» 06.07.2012, 17:27

Wir wollen doch nur Freiheit!

Es ist eine Schande, dass die Familienpolitik von Menschen gemacht wird, die keine Ahnung von der Gegenwart haben – geschweige denn von der Zukunft.

Eigentlich will ich nicht mehr darüber sprechen. Ich bin es Leid. Schon wieder streiten wir über Familienpolitik. In Talkshows, Interviews und Teeküchen heißt es, sie sei gescheitert – all die Milliarden verschenkt. Neuestes Kapitel: Wir stellen die Familienpolitik komplett in Frage.

Meine Partnerin und ich sind 30 und 34 Jahre alt. Kommendes Jahrwerden wir heiraten und wir sind, wenn ich unsere Ministerinnen richtig verstehe, Teil der Zielgruppe ihrer Familienpolitik. Meine Frau ist Ärztin, ich bin Journalist, wir beide lieben unsere Jobs, meistens kommen wir zusammen auf mehr als 100 Stunden Arbeit in der Woche. Wir haben auch viel über Kinder nachgedacht und sind uns da eigentlich einig. Wir hätten gern welche.

Doch ausgerechnet das, was sich in Deutschland Familienpolitik nennt, macht uns das nicht einfach: Ein paar Politiker tun so, als wäre nichts wichtiger für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands, als eine finanzielle Belohnung für Eltern, die die Kindererziehung selbst erledigen. Das mag ihnen das Gefühl geben, in Ihrer Partei das konservative Profil geschärft zu haben. Das hilft nur niemandem weiter. Sie haben schlicht keine Ahnung, welche Probleme junge Eltern tatsächlich haben. Vor allem sprechen sie gar nicht mit denen, die künftig Kinder in die Welt setzen sollen. Sie interessieren sich nur für die Wähler, die das schon lang hinter sich haben und offenbar wollen, dass alles bleibt, wie es war.

Aber das ist unsere Zukunft! Ich will nicht mehr dabei zusehen, wie ein paar Provinzpolitiker diese Zukunft zum Thema ihrer ideologischen Grabenkämpfe machen.

Ein Freund von mir, er ist Industriedesigner, hat seit zwei Jahren eine Tochter. Seine Frau ist Anwältin eines Konzerns. Beide leben in München. Als ihre Tochter sechs Monate alt war, fingen die Probleme an. Seine Frau wollte wieder arbeiten. Doch ein Krippenplatz war nicht zu finden, weil die Stadt München, wie so viele andere, zu wenig Geld in Betreuungsplätze steckt. Es gibt nicht genug davon.

Also suchten die beiden eine Tagesmutter. Vergeblich. Schließlich dämmerte ihnen: Einer muss zurückstecken und die eigenen beruflichen Ambitionen begraben.

Ich könnte hier zig weitere ähnliche Fälle beschreiben. All diese Fälle stehen dafür, dass es hier ein Problem gibt, das unsere Familienund Kinder betrifft, also die Zukunftsfähigkeit des Landes. DieseZukunft wird immer beschrieben als eine, in der Männer und Frauen gleiche Chancen haben und in der vielleicht doch auch noch Kinder aufdie Welt kommen. Die aktuelle Debatte hat mit dieser Wirklichkeit nichts zu tun.

Wollten und sollten wir nicht verhindern, dass sich Mann oder Frau zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen? Wollten wir nicht die Zahl der Frauen in allen Berufen steigern? Und hatten wir nicht das überkommene Familienbild beerdigt, dass Frau Gattin gefälligst zuhause bleibt und die Kinder großzieht?

Die deutsche Politik hat ein Werkzeug für die Familienpolitik. Es heißt Geld, mehr Geld für junge Familien. Aber eine Strategie hat sie nicht. Sie setzt dieses Geld überhaupt nicht zielführend ein. Sie handelt einfallslos, und ihr Handeln ist teuer.

Je nachdem, wie man rechnet, gibt Deutschland zwischen 120 und 195 Milliarden Euro für Familien aus. Bis zu 1800 Euro Elterngeld erhalten besserverdienende Paare, wie meine Freunde aus München. Das ist zwar schön, löst aber nicht ihr Problem. Es ist mehr so, als würden wir Autofahrern einen Zuschuss für einen Jeep zahlen, um sie für kaputte Straßen zu entschädigen.

Geld für Eltern ist nicht das Problem. Vielmehr geht es um die Frage, was von den beruflichen Plänen noch übrig bleibt, wenn wir heute Kinder kriegen. Es geht darum, ob Familienpolitik sich als Politik versteht, die allen Mitgliedern einer Familie die Chancen bietet, die ihnen die private und die berufliche Welt bieten können, oder ob sie ihnen diese Freiheitsrade von vornherein verwehrt. Es geht darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, frei zu handeln und zu entscheiden, es geht um urliberale Fragen.

Das klingt nach Pathos. Dabei ist das Problem so banal, dass man es gar nicht mehr aufschreiben mag: Es gibt zu wenig Betreuungsplätze, und erst recht zu wenige für kleine Kinder. Nach Schätzungen des Familienministeriums fehlen in Deutschland noch immer 160.000. Viele halten diese Zahl noch
weit untertrieben.

Am schlimmsten daran ist, dass wir längst wissen, dass es anders laufen müsste. Familien in Ländern mit besserer Kinderbetreuung bekommen auch mehr Babys.

Und so stehen junge Eltern in spe nicht nur ratlos vor dem Riesenchaos aus Betreuungsgeld, Elterngeld und Freibeträgen. Sie stehen auch fassungslos vor der Mangelverwaltung an Betreuungsplätzen. Würde man einen großen Teil des Geldes in weitere Krippenplätze, die Ausbildung von Tagesmüttern und sonstige Infrastruktur stecken, wäre den Eltern viel mehr geholfen als mit weiteren Geldspritzen.

Aber davon ist bei den politischen Schaukämpfen keine Rede.

Wir Jüngere schauen dem Treiben resignierend zu – und deshalb wohl auch ein wenig selbst Schuld daran. Denn wer dominiert die Debatte? Es sind vor allem ältere Herren, deren Frauen ihre Kinder längst in Eigenregie großgezogen haben; die nur noch in Kontakt mit jungen Eltern kommen, wenn sie für ihre Fraktion oder ihr Unternehmen Praktikanten einstellen; und – nicht zu vergessen – eine überforderte Familienministerin. Die Debatte wird von Menschen beherrscht, die ihre Zukunft schon hinter sich haben.

Eine fatale Kombination, vergleichbar nur mit dem undenkbaren Szenario, die Eurokrise müsste von pensionierten griechischen Finanzbeamten gelöst werden.

Dabei wollen wir doch nur ein wenig Freiheit.

» 06.07.2012, 17:27

    22 Kommentare zu “Wir wollen doch nur Freiheit!”


  1. Ferdinand Knauß sagt:

    Hast natürlich aus Deiner Perspektive Recht.
    Aber letztlich überzeugt mich das politische Argument – Betreuungsmöglichkeiten sorgt für höhere Geburtenraten – nicht. Ich fürchte Familienpolitik bewirkt fast gar nichts für die Demographie. Es gibt keine Korelation. Im Gegenteil, die weltweit höchsten Geburtenraten gibt es da, wo der Sozialstaat gar nicht existiert. Die Gründe dafür, dass die Deutschen lieber aussterben sind viel tiefer. Es hat, fürchte ich, viel mit kollektiver Psychologie (manche nennen es auch “Völkerpsychologie”) zu tun, mit den kollektiven Erwartungen für die Zukunft (und da spielt natürlich auch die Religion eine Rolle) und mit soziologischen Strukturen. Flexibilität ist da ein Schlüsselbegriff. Wirtschaftsleben und Familien verstärken sich gegenseitig in der Tendenz, immer flexibler zu werden. Wolfgang Streeck hat diesen Zusammenhang von flexible markets und flexible societies sehr überzeugend gezeigt.
    Für traditionelle Gesellschaften ist Kinderlosigkeit, die Aussicht, keine Nachkommen zu haben, das größte Unglück, weil sich die menschen als Glied einer endlosen Kette betrachten. In diesseitigen Gesellschaften hat sich dieses Empfinden aufgelöst. Die Menschen leben ganz losgelöst in der Gegenwart, produzieren, statt sich zu reproduzieren.
    Kurz: In die Familienpolitik sollte man keine Hoffnungen setzen, wenn man sich wünscht, dass die Deutschen und Europäer sich fortpflanzen.

  2. Paulianer sagt:

    Sehen wir die Sache doch mal marktwirtschaftlich :
    Wie kriegt man mehr Tagesmütter/Kinderläden/private und kirchliche Kindergärten? Mit mehr Geld. Das Problem Ihres Freundes aus München (der wohl gut verdient) ist, das der Staat ihm von vornhinein zu viel Geld abnimmt – sonst könnte er privat höchstwahrscheinlich sehr wohl eine Kinderbetreuung organisieren.

    Zweiter Knackpunkt ist natürlich, das der Staat ihn zwar später die Ausbildung seiner Kinder bezahlen lässt, denen dann aber so hohe Steuern auferlegt, dass Kinder heutzutage mehr Geld kosten aus sie zurückgeben können – auch keine Folge des Fortschritts, sondern zu hoher Steuern und staalicher, umlagefinanzierter Rentensysteme.

  3. Heitmann sagt:

    Freiheit? Nein, letztlich wollen Sie Bargeld!

    Es wird immer darauf hingewiesen, dass das Betreuungsgeld vielen
    zugute kommen werde, die es “eigentlich nicht brauchen”.
    Bei dem beruflichen Status des Autors und seiner Frau, kann man
    entsprechend davon ausgehen, dass er einen staatlich bezuschussten
    Kita-Platz “eigentlich nicht braucht”. Zur Not könnte man einen völlig
    privat finanzierten Krippenplatz in seiner Situation auch noch stemmen.
    Und die beruflichen Chancen der Mutter, um die es angeblich ja im Wesentlichen geht, wären dann ja auch schon mal durch Weiterarbeit
    gesichert.
    Die staatlich organisierte und finanzierte Krippe ist aus dieser Perspektive Bargeld auf die Hand von Doppelverdienern.
    (Viele Grüße eines Vaters von sieben Kindern)

  4. Lieschen Müller sagt:

    Ich muss ein bisschen lachen. Als alleinerziehende mutter mit halbtagsjob und u – 1000€ finde ich den freiheitsbegriff einfach kindlich.
    Was wollen kinder?
    Na abends lange aufbleiben UND an mutters brust nuckeln.

    Hallo, aufwachen!

    Wenn einer die wunderbare aufgabe des daran teilhabens wie ein kind aufwächst so wenig wertschätzt, soll er es lassen.

  5. Friedrich Ostermann sagt:

    Vor einigen Jahren hat in der FAZ ein Karriereberater geschrieben: “Wenn in einer Ehe beide Partner Karriere machen wollen, überfordert dies unser System” Punkt. Man muss sich entscheiden- wie immer im Leben. Irgendwie erinnert mich auch diese Diskussion an den Wunsch, Erdbeeren im Winter zu essen, aber bitte nur aus Bio-Anbau. Der Staat kann nicht jedes private Lebenskonzept unterstützen. Beide Eltern berufstätig, 10 Stunden Arbeit am Tag, Zweitwagen, Großstadt mit hohem Vergnügungswert (und hohen Lebenshaltungskosten)….. dafür wird der Staat nicht nicht den Auffangrahmen bieten, der dann auch noch das Aufziehen von Kindern ermöglicht. Vielleicht muss man mal allgemein über sein Lebenskonzept nachdenken: Was ist wirklich wichtig? Es ist bequem, die Verantwortung auf (ein abstraktes Konstrukt wie) den Staat zu schieben anstatt sich seiner eigenen Möglichkeiten für die Lebensgestaltung bewusst zu sein- und die auch zu nutzen. Wenn Ihnen Kinder wichtig sind und das nicht geht in München: Gehen Sie woanders hin, wir haben Freizügigkeit in Europa. Wenn Sie vor lauter Arbeit keine Zeit haben für Kinder: Planen Sie Ihre Prioritäten anders. Keine Frage: das bedeutet auch Verzicht…auf den Zweitwagen, auf das zweite IPhone. Geht aber. Es liegt erstmal an einem Jeden selbst.
    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
    Der Staat hat schon aus eigenem Interesse (an nachwachsenden Steuerzahler-Generationen) die Aufgabe, die richtigen Rahmenbedingungen für Familien zu schaffen. Das tut er nur mit überschaubarem Erfolg. Flughafenprojekte (selbst in der Region) sind leider prestigeträchtiger als Kita-, Schul- und sonstige wünschenswerte Infrastrukturen. Das wird sich auch nicht so schnell ändern.
    Also liegt es an jedem selbst, seine Prioritäten für sein Leben selbst zu setzen, konsequent danach zu handeln- und nicht auf den Staat zu warten.

  6. TamTam sagt:

    Wer zuhause bleibt oder seine berufliche Laufbahn unterbricht wird vom Rentensystem bestraft!
    Die Rechnung für das Kinder kriegen bekommt er beim Renteneintritt.

  7. TamTam sagt:

    In Ländern, in denen der Staat die Familien nicht unterstützt (siehe Afrika), gibt es jede Menge Kinder, jedoch für viele zu teuere Ausbildung, weil keine Staatshilfen. Kinder zahlen als Erwachsene für ihre Eltern, Onkels und Tanten und Großeltern Unterhalt und kommen selber auf keinen grünen Zweig. Will man das? Das Leben ist wie ein Fahrrad, es muss nach vorne bewegt werden, damit man nicht umfällt (Albert Einstein). Das hat mit Luxus nichts zu tun.

  8. @Ferdinand: Mir ging es auch nicht so sehr um die Zahl der Kinder. Ich möchte auf einen anderen Punkt hinweisen: Menschen, die in unserem Land doppelt in die Sozialsysteme einzahlen, haben es doppelt schwer. Wenn beide arbeiten, zahlen sie nicht nur mehr Geld in das System, sie machen es mit ihren Kindern auch zukunftsfähig. Damit sollte man sie nicht allein lassen.

  9. @Friedrich Ostermann: Sie schreiben viel Richtiges. Nur ist mir Ihr erstes Argument zu fatalistisch: Wenn beide Eltern arbeiten wollten überlaste das unser System.

    Ich nehme mal an, Sie meinen die Betreuungsinfrastruktur. Das kann man so feststellen. Aber dann müssen wir überlegen, wie wir das System ändern, damit es die Freiheit, sich zu entscheiden, künftig wirklich garantiert.

  10. Lukas sagt:

    Mein Tipp: arbeiten Sie Teilzeit (und Ihre Frau auch) und genießen Sie die gemeinsame Zeit mit Ihren Kindern. Finanziell werden Sies überleben und für Sie als Eltern (und für die Kinder sowieso) ist es eine große Bereicherung des Lebens. (so was versteht man aber leider wohl erst, wenn man selbst Kinder hat und sich auch auf diese neue Rolle einlässt)

  11. @Lukas: Sicher eine gute Option und sicher auch machbar. Nur wäre es doch wünschenswert, wenigstens eine Wahl zu haben, oder?

  12. Moritz Berger sagt:

    @Sebastian Matthes

    aufschlußreich ist in diesem Zusammenhang auch dieser Satz von Roland Tichy:

    “Statt mit den eigenen Kindern zu spielen oder ihnen sprechen zu lehren, sollen das zukünftig Staatsbedienstete machen – während die richtigen Väter und Mütter ihrerseits an den Supermarktkasse oder im Büro arbeiten, um die Fremd-Erziehung finanzieren zu können.”

    http://blog.wiwo.de/chefsache/2012/07/07/wenn-die-storche-sterben/

    Plädiert er tatsächlich dafür, dass die Frau zuhause bleibt ??

    Kitas sind in Ländern wie in Skandinavien und auch Frankreich etwas alltägliches und verhindern doch nicht, dass Eltern mit ihren Kindern spielen.

  13. @Moritz Berger: Wie Sie sehen, gibt es in manchen Medien auch soetwas wie unterschiedliche Meinungen innerhalb der Redaktion. Wo ich stehe, haben Sie ja gelesen.

  14. Moritz Berger sagt:

    Wenn dem so ist, warum dann eigentlich ” Lippen ” Bekenntnisse ” zu Managerinnen. :-)

    Wie heißt es im Buch der Genesis Altes Testament:

    Und der Herr wandte sein Antlitz ab und weinte bitterlich

    Wie wäre es z.B. wenn das Handelsblatt und die Wiworedaktion sich einmal das Unternehmen von Nicola Leibimger, Trumpf zum Vorbild nähmen:

    http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/portraet-nicola-leibinger-kammueller-die-madonna-aus-schwaben,10808230,16565914.html

    statt der innovationsschwachen Familienministerin hinterher zudackeln. :

    Wie war das noch mit BW:

    Wir können alles außer Gochdeutsch !!!

  15. Moritz Berger sagt:

    Wenn dem so ist, warum dann eigentlich ” Lippen ” Bekenntnisse ” zu Managerinnen. :-)

    Wie heißt es im Buch der Genesis Altes Testament:

    Und der Herr wandte sein Antlitz ab und weinte bitterlich

    Wie wäre es z.B. wenn das Handelsblatt und die Wiworedaktion sich einmal das Unternehmen von Nicola Leibimger, Trumpf zum Vorbild nähmen:

    http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/portraet-nicola-leibinger-kammueller-die-madonna-aus-schwaben,10808230,16565914.html

    statt der innovationsschwachen Familienministerin hinterher zudackeln. :

    Wie war das noch mit BW:

    Wir können alles außer Hochdeutsch !!!

  16. Moritz Berger sagt:

    Nachtrag.

    “Deutschland ist immer noch Entwicklungsland in Sachen Twitter ”

    Ihr Zitat sollte um folgendes erweitert werden:

    Deutschland ist immer noch Entwicklungsland in Sachen Kinder

  17. MiuSuCo sagt:

    - wenn das mit dem “machen Sie doch Teilzeit” so einfach ginge, wenn Mann und Frau vielleicht auch noch Verantwortung im Job haben wollen – hier krankt es m.E. vor allem noch viel Wesentlicher. Lernt den Führungskräften, dass es auch mit weniger als 50 Stunden Führungsjobs geben kann – und man dann zufriedene Mitarbeiter hat. Doch bis unsere Wirtschaft so emanzipiert ist, werden wohl noch weitere 100 Jahre ins Land gehen. Genauso, wie die VERANTWORTUNG für Kinder noch lange nicht tatsächlich gefühlt und gelebt paritätisch ist. Und das wird auch nicht politisch gefördert… Da nutzt auch Quote (noch) nichts – das Denken in den Köpfen muss sich verändern.

  18. loenneberg sagt:

    Wo liegt Ihr Problem? Wer versort, betreut, erzieht Ihr Kind, wenn Sie und Ihre Frau jeweils 50 Wochenstunden arbeiten gehen?
    Da hilft Ihnen eine Krippe auch nicht wirklich weiter. Und wenn nach Ihrem Ermessen die Entscheider in der Politik ihre Zukunft bereits hinter sich haben, kann es mgl. weise daran liegen, das diese Herrschaften bereits Kinder haben und die Lebenswirklichkeit erleben durften. Es ist halt nicht alles machbar, auch wenn wir im Outsourcing- und Allesistmachbar-Zeitalter leben. Kinder benötigen viel Zeit der Zuwendung und die Geschichte von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist leider nur bedingt möglich. Wenn Sie ein Kind/Kinder wollen, ist das eine klare Entscheidung, die nichts mit der Familienpolitik zu tun haben sollte, denn die kann sich ja nach jeder Legislaturperiode ändern. Ich wünsche Ihnen die beste Entscheidung im Sinne Ihrer zukünftigen Kinder.

  19. Moritz Berger sagt:

    @Sebastian Matthes

    Wie sieht es eigentlich im Handelsblatt Verlag mit Teilzeit für Väter und Mütter aus?

    statt best practise worst practise :-)

  20. Ulrike Langmaak sagt:

    Vielen Dank, Sie haben mit dem Text den Punkt getroffen und mir sehr aus der Seele gesprochen. Familienpolitik wird oft von denen gemacht, die mit dem Thema (nicht mehr) viel zu tun haben.

  21. @Moritz Berger: Sieht gut aus.

  22. Moritz Berger sagt:

    @Sebastian Matthes

    schon wie bei Trumpf ??

    Und Roland Tichy geht einmal die Woche im Rahmen von social responsabilty in die HB Kita :-)

    Dennoch eine Artikel-Serie über best-practise Modelle à la Leibinger in der Wiwo würde sicherlich zu Veränderungen beitragen.

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