Die Deutsche Bahn sagt ihren Feinden den Kampf an: dem Winter, der Korruption und vielleicht bald auch dem Flughafen Berlin.
Der Winter darf kalt werden
Die Deutsche Bahn gibt sich selbstbewusst. Für den kommenden Winter sei das Unternehmen gut gerüstet. Mehr Abtauanlagen, mehr Schneeräumfahrzeuge und mehr Personal sollen ein Kältechaos verhindern. Investiert hat die Bahn auch in besondere Weichenabdeckungen. Sie sollen verhindern, dass Eisbrocken die Weichen blockieren. Im Winter 2010/11 war das ein großes Problem. Mehr Infos hier.
Wird auch die Bahn den Berliner Flughafen verklagen?
Air Berlin klagt, die Deutsche Bahn zögert noch. Grund genug für eine Klage hätte die Bahn aber auf jeden Fall. Die verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens in Schönefeld hat sie bis Ende Oktober etwa 34 Millionen Euro gekostet. Jeden Monat kämen zwei Millionen Euro hinzu. Mehr Infos hier.
Deutsche Bahn wird noch ein bisschen grüner
E.ON wird die Deutsche Bahn ab 2015 jährlich mit rund 600 Millionen Kilowattstunden Ökostrom versorgen. Die Stromlieferung entspricht einem Anteil von fünf Prozent am Bahnstrom-Mix. Der Anteil erneuerbarer Energien steigt ab 2015 auf mehr als 26 Prozent. Der grüne Strom kommt aus den E.ON-Wasserkraftwerken an Main, Donau, Lech, Isar und Inn.
Einkauf ohne Korruption
Die Deutsche Bahn hat 2007 eine neue Ära ihrer Einkaufspolitik eingeläutet: neue Strukturen, mehr Transparenz, klare Ergebnis- und Kostenverantwortung. Mit dem Jahr 2012 gilt der Prozess als abgeschlossen. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik zeichnete den Konzern dafür nun mit dem Innovationspreis aus. Sicher hofft die Deutsche Bahn damit auch, Kartellen schneller auf die Spur kommen zu können. Mehr Infos hier.
DB Arriva sucht Busfahrer in Budapest
Dass DB Arriva die Wachstumsabteilung der Deutschen Bahn ist, hat sich inzwischen rumgesprochen. Nun verzeichnet die Sparte einen Erfolg in der ungarischen Hauptstadt. Ab 2013 betreibt ein Joint Venture mit Beteiligung der Deutschen Bahn acht Jahre lang eine Busflotte in Budapest. Auftragsvolumen 29 Millionen Euo pro Jahr.
Bombardier schwächelt
Der Luftfahrt- und Bahnkonzern Bombardier will weltweit 1200 Stellen streichen und bekräftigte zugleich die geplante Schließung des Bombardier-Werks in Aachen. Diese Werksschließung, von der etwa 600 Mitarbeiter betroffen sind, war Mitte Oktober bekannt geworden. Die dort wegfallenden Jobs sind laut Bombardier in der Gesamtzahl von 1200 enthalten.
Alstom mit starkem Transportgeschäft
Frankreichs Transport- und Energieausrüster Alstom hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 9,7 Milliarden Euro gesteigert.Wachstumstreiber war das Transportgeschäft, vor allem in Nordeuropa und Deutschland. Zur Klage von Siemens gegen die Stadt Lille sagte Alstom-Boss Patrick Kron: “Vielleicht sollten sie sich an die Prinzipien halten, die sie uns gepredigt haben, als es um die Züge für den Eurostar ging: Der Auftraggeber entscheidet.”
Neue Züge-App für Echtzeitverfolgung
Reisende können ihren ICE und Regionalexpress bald in Echtzeit auf dem PC, Smartphone oder Tablet verfolgen. die Deutsche Bahn hat eine Plattform für die grafische Anzeige entwickelt. Der Marktstart könnte schon Anfang 2013 gelingen. Mehr Infos im Blog
Testkunden fahren kostenlos
Bahnkunden zwischen Dresden-Zwickau und Halle-Erfurt können im Dezember kostenlos Bahnfahren – wenn sie anschließend den Service und die Qualität bewerten. DB Regio Südost will besser werden. 800 Tickets stehen zur Verfügung. Mehr Infos hier.
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