HKX meldet ein erfolgreiches erstes halbe Jahr – wenngleich es technische Probleme gegeben hat. Der Wettbewerb im Fernverkehr kommt also in winzigen Schritten voran. Anderswo wurde die Liberalisierung auf der Schiene dafür leider erneut ausgebremst. Die Woche im Rückblick.
Bahn-Liberalisierung: Deutschlands Blockadehaltung schadet der Schiene
Hat Bahnchef Rüdiger Grube mit Rücktritt gedroht? Das behauptet Spiegel Online. Die Deutsche Bahn dementiert. Hintergrund ist der geplante EU-Entwurf zur Trennung von Netz und Transport. Wie auch immer: Die Liberalisierung der europäischen Eisenbahnmärkte verschiebt sich erneut. Das wird auch der Deutschen Bahn wehtun, denn das Unternehmen will vor allem in Europa wachsen. Aber wo genau, wenn die Liberalisierungsvorhaben in der EU blockiert werden? Kommentar
HKX übersteht die ersten sechs Monate
Kommende Woche wird der Hamburg-Köln-Express (HKX) ein halbes Jahr alt. Grund genug für eine erste Bilanz: Das Privatunternehmen fuhr mit anderen Zügen als geplant, kämpfte mit technischen Problemen, aber bewertet den Markteintritt als “Erfolg”. Nun wirbt HKX mit Niedripreisen: an sechs Tagen im Januar für 23 Euro je Fahrt.
Diskussion um Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage
Nach der Umfrage ist vor der Umfrage. Jeder zweite der rund 295.000 befragten Bahn-Mitarbeiter weltweit ist unzufrieden mit seinem Job. Jeder Zweite gehe daher nicht motiviert zur Arbeit, erklärt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Deutsche Bahn sieht das natürlich anders und spricht von einer “verhalten positiven Grundstimmung”. Zwei Drittel seien Stolz, für die Bahn zu arbeiten. Mehr hier und hier.
NBE Regio zieht vor Bundesverfassungsgericht
Der Verkehrsvertrag hat einen Wert von 1,3 Milliarden Euro und das Land Sachsen-Anhalt hat ihn an DB Regio vergeben. Weil dies ohne Ausschreibung geschah, hat der kleine Wettbewerber NBE Regio nun Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Zugleich haben mehrere Parteien, unter anderem die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt, Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt.
Immer wieder Wolfsburg
Die niedersächsische Stadt dürfte bald in die Bahn-Chronik eingehen. Dieses Mal fuhr zwar kein ICE aus Versehen am Bahnhof vorbei, aber ein Fahrgast bedrohte einen Schaffner mit einer Waffe. Der Bahn-Mitarbeiter wollte den Mann eigentlich kontrollieren, doch weil der kein Ticket dabei hatte, zückte er die Waffe. Im Wolfsburger Bahnhof wurde er von der Polizei überwältigt. Mehr hier.
Mein persönlicher Wochenrückblick – jeden Freitag. Den letzten Rückblick gibt es hier.










