Vier Tage nach Testbeginn haben sich die anfänglichen Reichweitenängste gelegt. Ich weiß jetzt so einigermaßen, was der Peugeot iOn kann – und was nicht: Das 49 kw (umgerechnet 67 PS) starke Elektromobil ist ein Auto für kurze Strecken, das sich in der Stadt wohl fühlt, hier wunderbar im Verkehr mitschwimmt und weder enge Gassen noch schmale Parktaschen scheut. Im Unterschied zum Fahrrad sitzt man trocken und dank sechs Airbags auch sehr sicher, kann zudem bis zu drei weitere Passagiere mitnehmen und in den kleinen Kofferraum auch noch eine Reisetasche oder den Einkaufskorb packen. Autobahnen und bergige Landstraßen hingegen mag das Elektromobil nicht. Da wird der kleine Peugeot schnell zu einem rollenden Verkehrshindernis, wenn der Fahrer nicht den Akku strapazieren möchte oder gerade die Möglichkeit der Technik nutzt, während der Talfahrt Bremsenergie zurückzugewinnen. Auch für die Fahrt in die Ferien taugt der kleine Van nicht, es sei denn, man wohnt direkt hinter dem Deich oder entscheidet sich für eine Stadtranderholung in der Laubenpieperkolonie.
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E-Mobil-Tagebuch (3): Nicht Billig, aber auch nicht preiswert
Deutsche Bahn wird zum Elektroauto-Riesen
Mit ihrem rot-weißen Anstrich fallen sie auf: Die Kleinwagen der Bahn-eigenen Flinkster-Flotte sind mittlerweile vor jedem größeren Bahnhof zu finden. Registrierte Kunden können sich die Fahrzeuge stundenweise ausleihen – zu durchaus moderaten Preisen: Die 20 Euro Startpreis pro Auto werden zur Gänze als Fahrguthaben gutgeschrieben. Davon lassen sich dann die Stundenmiete von 1,50 Euro und die Krafstoffpauschale von 0,25 Euro pro Kilometer bezahlen.
