» 25.01.2013, 15:21

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Erfolg ist auch Glückssache

Wer im Leben einmal erfolgreich will, braucht mehr als Glück und Talent. Laut einer neuen Studie beeinflusst vor allem der familiäre Hintergrund die Zukunftschancen.

Eigentlich sollte jeder Mensch von Geburt an die gleichen Chancen auf Erfolg haben. Mit Fleiß, Talent, Ehrgeiz und ein bisschen Glück erreicht jeder seine beruflichen Ziele. Soweit zumindest die Theorie. Doch in der Praxis sieht das offenbar anders aus. Laut einer neuen Studie entscheidet nämlich noch ein anderer Faktor über beruflichen Erfolg: das Elternhaus.

Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, kurz DIW, in einer neuen Studie. Und deren Fazit klingt ziemlich ernüchternd: “Der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, ist nicht nur in den USA eine Legende, sondern auch in Deutschland”, sagt Daniel Schnitzlein vom DIW.

Für die Studie griff er auf das so genannte Sozio-oekonomische Panel zurück. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Seit 1984 befragen die Wissenschaftler regelmäßig etwa 12.000 Haushalte in Deutschland. Sie wollen zum Beispiel wissen, ob die Befragten studiert haben, ob sie eine feste Stelle haben, wie viel sie verdienen und wie zufrieden sie mit ihrem Leben sind.

Das Besondere ist: Jedes Jahr werden dieselben Menschen befragt. So können die Experten des DIW ziemlich gut nachvollziehen, wie sich einzelne Personen langfristig entwickeln – und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Für die neue Studie interessierte sich Daniel Schnitzlein dafür, welche Rolle das Elternhaus bei der beruflichen Entwicklung spielt. Um es vorwegzunehmen: eine ziemlich große.

Als er die Daten durchforstete, stellte er fest: Etwa 40 Prozent der Einkommensunterschiede lassen sich durch den Familienhintergrund erklären. Beim Bildungserfolg sind es sogar über 50 Prozent. Ob jemand sein Studium abschließt und beruflich Erfolg hat, ist also vor allem durch das Elternhaus vorgeprägt.

Oder anders formuliert: Es ist vor allem Glückssache – denn es kann ja kein Kind etwas dafür, ob seine Eltern arm sind oder reich; ob sie studiert haben oder nicht; und ob sie selbst eine feste Stelle haben oder nicht.

Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass auch Kinder auch benachteiligten Familien Karriere machen – aber sie haben es allemal schwieriger.

» 25.01.2013, 15:21

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