit den Vorderleuten auch im Rückspiegel ersichtlich wird, auf wessen Spur sie fahren. Danach drehte ich die Anlage auf, zumal die alte Dame nicht mehr so gut hört. Ich hatte aus Liebe nämlich eine eigens für sie zusammengestellte CD dabei, die zugegeben auch meinem Fahrstil entspricht.

    Zur freundlichen Einstimmung bis zur Autobahn: „The Passenger“ von Iggy Pop. Im Ort kann man (bis 120 km/h) bei Thor auch die Außenbeschallung mitlaufen lassen, vielleicht treten wir beim Mainufer-Fest stationär auf, mal sehen. Danach abbiegen auf den Autobahnzubringer und links rüber. Xenon-Fernlicht an, Blinker links raus und Kindermördersonnenbrille unter meinen Wikingerhelm, wegen der passiven Sicherheit.

    Danach, um die Dosis leicht zu erhöhen und an ihre Schwester zu erinnern, „Moni, Moni“ von Billy Idol. „White Wedding“ und „Rebel yell“ folgten, bevor wir die Volksmusik verließen.

    Es war Zeit für „Temple of Love“ und „More“ von den Sisters of Mercy. Da kann es schon mal vorkommen, dass man ob der euphorischen Stimmung über einen Polo drüberfährt. Hässliche Sache, die Kleinen muss man nachher mühsam aus dem Luftfilter kratzen. Thors Hupe brüllte ein erfülltes „Muhhh“ in den hessischen Äther.

    Zum versöhnlichen Abschluss dann noch „Hells bells“ sowie „Highway to Hell“ von AC/DC, dem gemeinsamen Lied meiner Herzallerliebsten und mir und unserem Motto in Herzensdingen. Dann waren wir auch schon da, so groß ist Hessen mit Thor nicht.

    Etwas seltsames ist passiert. Schwiegermutti hat sich eine Monatskarte bei der Bahn gekauft, ich bin untröstlich. So voll war der Eimer ja nun auch wieder nicht und die Plastikfolie hätte selbst für einen Dreijährigen ausgereicht. Mir schwant, sie mag mich nicht. Was soll ich nur tun?

    Fahrt vorsichtig auf hessischen Autobahnen, der Umwelt zuliebe bremse ich nämlich nicht unter 200 km/h. Immer schön rechts fahren, okay? Denkt an das Klima!

  20. Pusher-Ansatz im Wiwo-Chef-blog made by PCIIA gen. Pampastier
    by appointment to his majestix King Blue Spirit: dreht sich der wiwo-Blog im Kreise, sind alle Asse mal auf Reise – denk nach, Boss aller Schreiberlinge, schärf neu des hohen Geistes Klinge, beflügelt, voller Phantasie, tu Äppel rein, wird’s Äppelpie, verfüllst du Gulasch, geht’s hinunter, des Tichys Welt wird sie nun bunter? Begreift der Held des Chores Note lässt rauchen heftig Hirnes Schlote besinnt sich auf der Menge Brei serviert demnächst ein Straussen-Ei!

  21. Sehr geehrter PCIIA.
    Ihre Pampa-Stier-Torrero-EyerGeschichte gefällt mir, sie ist vieldeutig, gibt es Stier-Hoden hat der Torrero seine Eyer gerettet, gibt es Torrero-Kugeln hat, die Pampanatur des Stiers den Hansel vom Feld geschoben, in beiden Fällen gilt: der Hunger treibt es rein.
    Sie scheinen eine Neigung zu haben, neben der sehr wahrscheinlichen Variante, die eher unwahrscheinliche Variante (hier: Sieg des Pampastiers, nicht aus dem Auge zu verlieren. Gefällt mir! Bei Verwaltung von Vermögen eine mitunter nutzbringende Eigenschaft, allerdings nur bei großen Vermögen…

  22. und bei uns: klappt’s noch nicht mal nach 5 Bierchen,
    schimpf ihn dreimal Papastierchen

  23. @pampastier, bei uns heisst das: halt die Ohren steif und alles andere wenn’s sein muss

  24. Machen Sie sich um mich keine Sorgen, werter Herr Tichy. Aber nach der Sommerpause ziehe ich weiter. Wenn Sie ehrlich sind, interessiert das Forum in Ihrem! Hause bestenfalls keinen. Mal abgesehen von der völlig veralteten Oberfläche (keine Nutzerprofile oder sonstige Features, noch nicht mal rudimentär formatieren kann man seine Einwürfe), damit könnte ich ja noch leben, scheint es keinerlei Strategie zu geben. Die eigene Redaktion beteiligt sich ja praktisch nicht. Warum?

    So wächst und gedeiht nichts, auch keine Plattform für Einnahmequellen. Gut, trotz aller Innovationen hat selbst die Raumfahrt noch nicht das Fahrrad verdrängt. Das Internet wird auch nicht den Print-Journalismus verdrängen, aber immer mehr verändern. Wo wollen Sie denn hin? Sie persönlich, als Chef, nehmen ja teil, finde ich klasse. Aber die übergeordnete Perspektive sehe ich hier nicht. Woher soll das Wachstum kommen? Sehr viele Diskutanten sind wir in Anbetracht der potenziellen Markenmacht der Wirtschaftswoche nun ja wirklich nicht.

    I have a dream! Stellen Sie sich mal vor, nur drei Prozent der Leser der WiWo würden online regelmäßig über Themen in der Print-Ausgabe diskutieren, gar eigene Themen einbringen können, welches Potenzial brachliegt. Bei rund einer Mio. Auflage, 52 Ausgaben, komme ich so auf knapp 1000 potenzielle Teilnehmer. Ein ungenutzter See von Ideen, der nicht kultiviert wird. Und blöd sind Ihre Leser wohl nicht, können sich sicherlich intellektuell einbringen und besitzen wohl auch ordentlich Kaufkraft. Wir sind ja nicht nur zum Vergnügen hier, oder? Ohne Moos, nix los. Was macht denn das Business-Development oder die Marketing-Abteilung?

    Zum Abschied ein alter Witz vom Pampastier (@KS: gar keine schlechte Idee, das ist als Kompliment schon ein bayrischer Superlativ!), ich versuche das mal zu rekonstruieren (@Eysel, bis auf die Pointe ist das aber von mir, keine alte Datei von meiner Festplatte, frisch für Euch getippt von der argumentativen Wildsau, meinetwegen in Spanisch auch wilder Stier oder in Argentinisch Pampastier):

    Reisebericht
    Neulich war ich in Pamplona. In einem kleinen Tapas-Lokal verlangte mein Magen nach Verwertbarem und Treibstoff. Auf der Karte konnte ich natürlich nichts lesen. Also deutete ich auf irgendetwas, was nach Tipp des Tages aussah und sagte dem Kellner in gewohnt freundlicher Manier: „Das da, aber schnell!“. Er murmelte irgendwas von Vino, worauf ich ihn anraunzte mit: „Weißbier, Du Idiot!“. Überall Ausländer in dem Kaff, man soll es nicht für möglich halten.

    Kurz darauf bekam ich die Tagesspeise. Zwei große Bällchen mit einer delikaten Soße, Brot, Erdinger, frisch und kühl. Was soll ich Euch sagen, do ko ma net meckern, Alfons Schubecks höchste Kategorie. Tags darauf ging ich wieder in den Laden, deutete auf mein Lieblingsgericht auf der Karte und rief dem Ober hinterher: „Weißbier, Du Idiot!“ Ganz stolz, dass sich mein Spanisch schon erheblich verbessert hatte, wartete ich auf Futter und Kerosin.

    Das Weizen war gewohnt gut und erfrischend, die Bällchen aber deutlich kleiner. Unverschämtheit! Genüsslich schaufelte ich mein Futter in mich rein, satt war ich aber nicht. Also dressierte ich den Kellner zu mir her und brüllte ihn irgendwie an, jedenfalls war Cheffe oder so was dabei. Mein Spanisch wurde offenbar zusehends besser. Er verstand. Erfreulicherweise hatte sich das Tempo des lahmarschigen Iberers bereits deutlich erhöht, erste Erfolge meines Coachings. Aus Dir forme ich noch einen Speedy Gonzales, dachte ich mir.

    Kurz darauf kam auch Cheffe mit weißem Mützchen und fragte mich in gebrochenem Deutsch, was denn los sei. Ich sagte, „Pass mal auf Du Mützchenträger, verarschen kann ich mich selbst. Das Zeug da war gestern deutlich größer. Okay, der Hunger treibt’s runter, muss man Dir lassen, aber gibt’s noch Nachschlag? Mal abgesehen davon, was ist das überhaupt?“

    Er meinte cojones seien eine Spezialität des Lokals, die Hoden des in der Arena erlegten Stiers. Nunja, gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber und testosterongetränkte Eier können ja nicht verkehrt sein. Mancher Radfahrer gibt dafür schließlich ein Vermögen aus. Rudolf „bin Baden“ Scharping vermutlich nicht, als warnendes Beispiel. „Warum waren die cojones denn gestern soviel größer?“

    „Wissen Sie, der Stier, er verliert nicht immer.“ war seine Antwort. Und schon war ich satt.

    Leev Lütche, losst üsch sache, man muss et Leve mit Humor erdrage (Weltenbummler, Gott habe ihn selig). Einen schönen Gruß in den Kölner Vorort, Euch gemeinden wir auch noch ein! 😉

    Bis die Tage, haltet die Ohren steif (man muss auch das Positive im Leben sehen) und die Kampfmoral hoch.

    PCIIA alias Pampastier

  25. ..in den letzten freien Sekunden vor meinem Urlaub: werter PCIIA, so kommst du uns nicht davon…um es mit dem alten Frankie-boy zu sagen. …start spreadin‘ the news, he’ll leave us today …und um mit dem zynischsten Spruch, den ich je in einem Parlament gehört habe, fortusetzen: wer rausgeht, muss auch wieder rein kommen.
    mir ist aber mitnichten nach zynisch, eher nach traurig, es sei denn, dies ist deine Art in Tarifverhandlungen einzusteigen, als Währung schlage ich Bananen und Weissbier vor, bin ab 25.8. wieder back in Tichy-Town und hoffe stark auf ein blaues Wunder, Pampastier;-)