Mit dieser Begründung hatte keiner gerechnet: „Wir werden vor dem 21. Februar 2011 nicht streiken, weil wir die Skiweltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen nicht beeinträchtigen wollen.“ Das erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, heute gleich zu Beginn der Protestveranstaltung der GDL in Berlin vor rund 1 000 Lokomotivführern. Bis Ende dieser Woche wolle der GDL-Chef der Deutschen Bahn und der Gruppe der sechs großen Schienenpersonennahverkehrsunternehmen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, Keolis Deutschland, Veolia Verkehr und den Hessischen Landesbahnen (auch G6 genannt) eine letzte Chance geben, der GDL ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten.
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Die Betondiplomatie der Lokführer
Nach außen appelliert Claus Weselsky gerne an das soziale Gewissen der Unternehmen. Dem Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gehe es darum, Lohndumping im Schienenpersonenverkehr zu verhindern. Deshalb müsse ein Branchentarifvertrag die Mindeststandards für Löhne und Arbeitsbedingungen setzen. Offiziell erkärt er das Ziel allgemeingültiger Regelungen zum Mantra der Verhandlungen.

