» 02.08.2011, 14:57

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HKX: Wettbewerber greift Deutsche Bahn mit extra viel Beinfreiheit an

Bald soll es losgehen. Drei Mal täglich will das Unternehmen Hamburg-Köln-Express (HKX) auf der Strecke von der Elbe an den Rhein gegen die Deutsche Bahn antreten. Jeweils morgens, mittags und nachmittags startet der Angreifer in Hamburg und in Gegenrichtung ab Köln. Das Monopol der Deutschen Bahn, die auf der Direktverbindung meist alte und herunter gekommene Intercity-Züge einsetzt, wird damit gebrochen.

HKX sorgt schon nun vor Marktstart für Aufmerksamkeit. Mit einem Zwei-Klassen-Konzept will das Unternehmen mit Sitz in Köln enttäuschte Bahnreisende vom Monopolisten weglocken, heißt es inzwischen offiziell. Die Preise sollen voraussichtlich unterhalb der Bahncard-50-Schwelle liegen. Zudem überzeugt HKX in der zweiten Klasse mit nur drei Plätzen pro Sitzreihenur drei Sitzen in einer Reihe. Fahrgäste haben somit deutlich mehr Beinfreiheit, den sie bei der Deutschen Bahn nur in der ersten Klassen genießen können.

Auffällig ist auch das Design, das HKX vor wenigen Tagen veröffentlichte. Die Sitze in der zweiten Klasse bleiben schlicht mit grauem Grundton, die Rücklehnen werden mit lila und roten Querstreifen aufgefrischt. Das Innendesign ähnelt so französischem und belgischem Ambiente, gleichzeitig wirkt es jung und aufgeräumt. HKX setzt sich auch beim Außendesign Außendesign in dunklem Pflaumenton von dem Weiß-rot der Deutschen Bahn ab.

Die Deutsche Bahn wird den Newcomer zu spüren bekommen, denn die Fahrtzeiten liegen sowohl bei der DB als auch bei HKX in etwa bei vier Stunden. Der HKX bietet in der ersten Klasse zudem ein Gratis-Essen an. Unklar ist bislang aber, wann HKX nun defintiv an den Start geht. Ursprünglich war von September 2011 die Rede. Derzeit heißt es offiziell: “Betriebsstart voraussichtlich noch in diesem Jahr.”

» 02.08.2011, 14:57

    12 Kommentare zu “HKX: Wettbewerber greift Deutsche Bahn mit extra viel Beinfreiheit an”


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  2. Alex sagt:

    Mehr Beinfreiheit bei Bestuhlung 2+1? Sitzt man da seitwärts?

  3. Tubaman sagt:

    Das mit der Beinfreiheit geht klar:
    Dadurch, daß es weniger Sitzplätze gibt, ist die Beinfreiheit für die, die insbesondere am Wochenende in den überfüllten Zügen stehen müssen, größer!

  4. Rock & Roll auf Schienen

    Gute Nachrichten aus Köln: HKX möchte noch in diesem Jahr die Verkehre zwischen Hamburg und Köln aufnehmen. Das neue Angebot des Hamburg-Köln-Express könnte ein wichtiger Schritt zur Aufweichung der Monopolstellung der Deutschen Bahn sein.

    Indes greift der weiß-rote Monopolist, der in den vergangenen Jahren vor allem mit Pleiten, Pech und Pannen Schlagzeilen gemacht hat, nicht etwa zu Maßnahmen der Produkt- und Serviceverbesserung, sondern versucht wieder mit schmutzigen Tricks, dem Wettbewerb das Leben schwer zu machen.
    So sollte HKX um 135 Prozent höhere Preise für Bahnhofsaufenthalte zahlen, als bisher üblich. Dagegen hat HKX eine Diskriminierungsbeschwerde eingereicht.
    Mit Erfolg: Die Bundesnetzagentur hat verfügt, dass die Preise nur um 18 Prozent steigen dürfen – so wie das auch für Züge der DB geplant ist.

    Aber das war sicherlich nicht der letzte unlautere “Angriff” der Mannschaft um Dr. Grube.

    Deshalb: Ich wünsche dem Team um HKX-Chef Derek Ladewig Glück, Ausdauer und gute Nerven – und werde in Zukunft meine Reisen bevorzugt an Bord der Wettbewerber der DB machen.

  5. Christian sagt:

    Hallo Herr Kroll,
    Herr Derek Ladewig, der Gründer und Ideenvater des HKX, hat schon längst das Handtuch geschmissen und das Unternehmen verlassen! Nachdem der Start nun schon mehrfach verschoben wurde, habe ich ernsthafte Zweifel, ob dieser Zug überhaupt jemals fahren wird. Und selbst wenn, kann ich mir einen Erfolg dieses Konzeptes nicht vorstellen. Die DB bietet 2x die Stunde eine Verbindung von Hamburg nach Köln an, einmal direkt per IC und einmal mit Umstieg in Hannover per ICE. Beide Verbindungen sind ab 29,- Euro nutzbar. Sicherlich sind die Züge gut ausgelastet, aber davon lebt die DB auch. Ich persönlich wüsste derzeit nicht, wieso jemand den HKX nutzen sollte, zumal man dann in Hamburg und Köln noch jeweils ein Anschlussticket kaufen muss (bei DB inklusive).
    PS: Diese Preiserhöhungen um 135 % betrafen auch den IC der DB.

  6. @ Christian: Kann Ihnen nur zustimmen. Das Angebot der DB auf der Strecke ist OK, außerdem kommen bald die neuen Doppelstock- und ICx-Züge, die die InterCity-Garnituren ablösen werden. HKX setzt ja altes ÖBB-Material ein; insofern dürfte der Wettbewerber bald der sein, der hinterherhinkt…

    Ich persönlich fahre die Strecke häufiger, das geht mit der DB ausgezeichnet – und wo genau Herrn Krolls Probleme mit der DB auf der Strecke bleiben können, verstehe ich nicht. Das ganze führt nur zur Kannibalisierung des Verkehrs, zu chaotischen und unflaxiblen Tarifsystemen und zu einer Aufweichung der Beschäftigungsbedingungen sowie des gesamten Systems Schiene.

  7. Werter Christian,
    werter Stephan Engels,

    ich danke Ihnen für das schnelle und vehemente Feedback, das nur das allerbeste Licht au die Deutsche Bahn wirft.

    Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich die Deutsche Bahn anders erlebe als Sie.
    Das mag an meinem Wohnort liegen, zu einem Teil sicherlich auch an meinem Bezug zu dem Monopolisten, und nicht zuletzt meine persönlichen Erfahrungen spielen dabei vermutlich eine größere Rolle.

    Ich lebe in Berlin. Und ich bin schwerbehindert. Und ich bin auf die Bahn als zentrales Verkehrsmittel angewiesen. Vor diesem Hintergrund freue ich mich auf und über jede Konkurrenz, die möglicherweise dazu beiträgt, dass die Bahn wegkommt von selbstzentrierter Ausrichtung rein ertragsorientierte und operative Strategien und sich an Kunden orientiert. Ein ernst zu nehmendes Verständnis für Service an Kunden scheint der Deutschen Bahn nach wie vor fremd zu sein.

    Das Bundesverkehrsministerium leistet seinen Beitrag dazu, dass die Hürden, die potenzielle Wettbewerber vorfinden, ohnehin kaum überwindbar sind.
    Da, wo es den Wettbewerbern gelungen ist, ihre Räder auf die bundesdeutschen Schienen zu bringen, haben sich – allen Unkenrufen zum Trotz – nach meiner Einschätzung die Angebote und der Service deutlich verbessert.

    Lassen Sie mich abschließend noch einmal auf das Serviceverständnis der Deutschen Bahn zurückkommen:
    Gestern hat die DB verkündet, dass sie rund 700 Stellen bis 2016 in deutschen Reisezentren abbauen wird.
    Die Begründung, dass die Umsätze über elektronische Verkaufskanäle zugenommen haben und weiter zunehmen werden, geht in keiner Weise darauf ein, dass die Verkaufsstellen aktuell überwiegend überlastet sind – und Menschen, die Beratung und Unterstützung benötigen – aufs Abstellgleis geschoben werden.

  8. Sabine Wichtes sagt:

    Ich freue mich sehr auf den HKX, weil es dadurch endlich wieder mehr direkte Verbindungen von Köln Hbf nach Hamburg Altona geben wird, da ich dann endlich nicht mehr in HH Hbf oder HH Dammtor in die S-Bahn Richtung Altona umsteigen muss.

  9. regiotramuli sagt:

    Frage,
    Wann ist denn entlich mal die HKX-Einweihung ???
    Wir warten schon ungeduldig drauf.
    Wenn es noch lange dauern soll, ob die neuen Züge wenigstens auf der http://www.hkx.de – Homepage vorgeführt werden könnten ?

    Danke

    Regiotramuli

  10. torben sagt:

    Also, wenn man etwas ankündigt, dann sollte man auch liefern… kommt da noch was von HKX?

  11. H.-H. Otto sagt:

    Habe bei HKX angefragt-da schwerbehindert +Begleitung +Wertmarke
    Behinderter muss normal zahlen trotz Wertmarke-nur Begleitung ist frei
    im GGs. zu $13 der Beförderungsbedingungen von HKX.Dann nehme ich doch sofort den ICE der DB FÜR 29:-€ der fährt 2x pro Std. Begründung
    der HKX wir sind dem IC gleichgestellt.So mit werden Behinderte mit Wertmarke ausgegrenzt Der METRONOM der über ein viel viel größeres Netz verfügt befördert alle BH mit WM frei! Mal sehen,wie lange HKX am Markt bleibt,ich jedenfalls werde HKX nicht nutzen Außerdem können Rollifahrer die Waggons der ÖBB nicht nutzen.
    HKX sollte Mal die Behindertenrichtlinien umsetzen!!

  12. Andreas sagt:

    HKX Absolut Behindertenfeindlich und Diskriminierend!
    In ihren Geschäftsbedingungen beruft sich das HKX Unternehmen zwar auf den §§145SGB, jedoch ist nur die Beförderung einer Begleitperson kostenlos! Wie doof ist das denn? Der Behinderte muss zahlen, die Begleitperson fährt kostenlos? Ich habe bei HKX angerufen, und so wurde mir das gesagt. Armes Deutschland!