» 02.07.2012, 12:00

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Neuer Wettbewerber HKX: Mit Notfallplan gegen die Deutsche Bahn

Lange wurde der Start angekündigt, nun ist es Ende Juli so weit. Die private Bahngesellschaft Hamburg-Köln-Express (HKX) will ab 23. Juli ihren Betrieb aufnehmen und täglich die beiden Städte Hamburg und Köln verbinden. Das einfache Ticket gibt es ab 20 Euro. Maximal soll es 60 Euro kosten. Als Haltestellen sind Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Münster geplant.

Die Deutsche Bahn bekommt damit endlich Wettbewerb auf einer der meist befahrenen Fernverkehrsstrecken. Das preiswerteste Ticket im Intercity der DB kostet 41,50 für Bahncard50-Nutzer. Ohne Vielfahrer-Rabatt kostet es das Doppelte, sprich: 83 Euro.Wer einen Umstieg in Hannover in Kauf nimmt, fährt für 92 Euro, kann aber im modernen ICE reisen.

Der mit viel Spannung erwartete Start des HKX zeigt aber gleichzeitig auch die Tücken im Fernverkehr. Noch immer gehören der Deutschen Bahn 99 Prozent des Marktes. Nur der Interconnex des französischen Bahnunternehmens Veolia befördert rund 400.000 Fahrgäste pro Jahr zwischen Leipzig, Berlin und Rostock – mit finanziell überschaubarem Erfolg. Im Herbst will auch der Sonderzugbetreiber MSM aus Köln in den Personenfernverkehr einsteigen und die Städte Köln, Hamburg und Berlin über den Umsteigebahnhof Hannover verbinden.

Doch Wettbewerber tun sich schwer, wie das Beispiel HKX zeigt. Eigentlich wollte das junge Unternehmen, das von einem US-Unternehmen finanziert wird, ausgemusterte Züge der Österrichischen Bundesbahnen (ÖBB) einsetzen, die in Polen umgerüstet und modernisiert wurden. Doch die Zulassung der Züge steht noch aus. Und das, obwohl die Züge zu ÖBB-Zeiten schon einmal auf deustchen Gleisen fahren durften – doch offenbar lag die Zulassung nicht für den Dauerbetrieb vor. Die bürokratischen Hürden im Schienenverkehr sind manchmal größer als in der Luftfahrt.

HKX-Chefin Eva Kreienkamp setzt nun auf einen Notfallplan: Sie mietet für die ersten Wochen Rheingold-Waggons aus den Siebzigerjahren. Die früheren Luxuszüge der Deutschen Bundesbahn bezieht HKX von der Vogtlandbahn, einer Tochter der italienischen Staatsbahn. Die Wagen sind eigentlich nur noch im Sonderverkehr unterwegs. Die Betriebsführung übernimmt Interconnex-Betreiber Veolia für HKX.

Auch Probleme bei der Finanzierung setzen den jungen Bahnunternehmen zu. “Eigentlich müsste man gleichzeitig Geld, Trassen und Fahrzeuge haben”, sagte Kreienkamp dem “Handelblatt”. Praktisch sei das gar nicht möglich. Die “Financial Times Deutschland” berichtet gar davon, dass HKX für seine inoffizielle Jungfernfahrt am 14. Juli von den geladenen “Geschäftspartnern, Familienangehörigen und Freunden” einen “Unkostenbeitrag” für “Getränke und Snacks” in Höhe von fünf Euro verlangt. Es scheint, als könne HKX jeden Euro gebrauchen. HKX begründet diesen Schritt damit, dass die Buchungsmaschine im Internet so besser getestet werden könne.

 

» 02.07.2012, 12:00

    4 Kommentare zu “Neuer Wettbewerber HKX: Mit Notfallplan gegen die Deutsche Bahn”


  1. Hans Auberle sagt:

    Hallo Aufwachen lieber Spamer!! Die CDU ist in BaWü schon seit über einem Jahr nicht mehr in der Regierung, es wird Dich keiner mehr zusammenknüppeln, alles wird gut. Auch mit einem neuen Bahnhof.

  2. Werner Pietsch sagt:

    Und ich dachte schon, die Wahnsinnigen in Stuttgart wären wieder auf den Pfad der Erkenntnis zurückgekehrt …

    Sinnlose und deplazierte Amokkommentare auf unterirdischem Sprachniveau. Aber was erwartet man auch von Leuten, die sich in einem Anflug von schwäbischen Größenwahn auf eine Stufe mit Leuten stellen, die für Kampf um Demokratie um ihr Leben fürchten müssen (“Wir sind das Volk”, “Tunis, Kairo, Stuttgart”) – und die zwar angeblich für Demokratie kämpfen, aber sämtliche demokratischen Spielregeln mit Füssen treten, weil sie nach 15 Jahren aufgewacht sind, als der erste Bagger vor der Tür stand.

    Armes Stuttgart.

  3. Werner Pietsch sagt:

    Mal abgesehen davon, dass diese Wahnsinnigen auch noch zu feige sind, zu Ihren niveaulosen Spam-Kommentaren zu stehen – und stattdessen ihre Beschimpfungen anonym raushauen.

    Sagt eigentlich auch alles. Danke auch an Hans Auberle. Aber mit Wahnsinnigen und religiös Verblendeten kann man einfach nicht vernünftig reden.

  4. Gott sagt:

    Endlich gibt es Konkurrenz. Danket dem Herren, also mir!