» 27.01.2012, 16:32

Jeff Jarvis über die Deutschen und den Datenschutz

Es war wieder einmal die blanke Hysterie. Facebook hat das Layout seiner Seite geändert, um Nutzern zu helfen, Fotos, Erlebnisse und Kurzkommentare übersichtlicher anzeigen zu lassen. Timeline nennt das soziale Netzwerk diese neue Funktion. Und die ist Grund genug für die Deutschen, sich mal wieder so richtig aufzuregen: “Höchst problematisch sei das” heißt es in Ilse Aigners Verbraucherschutzministerium. Nun könne der soziale Druck weiter steigen, Daten im Netz preis zu geben, glaubt der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar. Und “niemals zuvor hat es einen weiter reichenden Versuch gegeben, den gläsernen Menschen zu schaffen“, ereifert sich die Süddeutsche Zeitung – sogar auf Seite 1.

Woran liegt das eigentlich? Weshalb haben wir Deutschen ein so merkwürdiges Verhältnis zum Internet und der Privatssphäre, die angeblich durch das gefährliche Websdings in Gefahr sei?

Ich habe mich auf dem DLD mit Jeff Jarvis über diese Frage unterhalten, einem der bekanntesten Blogger der USA. Juff bloggt nicht nur, er ist auch Professor für Journalismus an der City University zu New York und berät Verlage in Europa und den USA.

In seinem lesenswerten neuen Buch “Public Parts”, das in den nächsten Monaten auch auf Deutsch erscheint, beschäftigt er sich mit dem Thema Privatsphäre vs. Öffentlichkeit. Zwar räumt er jedem das Recht auf Privatssphäre ein. Doch zugleich beweist er minutiös die Vorteile, die ein öffentliches Leben hat, ein Leben, das auf dem Austausch von Informationen basiert.

Und weil Jeff das merkwürdige Verhältnis der Deutschen zu ihren Daten ebenfalls umtreibt, hat er dem Thema in seinem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet.


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» 27.01.2012, 16:32

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