Artikel zum Thema: Test

E-Mobil-Tagebuch (5): Netter kleiner Stromer

Schon das Losfahren ist extrem ungewohnt, da völlig geräuschfrei: Nach dem Ausstecken und Verstauen des Ladekabels im Kofferraum starte ich das kleine tiefschwarze Stromauto in der Tiefgarage unseres Verlagshauses. Einmal Schlüsselumdrehen … doch es ist nichts zu hören. Der stromgetriebene iOn von Peugeot, den mir Kollege Franz Rother zum Test auf Familientauglichkeit ein paar Tage lang überlassen hat, ist derartig leise, dass ich mir nicht sicher bin, ob der Motor wirklich angesprungen ist. Doch nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs schnurrt das Wägelchen brav aus der Parklücke. Ich lerne: Auch wenn man ihn nicht hört, ist der Motor an, das Auto fahrbereit: Der grüne Schriftzug “Ready” im Zentraldisplay signalisiert es dem Fahrer.

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E-Mobil-Tagebuch (4): Faszination der Stille

In dem Moment, in dem ich den Zündschlüssel drehe, wird alles anders. Über Jahrzehnte konditioniert, erwarte ich jene charakteristische Mischung aus einer vom Ruckeln zum Summen ansteigenden Vibration und dem kurzen Hochdrehen des Triebwerks, die den Start eines jeden Autos nun einmal ausmacht. Doch beim Ion – bleibt alles still.

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E-Mobil-Tagebuch (3): Nicht Billig, aber auch nicht preiswert

Smart durch die CityVier Tage nach Testbeginn haben sich die anfänglichen Reichweitenängste gelegt. Ich weiß jetzt so einigermaßen, was der Peugeot iOn kann – und was nicht: Das 49 kw (umgerechnet 67 PS) starke Elektromobil ist ein Auto für kurze Strecken, das sich in der Stadt wohl fühlt, hier wunderbar im Verkehr mitschwimmt und weder enge Gassen noch schmale Parktaschen scheut. Im Unterschied zum Fahrrad sitzt man trocken und dank sechs Airbags auch sehr sicher, kann zudem bis zu drei weitere Passagiere mitnehmen und in den kleinen Kofferraum auch noch eine Reisetasche oder den Einkaufskorb packen. Autobahnen und bergige Landstraßen hingegen mag das Elektromobil nicht. Da wird der kleine Peugeot schnell zu einem rollenden Verkehrshindernis, wenn der Fahrer nicht den Akku strapazieren möchte oder gerade die Möglichkeit der Technik nutzt, während der Talfahrt Bremsenergie zurückzugewinnen. Auch für die Fahrt in die Ferien taugt der kleine Van nicht, es sei denn, man wohnt direkt hinter dem Deich oder entscheidet sich für eine Stadtranderholung in der Laubenpieperkolonie.   

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E-Mobil-Tagebuch (2): Neue Denke nötig

Mein iOn, so lerne ich, denkt mit. Wenn ich das Gaspedal zu heftig trete, an der Ampel zu häufig einen Kavaliersstart hinlege oder über die Autobahn mit mehr als 100 Sachen fege, rechnet er die Reichweite beim nächsten Start automatisch herunter: Statt der vom Hersteller angegebenen Reichweite von 150 Kilometers weist der Bordcomputer dann nur noch eine maximale Reichweite von vielleicht nur noch 90 Kilometern aus – selbst dann, wenn der Akku rappelvoll ist. Die Erklärung des Peugeot-Experten im Ohr gehe ich am nächsten morgen die Fahrt in die Stadt deutlich zurückhaltender an. Im Dorf beschleunige ich maximal auf 30 km/h, auf der Landstraße begnüge ich mich mit Tempo 80. Und geht es bergab, lasse ich das Wägelchen einfach laufen und freue mich daran, dass im Zentraldisplay die rote Nadel zwischen dem grünen Eco-Bereich und der blauen Zone wandert – wenn letztere erreicht wird, laden sich die 88 Zellen der Lithium-Ionen-Batterie im Fahrzeugboden wieder auf. Und siehe da: Als ich nach einer Stunde und 80 Kilometern die Tiefgarage in Düsseldorf erreicht habe, weist der Bordcomputer noch eine Reichweite von 30 Kilometern aus. Na also, geht doch. 

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E-Mobil-Tagebuch (1): Die Zukunft kommt in Schwarz

Natürlich kommt er noch nicht auf eigenen Rädern von Saarbrücken nach Düsseldorf. Peugeot Deutschland hat den iOn auf einen Laster gepackt und huckepack an den Rhein bringen lassen. Kurz vor Feierabend erreicht er mich – tiefschwarz lackiert, auf den ersten Blick erschreckend klein und schmächtig. Der Spediteur drückt mir noch flink den Zündschlüssel und eine Pressemappe in die Hand und macht sich von dannen. Eine Einführung sei nicht nötig – alles sei wie bei einem konventionellen Auto: “Nur viel leiser”. 

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Warm oder weit: Winter lässt E-Mobilisten zittern

Der härteste Winter seit langem fordert Autofahrern und Fahrzeugtechnik einiges ab: Schneebedeckte Fahrbahnen zeigen die Grenzen elektronischer Regelsysteme wie ABS und ESP auf und machen deutlich, was moderne Winterreifen oder Vierradsysteme zu leisten vermögen. Hochleistungen müssen bei den teilweise arktischen Temperaturen und der zeitweise hohen Luftfeuchtigkeit aber auch die im Auto installierten Klimasysteme bringen: Die vereisten Scheiben wollen schnell aufgetaut und freigeblasen sein – und der Fahrgastraum zügig erwärmt werden. Moderne Autos mit Verbrennungsmotoren haben in der Regel kein Problem damit. Die intensive Arbeit der Klimaanlagen schlägt sich allenfalls in einer geringfügig höheren Benzinrechnung nieder. Ungleich größer werden die Probleme sein, mit denen die Besitzer von Elektroautos zu kämpfen haben: Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mögen die Batterien, mit denen die Fahrzeuge angetrieben werden, überhaupt nicht. Und der Verbrennungsmotor fällt als Wärmequelle aus.

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Welche Länder Elektroautos am stärksten fördern

Auf dem Pariser Autosalon glänzten die französischen Hersteller mit neuen Elektroauto-Studien wie dem Peugeot EX-1 oder dem Renault Dezir. Das war alles andere als ein Zufall: Mit zahlreichen neuen Modellen, milliardenschweren staatlichen Förderprogrammen und vollmundigen Ankündigungen macht sich Frankreich auf den Weg zur führenden Elektromobilitäts-Nation. Das zeigt der Elektroauto-Index Evi, den die Unternehmensberatung McKinsey exklusiv für die WirtschaftsWoche erhebt (Details dazu hier).

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Elektroautos sogar mit Kohlestrom sauberer als Benziner

Elektroautos schädigen die Umwelt weniger als Autos mit Verbrennungsantrieb – nun gut, das haben die meisten bereits begriffen. Dennoch gibt es eine Reihe von Zweiflern, die gerne auf die angeblich schlechte Ökobilanz der Stromer hinweisen. Ihr Argument: Weil Elektroautos Strom beziehen, der teils von schmutzigen Kohlekraftwerken stammt, sind sie im Endeffekt um nichts „sauberer” als herkömmliche Autos.

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Fast wie mit Warp-Antrieb

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