» 14.12.2012, 13:23

Was die Bahn bewegte: Rückblick auf die Woche 50

Stuttgart 21 wird für die Deutsche Bahn eine teure Investition. Auch die Ankündigung der Deutschen Post, in den Fernbuslinienmarkt einzusteigen, dürfte dem Unternehmen kaum gefallen.

S21: Tiefbahnhof wird teurer 

Der umstrittene Tiefbahnhof in Stuttgart wird teurer. Statt 4,5 Milliarden Euro rechnet die Deutsche Bahn nun mit 5,6 Milliarden Euro. Die Mehrkosten von 1,1 Milliarden Euro will die Bahn selbst übernehmen. Über weitere Risiken, die das Budget weiter in die Höhe treiben könnten, wolle die Bahn aber mit Partnern diskutieren. Bund, Land und Stadt lehnen das ab. Die Glaubwürdigkeit hat der Vorstand der Bahn ohnehin schon verloren.

Post plant Einstieg in den Fernbuslinienmarkt

Huch, was ist das denn für eine Meldung? Tatsächlich planen Deutsche Post und  ADAC den Einstieg in den Fernbuslinienmarkt. „Die Zeit ist reif für eine preisgünstige, sichere und komfortable Mobilitätsalternative”, sagte Jürgen Gerdes, Brief-Vorstand bei der Deutschen Post. Ab 2014 könne es losgehen. Manager prüfen die Marktchancen. Mehr hier.

Bahn will Gewinn kräftig steigern

Interne Pläne der Deutsche Bahn zeigen: Der Konzern will seinen Gewinn bis 2017 kräftig steigern. Dazu sollen auch die Netzentgelte beitragen. Gerade das dürfte jedoch Kritik provozieren, schreibt das Handelsblatt.

Sitzplatzreservierung im Zug

Für Fluggesellschaften ist das ein alter Hut, für die Eisenbahn eine Errungenschaft. Ab sofort können Fahrgäste beim Fahrkartenkauf ihren Sitzplatz konkret auswählen. Leider funktioniert das nicht für den Intercity und auch nicht für jeden ICE. Auch die Fahrtrichtung ist nur bei jedem zweiten Zug erkennbar. Da haben es die Airlines natürlich auch einfacher. Mehr Infos hier.

Tiefseehafen Wilhelmshaven besser angebunden

Der Bund feiert den zweigleisigen Ausbau der Schienenstrecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven. 210 Millionen Euro hat der Spaß gekostet. Für den neuen Tiefseehafen ist die Hinterlandanbindung eine wichtige Stütze im Wettbewerb mit den Häfen Rotterdam, Antwerpen und Hamburg. Gleichwohl fehlt weiterhin die Elektrifizierung der Strecke.

Bahn verklagt ThyssenKrupp

Auf rund 750 Millionen Euro beziffert die Deutsche Bahn ihren Schaden wegen des Schienenkartells inzwischen. Stahlfirmen wie ThyssenKrupp, Voestalpine und Stahlberg Ronesch hatten offenbar jahrelang Preise für Gleise abgesprochen. Laut “Manager Magazin” will die Deutsche Bahn die Stahlkonzerne noch vor Weihnachten verklagen. Mehr Infos hier.

Grube bleibt bis 2017

Vergangene Woche wurde darüber spekuliert, nun ist es offiziell. Rüdiger Grube bleibt bis Dezember 2017 Chef der Deutschen Bahn. Die Zahlen sehen auch gar nicht so schlecht aus. Ein erneuter Rekordgewinn scheint realistisch.

Bahn sicherer als Auto und Bus

Die Allianz pro Schiene trommelt weiter für das Verkehrsmittel Bahn. Die Bahn sei das sicherste Verkehrsmittel, so eine aktuelle Studie. Überraschend ist das natürlich nicht. Dennoch können Statistikfreunde jetzt mit konkreten Zahlen arbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, mit der Bahn tödlich zu verunglücken, ist 55-mal geringer als beim Auto und 4-mal geringer als beim Bus. Mehr Infos hier.

Mein persönlicher Wochenrückblick – jeden Freitag. Den letzten Rückblick gibt es hier.

» 14.12.2012, 13:23

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