Für die meisten freien Designer, Autoren, Programmierer oder Bands ist es praktisch unmöglich, sich Geld über die Bank zu besorgen. Lange war das ein Problem. Doch heute macht das vielen nichts mehr aus. Sie finanzieren sich und ihre Ideen über das Internet, auf sogenannten Crowdfunding-Plattformen.
Die erste und wohl größte Plattform ihrer Art ist die US-Seite Kickstarter, auf der seit 2009 schon 50.000 Projekte ausgeschrieben waren – immerhin rund die Hälfte davon hat die Gemeinschaft finanziert. In Deutschland sind mit Startnext, Inkubato, mysherpas ähnliche Plattformen im Netz – allerdings sind die noch wesentlich kleiner als Kickstarter.
Das Prinzip Crowdfunding ist einfach: Der Schöpfer einer neuen Herren-Unterwäschemarke etwa stellt seine Idee und ein paar Entwürfe neuer Shorts ins Netz. Die Nutzer wiederum können ab 5 Dollar investieren. Stecken sie 15 Dollar in die neue Wäsche, erhalten sie ein Paar Shorts, sobald die Hosen genäht sind.
Dabei ist der Begriff “investieren” im Prinzip irreführend. Eine Gewinnbeteiligung ist nämlich meist nicht vorgesehen. In der Regel bekommen die Investoren das neue Produkt besonders früh oder vergünstigt oder in irgendeiner Sonderausfertigung – was vor allem für Fans von Marken, Spielen oder Bands interessant ist.
Der Vorteil für die Kretiven: Sie können ihre Kunden zudem schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt einbinden.
Mittlerweile haben Bands neue Alben, Filmemacher preisgekrönte Kurzfilme und Programmierer innovative Computerspiele finanzieren lassen. Und wie groß die Bewegung mittlerweile ist, zeigt meine Infografik der Woche, die wieder in Zusammenarbeit mit den Datenjournalisten von Statista entstanden ist:
Weitere Infografiken der Woche:
- Elektronischer Bücher-Boom
- Wie Ebay sich in eine Bank verwandelt
- Fernsehen? Nicht ohne mein Tablet
- Deutschland ist (noch) Entwicklungsland in Sachen Twitter
- Pinterest wächst in Deutschland um 2956 Prozent
- Traffic-Explosion im mobilen Web
- Wie Entwicklungsländer die mobile Revolution antreiben
- Was 100 Dollar in Technologiewerte bringen können – und was nicht
- Wie das iPad unser Verhalten verändert
- 2012 überflügelt Onlinewerbung Print
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