Seit gestern läuft der erste Teil der Film-Trilogie “Der Hobbit” auch in deutschen Kinos. Der Vater der Fantasiefiguren, Monster und Kreaturen ist ein unauffälliger Neuseeländer.
Man sagt ja, dass der erste Eindruck oft täuschen kann. Auf Richard Taylor trifft das definitiv zu. Als der Neuseeländer im Oktober die Frankfurter Buchmesse besuchte, trug er Brille, T-Shirt und Cargo-Hose. Er sah aus wie der nette Buchhändler von nebenan. Dabei ist der 47-Jährige ein sehr erfolgreicher Unternehmer – der sein Geld vor allem mit bizarren Monstern und schleimigen Kreaturen verdient.
Taylor gehört die Spezialeffekte-Firma Weta. Die betreibt er unter anderem zusammen mit seinem Landsmann, dem Starregisseur Peter Jackson. Weta kümmert sich um sämtliche Tricks und Requisiten der Filme. Die Mitarbeiter entwerfen Schwerter und Monster oder basteln am Computer virtuelle Welten wie die Heimat der Hobbits.
Eine andere Firma von Taylor stellt Kettenhemden als Requisiten her, eine Bronzegießerei produziert Sammlergegenstände, er betreibt einen Verlag und ein Museum. Taylor ist ziemlich dick im Geschäft. Aber das war längst nicht immer so.
Seine Kindheit verbrachte er auf einer Farm in einem kleinen Dorf. Mitte der Achtzigerjahre machte er sich mit seiner Freundin dann selbstständig – in ihrer kleinen Wohnung. Dort bastelten die beiden zunächst Knetgummifiguren fürs Fernsehen und für Werbefilme. Heute beschäftigt Taylor zu Spitzenzeiten 1000 Mitarbeiter
Über andere Zahlen redet er hingegen nicht so gerne. Wie viel er genau verdient, weiß zum Beispiel niemand. Aber man kann davon ausgehen, dass er ganz gut leben kann. Die Filmbranche trägt etwa zwei Milliarden Euro im Jahr zur Wirtschaftsleistung von Neuseeland bei. Die “Hobbit”-Verfilmung dürfte dazu etwa 500 Millionen Euro beigesteuert haben.
[Foto: Wikimedia Commons unter cc-by-sa]











