Brauchen Elektroautos einen kräftigen Schub vom Staat, um sich durchsetzen zu können? Kann das Autobauerland Deutschland seine Position ohne Subventionen halten? Es waren nicht zuletzt solche Fragen, die die hochkarätig besetze Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) im vergangenen Jahr beschäftigten. Einig waren sich Bundesregierung und Industrie in dem Gremium zumindest in einem: Auch im heraufziehenden Stromerzeitalter sollen hierzulande weltweit gefragte Autos gebaut und entwickelt werden. » Weiterlesen
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Elektroautos setzen sich durch – auch ohne Staatshilfe
E-Mobil-Tagebuch (3): Nicht Billig, aber auch nicht preiswert
Vier Tage nach Testbeginn haben sich die anfänglichen Reichweitenängste gelegt. Ich weiß jetzt so einigermaßen, was der Peugeot iOn kann – und was nicht: Das 49 kw (umgerechnet 67 PS) starke Elektromobil ist ein Auto für kurze Strecken, das sich in der Stadt wohl fühlt, hier wunderbar im Verkehr mitschwimmt und weder enge Gassen noch schmale Parktaschen scheut. Im Unterschied zum Fahrrad sitzt man trocken und dank sechs Airbags auch sehr sicher, kann zudem bis zu drei weitere Passagiere mitnehmen und in den kleinen Kofferraum auch noch eine Reisetasche oder den Einkaufskorb packen. Autobahnen und bergige Landstraßen hingegen mag das Elektromobil nicht. Da wird der kleine Peugeot schnell zu einem rollenden Verkehrshindernis, wenn der Fahrer nicht den Akku strapazieren möchte oder gerade die Möglichkeit der Technik nutzt, während der Talfahrt Bremsenergie zurückzugewinnen. Auch für die Fahrt in die Ferien taugt der kleine Van nicht, es sei denn, man wohnt direkt hinter dem Deich oder entscheidet sich für eine Stadtranderholung in der Laubenpieperkolonie.
Wunderakku mit mehr als 450 Kilometer Reichweite

Der Berliner Erfinder Mirko Hannemann und das mittlerweile abgebrannte Elektroauto Audi A2. Bild: dpa
Mitsubishi i-MiEV im Crashtest: Sicher trotz Hochspannung und Leichtbau

Gegen die Wand: Crashtest des Elektroautos Mitsubishi i-MiEV
Testfahrt Tesla Roadster Sport: Der Elektro-Tempobolzen
Für Teslas Roadster Sport 2.5 gibt es eigentlich nur ein einziges, dafür ziemlich gewichtiges Vernunftargument: Er fährt emissionsfrei - mit Strom aus der Steckdose. Dagegen spricht: Mit einem Verkaufspreis von 118.000 Euro ist der Tesla nur etwas für wohlhabende Autofans. Als Familienauto taugt der Zweisitzer auch wegen seines minimal dimensionierten Kofferraums nicht. Die aus 6.831 einzelnen Zellen bestehende Lithium-Ionen-Batterie braucht mindestens dreieinhalb Stunden für eine Vollladung. Und der Strom in Deutschland wird zu einem Teil in Kohlekraftwerken erzeugt, was das Umweltargument…
Opel will 2012 bis zu 15.000 Elektroautos verkaufen
Langsam lichten sich die Nebel um Opels Pläne für sein Elektroauto Ampera: Vor wenigen Tagen hat Opel den offiziellen Preis bekanntgegeben. Mit 43.000 Euro wird das schicke Fahrzeug nicht gerade billig. Opel-Chef Nick Reilly, den mein Kollege Franz Rother und ich vor kurzem für die WirtschaftsWoche interviewten, hat durchaus ambitionierte Pläne für das Fahrzeug: Zwar werden die Verkaufszahlen „in den nächsten Jahren eher gering sein”, sagte Reilly in dem Interview. Im Jahr 2012 soll Opel aber europaweit zwischen 12.000 und 15.000 Amperas verkaufen.
Welche Länder Elektroautos am stärksten fördern
Auf dem Pariser Autosalon glänzten die französischen Hersteller mit neuen Elektroauto-Studien wie dem Peugeot EX-1 oder dem Renault Dezir. Das war alles andere als ein Zufall: Mit zahlreichen neuen Modellen, milliardenschweren staatlichen Förderprogrammen und vollmundigen Ankündigungen macht sich Frankreich auf den Weg zur führenden Elektromobilitäts-Nation. Das zeigt der Elektroauto-Index Evi, den die Unternehmensberatung McKinsey exklusiv für die WirtschaftsWoche erhebt (Details dazu hier).
Hummer als Elektroauto: Kein Gag, sondern Geschäftsidee
Wohl kaum ein anderes Auto symbolisiert die Exzesse der späten 1990er-Jahre so gut wie das Geländeauto Hummer: Gebaut wurde das extrem standfeste Fahrzeug für die US-Armee, die es im Golfkrieg Anfang der 1990er-Jahre einsetzte. „Humvee” nannten die US-Soldaten das Fahrzeug liebevoll. So richtig bekannt gemacht hat es erst Arnold Schwarzenegger. Der frühere Filmschauspieler, der nun Gouverneur von Kaliforniern ist, konnte als erster Zivilist einen Hummer sein Eigen nennen.
Daimler will mit Europcar den Carsharing-Markt aufrollen
Große Luxuskarossen, alte Kunden: Daimler gilt mit seiner Parademarke Mercedes nicht gerade als Bannerträger neuer Mobilitätsformen. Das soll sich nun radikal ändern. Die Stuttgarter haben im Carsharing einen Milliardenmarkt ausgemacht, den sie künftig tatkräftig beackern wollen. Kein Wunder: Junge Großstädter verlieren das Interesse am Besitz eines eigenen Fahrzeugs – sie wollen lieber kurzfristig mieten.
