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	<description>Was die Amerikaner eint, erregt und entzweit.</description>
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		<title>Bike Sharing in New York &#8211; ein Albtraum schon vor dem Start</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 20:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bike Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Brooklyn]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Was sind das nur für komische graue Kästen? Der Hund meines Nachbarn John kann gar nicht genug schnuppern an diesen Dingern – und er belässt es auch nicht beim Schnuppern, sondern muss seine persönliche Note an dem einen oder anderen grauen Kasten lassen. Muss der Wuffi ausgerechnet dahin sein Geschäft machen? John grinst hämisch, als [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was sind das nur für komische graue Kästen? Der Hund meines Nachbarn John kann gar nicht genug schnuppern an diesen Dingern – und er belässt es auch nicht beim Schnuppern, sondern muss seine persönliche Note an dem einen oder anderen grauen Kasten lassen. Muss der Wuffi ausgerechnet dahin sein Geschäft machen?</p>
<p><span id="more-555"></span></p>
<p>John grinst hämisch, als er meinen kritischen Blick sieht und lobt Kleffi: good job, good job, ruft er lauthals. John findet nämlich diese Dinger, die Fahrradständer für das neue Bike-Sharing-Angebot in New York City, <a href="http://www.salon.com/2013/05/14/outrage_over_bike_racks_in_nyc_bike_sharing_program/">unmöglich, hässlich,</a> unnötig. Sie sind für ihn und viele andere <a href="http://www.onearth.org/blog/overinflated-why-the-nyc-bike-share-backlash-is-a-good-thing">New Yorker </a>ein Schandfleck in unserer schönen Stadt. Vor ein paar Wochen hat John doch in unserer Straße in Brooklyn Heights tatsächlich einen Tisch aufgestellt, mehrere Blöcke draufgelegt und bei den vorbeigehenden Nachbarn um eine Unterschrift gebeten – gegen das Bike Sharing. Mein Gott, dachte ich, die Amis sind ja noch schlimmer als wir Deutsche – irgendeine Truppe hat immer was zu Meckern.</p>
<p><strong>Klagen gegen Fahrradwege </strong></p>
<p>Die New Yorker und Fahrräder – das ist so eine ganz besondere Beziehung. Klar, geben sich alle New Yorker gern hip und grün, alle wollen umweltfreundlich sein. Wer will nicht ein grüneres New York, mit weniger Dreck und besserer Luft. Aber nur im Prinzip oder besser – nur abstrakt und nicht konkret.</p>
<p>Klagen hat’s gegeben in Brooklyn gegen die Einrichtung von Fahrradwegen. Die würden Platz für die Autos nehmen, die teilweise sehr engen Straßen noch enger machen und außerdem nähme die Gefahr im Straßenverkehr noch zu.</p>
<p><strong>Rote Ampeln? Nicht für Fahrradfahrer!</strong></p>
<p>Das stimmt wohl – denn zum einen fahren die New Yorker Autofahrer so, als hätten sie noch nie in ihrem Leben einen Fahrradfahrer gesehen, andererseits kurven die Fahrradfahrer durch die Stadt, als gäbe es für sie überhaupt keine Regeln – rote Ampeln sind für die meisten Zweiradfahrer praktisch nicht existent. Sie rasen die hügeligen Straßen auf und ab, umrunden in hektischen last-minute-Ausweichmanövern die riesengroßen Löcher im Pflaster, so dass es einem schon beim Hingucken ganz schwindelig wird.</p>
<p><strong>It’s New York, you’d have to be crazy or a messenger to ride a bike</strong></p>
<p>Die wildesten Raser sind die Take-away-Radler mit elektrischem Antrieb. Die zischen mit einem gefühlten Affentempo lautlos durch die Stadt, um so schnell wie möglich Pizza, Pasta, Shushi und chinesische Nudeln zu den immer hungrigen New Yorkern zu bringen – rund um die Uhr.</p>
<p>Jetzt auch noch Bike Sharing? Zehntausende von zusätzlichen Drahteseln in Manhattan? Nutzen werden die nicht nur New Yorker, sondern wahrscheinlich auch viele Touristen, die sich nicht auskennen und vor lauter Gucken auf den Stadtplan den Verkehr nicht beachten und damit BEHINDERN! Was das bedeutet? Noch mehr Stau, noch mehr angry-cab-driver – und damit höchstwahrscheinlich mehr Unfälle, beschweren sich die Gegner des Projektes. Wie heißt es hier: It’s New York, you’d have to be crazy,  or a messenger to ride a bike.</p>
<p>Dann gibt’s in New York immer irgendwelche Anti-Kommerzler. Die finden es unmöglich, dass ein Projekt der Stadt so viel Platz für die Werbung einer großen Bank zur Verfügung stellt. Nun das ganze nennt sich <a href="http://citibikenyc.com/">Citi Bike </a>und das steht auch auf jedem der blauen Drahtesel – denn die Citi Bank  sponsort das Bike-Sharing.</p>
<p><a href="http://www.nyc.gov/html/dot/html/bicyclists/bicyclists.shtml">Am Montag, den 27. Mai</a>, soll das ganze starten – das ist hier ein Feiertag. Der Tag ist gut gewählt, denn da sind viele New Yorker ins lange Wochenende abgerauscht, der übliche Stau in der Rushhour fällt in Manhattan also hoffentlich aus.</p>
<p><b>Nester für Nagetiere</b></p>
<p>Schon 10.000 New Yorker haben sich online für ein Jahresabo von 95 Dollar für das Bike Sharing angemeldet. Die Stadtoberen haben 330 Fahrradstationen errichtet – teilweise auf der Straße, teilweise auf dem Bürgersteig. Zu Beginn wird es rund 6000 Räder geben. Ich finde die Ausleihe-Praxis ungünstig. Nur 45 Minuten darf man mit dem geliehenen Fahrrad fahren, dann muss man es wieder an irgendeiner Bikestation abgeben, wenn man nicht gehörig mehr zahlen will. Für einen längeren Ausflug also wird es teuer.</p>
<p>Ich bin ja mal gespannt, wie das ganze ausgeht. In einer Stadt, wo die Ratten die Oberhand haben und praktisch überall rumwuseln, wird es keine paar Wochen dauern, bis vor allem die fetten Nagetiere hier die Fahrradkioske als wunderbare Höhlen und Nester für die überall herumliegenden Pizza- und Pommesreste entdeckt haben. Aber, das ist jetzt wieder typisch deutsche Schwarzmalerei.</p>
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		<title>Was New Yorker Polizisten so machen: Rumfahren und Doughnuts futtern</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 23:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[NYPD]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stop and frisk]]></category>

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		<description><![CDATA[Die New Yorker lassen bekanntlich kein gutes Haar an ihrer Polizei.  Besonders verhasst sind bei vielen die „Stop-and-frisk“-Methoden der NYPD. Stop and frisk, das heißt so viel wie anhalten und durchsuchen. Stehenbleiben, Papiere zeigen, Rucksack oder Tasche durchsuchen, so läuft das ungefähr ab – meist eher unfreundlich und genervt – und vor allem ohne Grund. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die New Yorker lassen bekanntlich kein gutes Haar an ihrer Polizei.  Besonders verhasst sind bei vielen die „Stop-and-frisk“-Methoden der NYPD. Stop and frisk, das heißt so viel wie anhalten und durchsuchen. Stehenbleiben, Papiere zeigen, Rucksack oder Tasche durchsuchen, so läuft das ungefähr ab – meist eher unfreundlich und genervt – und vor allem ohne Grund. Herausgepickt werden auch meist solche, die den Blauuniformierten irgendwie auffallen oder nicht gefallen – und das, so die Kritik, sind meist Farbige und Latinos.</p>
<p><span id="more-538"></span></p>
<p>Tja, und jetzt malen ausgerechnet <a href="http://www.nytimes.com/2013/04/30/nyregion/to-defend-police-city-cites-officers-laziness.html?pagewanted=all">die Polizeichefs</a> selbst ein sehr unschönes Bild ihrer cops. Viele einfache Polizisten seien Querulanten, die so wenig wie möglich arbeiteten, offenbarten die Chefs in einem Verfahren. Wenn sie keine Überstunden bezahlt bekämen, schrieben viele auch keine Mahnschreiben. Ja, so die Kritik der Polizeichefs, einige officer glaubten gar, sie würden dafür bezahlt, im Polizeiauto durch Manhattan zu kurven und doughnuts zu futtern. Vielfach wären sie zu faul überhaupt aus ihrem Polizeiauto zu klettern – berichtet Joseph Esposito, ein hochrangiger Polizei-Chef,  der im vergangenen Monat in Rente gegangen ist.</p>
<p>Wie das im Alltag tatsächlich so abläuft, durfte ich am vergangenen Wochenende erleben. Abends gegen 23 Uhr auf der Houston Street, Ecke Bowery. Zwei junge Typen im schicken Anzug liegen mitten auf der Straße und schlagen aufeinander ein. Einer gewinnt die Oberhand und schlägt dem Untenliegenden immer wieder mit der geballten Faust ins Gesicht. Die Autos fahren um die beiden herum. Keines hält an.</p>
<p><strong>Blutüberströmt liegt einer auf der Straße &#8211; die Polizistin macht nichts </strong></p>
<p>Offensichtlich zwei Freundinnen der beiden stehen auf dem Bürgersteig und schreien auf die Typen ein, doch endlich aufzuhören. Ha, ein Polizeiauto kommt – Verkehrspolizei. Die Polizistin auf der Fahrerseite steigt aus – seelenruhig spricht sie in ihr Handy und läuft gemächlich auf die beiden zu. Der eine Typ schlägt weiter auf den anderen ein. Eine Freundin läuft auf die Straße und schreit erneut auf den Schläger ein. Der hört auf, rollt sich von dem anderen, taumelt auf den Bürgersteig. Der andere liegt blutüberströmt mitten auf der Straße. Die Polizistin: macht nichts!</p>
<p>Dann steigt die zweite Polizistin aus dem Polizeiauto – die auf der Beifahrerseite. Sie kommt kaum aus dem Auto raus, so rund ist sie. Ja, sie kann tatsächlich vor Übergewicht  kaum laufen. Und nein, ich übertreibe nicht. Leider ist es zu dunkel, um mit meinem Handy ein Foto zu machen.</p>
<p>Mittlerweile ist die Gruppe der Schaulustigen größer geworden. Der Schläger reibt sich seine Faust, läuft auf dem Bürgersteig auf und ab. Die Polizistinnen machen weder Anstalten, dem blutenden Typen auf der Straße zu helfen, noch nehmen sie die Personalien des Schlägers auf. Der macht sich vom Acker – schwupps, weg ist er im Gewimmel der Nacht in Manhattan.</p>
<p>Der andere Typ quält sich kriechend an den Straßenrand, wo er sich sein Gesicht hält. Endlich kommt die richtige Polizei. Hilft sie dem armen Typen, leistet einer erste Hilfe, holt einer einen Verbandskasten raus? Nix da. Wieder steigen zwei Frauen gemächlich aus ihrem Polizeiauto aus.  Die eine checkt den Straßennamen und kritzelt irgendetwas in ihr Notizbuch. Beide Polizistinnen stehen herum und reden mit dem Geschlagenen. Mehr geschieht nicht. Sie steigen in ihr Polizeiauto und fahren davon.</p>
<p>Rund 15.000 Polizisten gehen täglich in New York auf Streife. Bezahlt werden sie nicht gut: knapp 2000 Dollar verdienen die Cops im Monat. Nach zwanzig Jahren im Dienst müssen sie in Rente gehen. Dann sind sie um die 40 und müssen sich zusätzlich zu der mickrigen Rente mit Nebenjobs durchs Leben schlagen.</p>
<p>Tja, mit den Polizisten hier ist es wie mit den Lehrern – alle kritisieren sie und schlagen über das schlechte Bildungssystem in den Schulen und die faulen und unfähigen Polizisten  die Hände über den Kopf zusammen. Eine bessere Qualifikation und eine bessere Bezahlung wären mal Alternativen für beide Berufsgruppen – doch Geld ausgeben will dafür keiner.</p>
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		<title>Glimmstängel-Krieg in New York</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 16:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Bloomberg]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Bloomberg kann&#8217;s nicht lassen. Nachdem der Bürgermeister von New York City jüngst seine Schlacht um das Verbot von zu großen Limonadenbechern in Big Apple verloren hat, holt er die nächste Verbotskeule heraus. Diesmal geht&#8217;s gegen Glimmstängel. Den Krieg gegen Zigaretten führt Bloomberg schon länger: Schon jetzt gibt&#8217;s  kaum noch einen Ort in der Millionenmetropole, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Michael Bloomberg kann&#8217;s nicht lassen. Nachdem der Bürgermeister von New York City jüngst seine Schlacht um das<a href="http://blog.wiwo.de/sternenbanner/2013/03/11/grose-suse-sunden-sind-erlaubt-egal-wie-fett-die-amis-davon-werden/"> Verbot von zu großen Limonadenbechern </a>in Big Apple verloren hat, holt er die nächste Verbotskeule heraus. Diesmal geht&#8217;s gegen Glimmstängel.</p>
<p><span id="more-518"></span></p>
<p>Den Krieg gegen Zigaretten führt Bloomberg schon länger: Schon jetzt gibt&#8217;s  kaum noch einen Ort in der Millionenmetropole, wo sich in Ruhe ein Zigarettchen paffen lässt: Verboten ist das Rauchen in Bars, Restaurants, öffentlichen Parks (also auch im Central Park) und an Stränden. Schon wird diskutiert, ob die Leute noch in ihren Wohnungen rauchen dürfen, denn von dem Rauch könnte ja der Nachbar belästigt werden und &#8211; noch viel schlimmer &#8211; der Wert der Eigentumswohnung durch den penetranten Gestank, der sich überall festsetzt, sinken.</p>
<p>Jetzt sollen Jugendliche erst ab 21 Jahren Zigaretten kaufen dürfen. Ziel des Vorhabens: Die Zahl der jugendlichen Raucher senken.  Den Stadtoberen ist es ein Dorn im Auge, dass die Rate junger Raucher unter 18 Jahren seit 2007 konstant bei 8,5 Prozent liegt. Christine Quinn, Sprecherin der Stadt und mögliche Nachfolge-Kandidatin von Bürgermeister Bloomberg ist sich sicher: &#8220;Jugendliche, die erst mit 21 Jahren Zigaretten kaufen dürfen, fangen erst gar nicht mit dem Paffen an.&#8221;</p>
<p>Na, wenn sich da Bloomberg und seine Gesundheitsapostelin Quinn nicht täuschen. Jugendliche finden immer Wege an die Glimmstängel zu kommen. Das New Yorker Gesundheitsamt berichtet, dass trotz der Altersgrenze von derzeit 18 Jahren, rund ein Viertel aller High School Schüler in New York Zigaretten in ganz normalen Läden kaufen. Kaum einer vielen kleinen Budenbesitzer, die es hier an jeder Ecke gibt, kontrolliert das Alter der jungen Käufer.</p>
<p>Aber Bloomberg ist sich sicher, damit die Zahl der jüngeren Raucher zwischen 14 &#8211; und 17 Jahren verringern zu können &#8211; um bis 67 Prozent. Wie er an die Zahl kommt, bleibt sein Geheimnis.</p>
<p>Natürlich meldet sich in New York sofort die Gegenbewegung zu Wort. Obwohl Rauchen in Amerika in der öffentlichen Wahrnehmung schon als  schlimmere schlechte Angewohnheit gilt, als koksen, gibt es eine Pro-Raucher-Bewegung mit dem schönen Namen: <a href="http://www.nycclash.com/PressRelease-April_22_2013.html">&#8220;Citizens Lobbying Against Smoker Harassment&#8221;. </a>Gründerin Audrey Silk hält naturgemäß überhaupt nichts von Bloombergs Gesetzesvorhaben: Die Stadt New York versuche, Erwachsensein neu zu definieren &#8211; stattdessen sollte lieber das bestehende Gesetz besser durchgesetzt werden. &#8220;Der ganze Plan, ist eine Bevormundung durch die Regierung &#8211; sonst nichts&#8221;, so Silk.</p>
<p>Und Bevormundung durch die Regierung &#8211; das mögen Amerikaner grundsätzlich nicht. Wie beim Getränkeverbot wird die Sache sicherlich wieder vor Gericht ausgefochten. Mal sehen, ob die Lobby auch diesmal wieder siegt.</p>
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		<title>Trauer und Wut nach Bombenanschlag in Boston</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 03:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschlag in Boston]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Tag nach dem Bombenanschlag in Boston herrscht  Trauer und zunehmend auch Wut in Amerika. An Alltag ist vor allem in Boston nicht zu denken &#8211; die Menschen sind schockiert, fassungslos, traurig, wütend. Die ganze Gegend, wo die zwei Bomben detonierten, ist komplett abgesperrt. Einen Hinweis auf den oder die Täter gibt es immer noch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Tag nach dem Bombenanschlag in Boston herrscht  Trauer und zunehmend auch Wut in Amerika.</p>
<p>An Alltag ist vor allem in Boston nicht zu denken &#8211; die Menschen sind schockiert, fassungslos, traurig, wütend. Die ganze Gegend, wo die zwei Bomben detonierten, ist komplett abgesperrt.</p>
<p><span id="more-505"></span></p>
<p>Einen Hinweis auf den oder die Täter gibt es immer noch nicht. Vom Homeland Security Ministerium in Washington war am späten Abend zu hören, eine Verbindung zu einer ausländischen Al Kaida-Gruppe gäbe es bisher nicht.</p>
<p>US-Präsident Barack sprach nichtsdestotrotz heute zum ersten Mal von einem &#8220;terroristischen Akt.&#8221;</p>
<p><strong>Tödliche Bomben im Schnellkochtopf </strong></p>
<p>Schlauer sind die Ermittler, um welche Art von Bomben es sich handelte: Der Anschlag wurde mit aus <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424127887324485004578426433231807060.html?mod=WSJ_Home_largeHeadline">Schnellkochtöpfen gebauten Sprengsätzen verübt.</a> Die Töpfe waren mit Metallteilen, Nägeln und Kugellagern gefüllt und in schwarzen Taschen auf der Straße abgelegt worden.</p>
<p>In Washington war es heute erstaunlich ruhig und gelassen. Kaum mehr Polizisten waren in den U-Bahnen und der Stadt unterwegs. Nur im Regierungsviertel rund um das Kapitol war mehr Polizei positioniert. Allerdings: bei allen Regierungsgebäuden wehte das Sternenbanner auf Halbmast.</p>
<p>Für Aufregung sorgte dann heute noch ein Brief, der bei einer Poststelle der US-Regierung eingegangen war, in dem Spuren des tödlichen Giftes Rizin gefunden wurden. Er war an den republikanischen Senator Roger Wicker gerichtet- abgestempelt war der Brief in Memphis, Tennessee.</p>
<p><strong>Rund 1000 Antiterror-Spezialisten in New York City</strong></p>
<p>In New York sind die Sicherheitsvorkehrungen extrem erhöht worden &#8211; über 1000 Antiterror-Polizisten mobilisierte Bürgermeister Michael Bloomberg. Die sichern vor allem die täglich von tausenden Menschen besuchten Orte wie Times Square, Rockefeller Center oder die Gegend um das 9/11 Memorial und das World Trade Center,  die Vereinten Nationen, St. Patrick&#8217;s Kathedrale in Midtown ab. Schon jetzt reden in New York alle vom New Yorker Marathon, der im Herbst stattfinden soll.</p>
<p>Präsident Obama nannte die Anschläge heute während einer Ansprache im Weißen Haus &#8220;abscheulich und feige&#8221; und er versprach, die Täter ihrer &#8220;gerechten Strafe&#8221; zuzuführen. Kriegsrethorik, wie sie Ex-US-Präsident George W. Bush nach dem Anschlag am 11. September 2001 in New York verwendet hatte, vermied Obama allerdings. Obama sprach den Amerikanern stattdessen Mut zu: &#8220;Das amerikanische Volk weigert, sich eingeschüchtert zu werden&#8221;, sagte Obama. Am kommenden Donnerstag wird der Präsident nach Boston fahren, um der Opfer zu gedenken.</p>
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		<title>Amerika im Terrorschock nach Anschlag in Boston</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 03:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Boston]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschlag]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachricht vom Terroranschlag in Boston erreichte mich heute im Zug auf dem Weg von New York nach Washington kurz nach 15 Uhr. Meine Nachbarin telefonierte mit einer Bekannten, die beim FBI arbeitet. Sie wusste gleich von Toten zu berichten und von einer sehr, sehr ernsthaften Lage in Boston. In einer der nächsten Stationen nach [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachricht vom Terroranschlag in Boston erreichte mich heute im Zug auf dem Weg von New York nach Washington kurz nach 15 Uhr.</p>
<p><span id="more-487"></span></p>
<p>Meine Nachbarin telefonierte mit einer Bekannten, die beim FBI arbeitet. Sie wusste gleich von Toten zu berichten und von einer sehr, sehr ernsthaften Lage in Boston.</p>
<p>In einer der nächsten Stationen nach Washington stiegen Polizisten mit Spürhunden in den Zug und liefen hektisch durch die Waggons. In Washington kreisten unmittelbar Hubschrauber  über die Innenstadt. In den nächsten Tagen erwartet die US-Hauptstadt ebenfalls ein Großevent: Aus 188 Ländern treffen Teilnehmer zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank ein. Außerdem ist die Stadt voll gepackt mit Touristen wegen des Kirschblütenfestes.</p>
<p>Keine Stunde nach dem <a href="http://www.washingtonpost.com/world/national-security/explosions-disrupt-boston-marathon/2013/04/15/2664e802-a600-11e2-8302-3c7e0ea97057_story.html?hpid=z1">Anschlag auf den Marathon in Boston, bei dem bisher drei Menschen ums Leben gekommen sind und rund 144 zum Teil schwer verletzt wurden</a>, nahm das FBI die Ermittlungen auf. Und das bedeutet, dass die Amerikaner von einem Terrorakt ausgehen &#8211; auch, wenn bis Mitternacht amerikanischer Zeit sich noch niemand für den Anschlag verantwortlich gezeigt hat.</p>
<p><a href="//www.nytimes.com/video/2013/04/15/us/100000002173474/obama-on-the-explosions-in-boston.html?ref=us">US-Präsident Barack Obama wandte sich an die Nation</a>, kündigte höhere Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land an.</p>
<p>Der Terror ist zurück in den USA. Das Wort 9/11 macht die Runde.</p>
<p>Rund um die Uhr werden nun die Untersuchungen laufen, wer oder was hinter den zwei Bombenanschlägen steckt. Das FBI hat eine Hotline für Tippgeber eingerichtet.</p>
<p>Wie die Lage morgen in Washington aussieht, werde ich hier berichten.</p>
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		<title>Große süße Sünden sind erlaubt – egal wie fett die Amis davon werden</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 21:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fettleibigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[XXL Cola]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für eine Schlappe für New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg:  Sein Bestreben, die New Yorker gesünder zu machen, stoppt ein Gericht. Es hebt das Verbot von Riesen-Limobechern auf &#8211; Gesundheit hin oder her: was zählt ist die Freiheit in Amerika. Ein amerikanisches Kino ist so etwas wie eine Massen-Imbissbude mit angehängter Film-Vorführung. Da werden riesige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was für eine Schlappe für New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg:  Sein Bestreben, die New Yorker gesünder zu machen, stoppt ein Gericht. Es hebt das Verbot von Riesen-Limobechern auf &#8211; Gesundheit hin oder her: was zählt ist die Freiheit in Amerika.</p>
<p><span id="more-466"></span></p>
<p>Ein amerikanisches Kino ist so etwas wie eine Massen-Imbissbude mit angehängter Film-Vorführung. Da werden riesige Getränkebecher geschlürft, Popcorn-Berge verputzt (salziges Popcorn, igitt), Nacho-Chips mit tiefgelben fettigen Käse und feurig-roten Salsa gefuttert (danach ist der Durst tatsächlich sehr groß).</p>
<p>Jüngst im Kino mit einer New Yorker Freundin: „Angie“, sagt Jackie. „Wir brauchen was zu Essen und zu Trinken,  Django Unchained dauert ja fast drei Stunden.“ Mein Einwand, wir haben doch gerade dinner gehabt, wird ignoriert &#8211; und schon kriege ich einen Riesenbecher Cola hingehalten, Popcorn bringt sie auch gleich noch mit – wir könnten ja verdursten und verhungern in den nächsten Stunden. Die anderen Kinogänger halten es ebenso wie wir: um uns herum wird geschlürft und geknabbert, was das Zeug hält. Zwischendrin wird Nachschub geholt.</p>
<p>Die New Yorker lieben es „big“ – nicht umsonst heißt die Stadt ja auch Big Apple. Die großen XXL-Limobecher gehören zum New Yorker Leben dazu wie die Stretchlimos am Broadway.</p>
<p>Gegen die Vorliebe für „Big“ kommt auch kein Michael Bloomberg an. Der mächtige New Yorker Bürgermeister hat schon viel Ungesundes in der Stadt am Hudson verboten: Rauchen in Restaurants, Bars und Parks. Alkohol ist in der Öffentlichkeit tabu – beim Picknick im Central Park gibt’s süßen Saft und keinen Rotwein, sonst steht die NYPD auf dem Rasen, kassiert die Pulle und verhängt ein dickes Strafgeld. Don’t mess mit der New Yorker Polizei – das kann nur böse enden.</p>
<p><strong>Freiheit vor Fettleibigkeit</strong></p>
<p>Gesundheitsfanatiker Bloomberg muss jetzt eine ziemliche Schlappe einstecken: Wenige Stunden vor dem Start des Verbots von Riesen-Bechern mit zuckrigen Getränken stoppt ein Gericht die Neuregelung. Die Richter in New York argumentierten mit fehlender Gerechtigkeit: Es sei nicht gerecht, dass das Verbot nur für bestimmte Getränke gelte und auch nur für bestimmte Verkaufsorte, zum Beispiel Fast-Food-Läden oder Kinos. Die Regelungen seien „überfrachtet mit willkürlichen und unberechenbaren Konsequenzen“, hieß es zur Begründung. &#8220;Unberechenbare Konsequenzen?&#8221; Für wen? Für was?</p>
<p>Wer gegen das Verbot klagte, na das ist ja leicht zu erraten: Geklagt hatte ein Zusammenschluss von Händler-Verbänden und Getränkeherstellern – wer sonst. Die liefen seit Monaten Sturm gegen das geplante Verbot. Danach wären Becher mit süßen Getränken wie Cola, aber auch Kaffee nur noch bis zu einer Größe von etwa 470 Milliliter zu haben gewesen (was ja auch nicht gerade klein ist). Milch-Shakes sollten davon ausgenommen sein.</p>
<p>Die Stadtverwaltung hatte das Verbot von XXL-Softdrinks im vergangenen September erlassen, heute sollte es in Kraft treten. Die Regelung hätte Schnellimbiss-Ketten wie Burger King, Restaurants und öffentliche Orte wie Kinos und Stadien betroffen. Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte hätten dagegen auch weiterhin süße Getränke in großen Flaschen verkaufen dürfen. Getränke mit Süßstoff anstatt Zucker sowie Säfte  sollten wie Milchshakes vom Verbot ausgenommen werden.</p>
<p>Bei den Bürgern war wenig Kritik zu hören – das Verbot lässt sich ja auch leicht umgehen. Wen es nach einem kleineren Becher süßer Brause weiter dürstet, lässt sich den Becher einfach auffüllen – in Restaurants kostet das meist nicht extra.</p>
<p><strong>Bloomberg kämpft weiter</strong></p>
<p>Bloomberg will nicht aufgeben – wie er <a href="https://twitter.com/MikeBloomberg">auf Twitter</a> gleich mal ankündigte, und will Einspruch gegen die Entscheidung des Gerichts erheben. Schließlich gilt dieses Projekt als eines der wichtigsten des scheidenden Bürgermeisters. Es soll die weit verbreitete und stetig ansteigende Fettleibigkeit der US-Amerikaner bekämpfen. Nach Angaben der Stadt New York sterben in der Millionenmetropole jedes Jahr rund 5000 Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit. &#8220;Fettleibigkeit wird zum größten Gesundheitsproblem in diesem Land&#8221;, hatte Bloomberg im Mai vergangenen Jahres gesagt, als er den Plan zum ersten Mal vorstellte. &#8220;Wir versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.“</p>
<p>Doch bei den Amerikanern geht Freiheit und Gleichheit eben über alles – das Recht zu Sündigen gehört dazu &#8211; egal wie fett die Amis davon werden oder, ob sie daran krepieren.</p>
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		<title>Dauerquatschen im US-Kongress heizt Diskussion um Drohneneinsätze an</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 21:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Terrorkampf]]></category>
		<category><![CDATA[CIA]]></category>
		<category><![CDATA[Drohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue amerikanische Außenminister John Kerry hat kürzlich einen wirklich treffenden Satz über sein Land gesagt: „In Amerika hat jeder das Recht bescheuert zu sein – das nennt sich bei uns Freiheit.“ Gut erkannt Mr. Kerry. Ein schönes Beispiel dafür lieferte der republikanische Politiker &#8211; immerhin Senator &#8211;  Rand Paul, gerade im Parlament in Washington [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue amerikanische Außenminister John Kerry hat kürzlich einen wirklich treffenden Satz über sein Land gesagt: „In Amerika hat jeder das Recht bescheuert zu sein – das nennt sich bei uns Freiheit.“ Gut erkannt Mr. Kerry.</p>
<p><span id="more-456"></span></p>
<p>Ein schönes Beispiel dafür lieferte der republikanische Politiker &#8211; immerhin Senator &#8211;  Rand Paul, gerade im Parlament in Washington ab. Fast dreizehn Stunden am Stück redet Paul irgendwelchen Quatsch daher, um die <a href="http://www.nytimes.com/2013/03/08/us/politics/mccain-and-graham-assail-paul-filibuster-over-drones.html">Ernennung des designierten CIA-Chefs John Brennan</a> zu verhindern.</p>
<p>Brennan, bisher Top-Berater des US-Präsidenten im Anti-Terror-Kampf, gilt als der Kopf hinter den Drohneneinsätzen gegen Terror-Verdächtige in Nahost. Mit seinem Redemarathon – wie hat der es eigentlich geschafft zwischendurch nicht mal aus Klo gehen zu müssen – protestierte Senator Paul aus Kentucky gegen den freizügigen Einsatz von Drohnen auch gegen US-Staatsbürger.</p>
<p><strong>Keine Tötung von Amerikanern auf eigenem Boden</strong></p>
<p>Die US-Regierung vertrete die Meinung, diese unbenannten bewaffneten Flugkörper könnten auch gegen Amerikaner eingesetzt werden, die als Terrorverdächtige gelten, so Paul. Wenn das so stimmt, na, dann ist Tor und Tür offen für ziemlich viel Willkür.</p>
<p>Gilt schon derjenige als terrorverdächtig, der eine E-Mail zu seinen Verwandten, sagen wir in Pakistan, schreibt und sich über die Politik der US-Regierung bitterlich beklagt? Schickt das Pentagon dann schon mal zur Sicherheit ne Drohne zum Ausspionieren los und womöglich noch mehr? Wer erlaubt so etwas? Wer soll das kontrollieren? Na, Halleluja. Das kann ja heiter werden – vor allem, wenn die Dinger bald wie Waffen von Jedermann erworben werden können.</p>
<p>Kürzlich erst meldete ein <a href="http://cityroom.blogs.nytimes.com/2013/03/05/jetliners-pilot-reports-seeing-drone-near-kennedy-airport/">Pilot am John F. Kennedy Flughafen </a>in New York, er habe eine Drohne in rund 60 Meter Flughöhe gesehen. Das FBI ist alarmiert und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufspürung des Flugkörpers. Wahrscheinlich war das Ding aber nur ein Modellflugzeug.</p>
<p><strong>Ohne Anklage, kein Drohneneinsatz</strong></p>
<p>Politiker Paul polterte, US-Staatsbürger dürften nicht in einem Café in San Francisco oder zu Hause  in Bowling Green in Kentucky per Drohne getötet werden, ohne dass sie zuvor angeklagt, vor Gericht gestellt und verurteilt worden seien. Recht hat er, wenn sein Vorwurf richtig ist. US-Präsident Obama versichert, bisher sei noch kein Amerikaner auf Heimatboden gezielt von einem Drohnenangriff getötet worden, und er habe derartiges auch nicht vor. Im Jemen allerdings sind bereits drei amerikanische Staatsbürger bei Drohnenangriffen von den eigenen Leuten getötet worden – irrtümlich.</p>
<p>Die Ernennung des neuen CIA-Chefs hat Senator Paul mit seinem Redemarathon nicht verhindern, sondern nur verschieben können. Der Senat hat die Benennung Brennans inzwischen bestätigt. Der Republikaner hat damit allerdings die Diskussion in den USA um Drohneneinsätze weiter angeheizt. Heftig umstritten sind die Einsätze in Nahost bei den Amerikanern. Politiker von links wie rechts fordern klare Regeln im Umgang mit den ferngesteuerten fliegenden Tötungsmaschinen.</p>
<p><strong>„Droning“ in Nachbars Garten</strong></p>
<p>Auch der zunehmend zivile Einsatz passt vielen Amerikanern nicht, die sehr empfindlich sind, wenn es um ihre Privatsphäre geht. Doch der zivile Einsatz der umbenannten Flugkörper scheint kaum noch aufzuhalten zu sein. Vom „droning“ in Nachbars Garten ist hier schon die Rede. Mit den Dingern kann man wunderbar spionieren, was Herr oder Frau Nachbar da so treibt beim Grillen oder so. In Ohio will Medina-County Chef Tom Miller Drohnen für die Suche nach vermissten Kindern einsetzen.</p>
<p>Die Federal Aviation Administration (FAA), die US-Flugbehörde, muss Drohnenflüge für den zivilen Einsatz genehmigen. Bisher hat die Behörde in den USA rund 300 Erlaubnisse erteilt. Wie hoch die Zahl der unerlaubten Einsätze ist – wer weiß das schon und wer kontrolliert das, wie?</p>
<p>Bis 2015 will die FAA den Einsatz von Drohnen im zivilen Luftraum in den USA regeln. Bis dahin soll es auch einen großen Testflughafen für die Dinger geben. Trotz Sparmaßnahmen im Haushalt, lässt die Behörde dafür Geld springen. Rund 30 Bundesstaaten in den USA bewerben sich um den Behördenauftrag. Gouverneur John Kasish aus Ohio etwa ist sich sicher: „Unbenannte Flugkörper sind die Fuhrwerke der Zukunft.“ So ein Drohnenflughafen brächte auf jeden Fall viele Jobs.</p>
<p><strong>Fliegender Tod</strong></p>
<p>Generalstaatsanwalt Eric Holder hat Senator Paul inzwischen widersprochen: Der US-Präsident habe kein Recht eine Drohne für die gezielte Tötung eines US-Amerikaners einzusetzen, der nicht in einem Krieg auf amerikanischen Boden engagiert sei.</p>
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		<title>Kampf um’s Gas – Aber bitte nicht in New York und bitte bloß nicht exportieren</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 21:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dow Chemical]]></category>
		<category><![CDATA[Fracking]]></category>
		<category><![CDATA[LNG]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Umweltbewegung in den USA macht gegen die Gas- und Öl-Fördermethode „Fracking“ mobil. Auch der Chemieriese Dow Chemical ist auf Krawall in Sachen Erdgas gebürstet. Er will, dass die US-Regierung den Export des Gases aus den Vereinigten Staaten verbietet, um die heimischen Preise zu schützen. Ja, doch die Occupy Wall Street Bewegung gibt es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neue Umweltbewegung in den USA macht gegen die Gas- und Öl-Fördermethode „Fracking“ mobil. Auch der Chemieriese Dow Chemical ist auf Krawall in Sachen Erdgas gebürstet. Er will, dass die US-Regierung den Export des Gases aus den Vereinigten Staaten verbietet, um die heimischen Preise zu schützen.</p>
<p><span id="more-439"></span></p>
<p>Ja, doch die Occupy Wall Street Bewegung gibt es noch. Die soziale Bewegung in Amerika,  die vor einem Jahr in einem kleinen Park unweit der Wall Street gegen Gier und Ungerechtigkeit protestierte, sucht sich neue Betätigungsfelder. Eines davon: <a href="http://occupywallstreet.net/story/new-york-about-get-fracked">Kampf dem Fracking  </a>– wie die unkonventionelle Fördermethode von Erdgas und Öl genannt wird. Mit einem besonderen Cocktail aus Chemikalien, Sand und Wasser wird die kostbare Ressource fast überall in den USA gefördert – und hat dem Land einen wahren Energieboom beschert. Die Energiepreise in Amerika sind so niedrig wie sonst wohl nirgendwo, Chemiekonzerne und andere energieintensive Konzerne entschlossen sich neue Fabriken in den USA zu eröffnen. Die gesamte US-Wirtschaft profitiert von dem <a href="http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/energie-gas-ist-das-neue-oel/6957116.html">neuen Energieboom.</a></p>
<p>Doch es formiert sich Widerstand gegen die Fördermethode, bei der – so behaupten  Umweltaktivisten -  giftige Chemiekalien ins Grundwasser gelangen. In den Reihen der Gegner des Fracking sind illustre Persönlichkeiten zu finden: Schauspielerin Gwyneth Paltrow etwa oder Yoko Ono, auch Paul McCartney und Mick Jagger sind strikt gegen die Erdgasförderung. Kein Wunder, denn das geplante Fördergebiet liegt in den landschaftlich schönen Catskill Mountains, von dort bezieht die Millionenstadt New York City ihr Trinkwasser, dort ziehen sich Leute wie Ono oder Jagger gern am Wochenende zur Erholung zurück. In den U-Bahnen Manhattans und an Busstationen hat die Anti-Fracking-Bewegung ihre Plakate mit dem Aufruf &#8220;Don&#8217;t frack New York&#8221; aufgehängt.</p>
<p>Während in Bundesstaaten wie Texas, Pennsylvania oder Oklahoma fröhlich gefördert wird, ist Fracking im Bundesstaat New York verboten – noch. Aber das Moratorium läuft aus. Bis Ende Februar muss der demokratische Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, entscheiden, ob er das Fracking in seinem Staate zulassen will oder nicht – und damit wird sein Urteil auch für den Rest des Landes, in dem sich immer mehr Widerstand gegen die Fördermethode formiert, Folgen haben.</p>
<p><strong>Dow Chemical: Exporte schädigen das heimische Geschäft</strong></p>
<p>Zu Worte meldet sich zum Thema nun ausgerechnet der US-Chemieriese Dow Chemical. Natürlich will Chemie-Boss Andrew Liveris die Fördermethode nicht verbieten – im Gegenteil. Doch auch Dow Chemical fordert ein Verbot &#8211; ein Exportverbot des Erdgases von Amerika in die Welt. Das würde die niedrigen Preise zu Hause vernichten, so Dow Chemical. US-Präsident Barack Obama solle doch bitteschön zum Schutz der heimischen Wirtschaft einen Export des Erdgases auf den Weltmarkt verbieten. Hola, na das sind aber mal starke Töne.</p>
<p>Auf welcher wirtschaftlichen Grundlage Dow-Chemical-Chef Liveris vermutet, dass die Preise automatisch steigen werden, sobald Amerika mit seinem Gas auf den Weltmarkt tritt, ist mir ein Rätsel. Normalerweise sind doch Exporte gut für die Wirtschaftsbilanz eines Landes. Und gerade US-Präsident Obama fordert corporate America immer wieder dazu auf, mehr zu exportieren und das geht natürlich nur, wenn Amerika auch wettbewerbsfähige Produkte zu bieten hat.</p>
<p>Was führt Mr. Liveris also da im Schilde? Während alle Welt sich über protektionistische Maßnahmen der bösen Chinesen aufregt und die USA und Europa gerade dabei sind, ein bahnbrechendes und für beide Länder als gut befundenes Freihandelsabkommen zu vereinbaren, will Dow Chemical schön die eigenen Pfründe durch Protektionismus schützen?</p>
<p>Bisher exportieren die USA noch kein Erdgas. Die Möglichkeiten werden gerade geschaffen. Genau 16 Anträge auf LNG-Terminals (Liquid Natural Gas) liegen bei den US-Umweltbehörden vor. An einem Terminal in Freeport Texas ist Dow sogar Chemical beteiligt, <a href="http://oilprice.com/Energy/Natural-Gas/Dow-Opposes-US-Natural-Gas-Export-Plans.html">will aber nicht weiter in das Projekt investieren. </a></p>
<p>Ein freier Energiemarkt ist also eine Bedrohung für den weltweiten Chemieriesen Dow Chemical? Exporte sind nicht gut für die Wirtschaft? Das ist eine interessante Offenbarung eines Weltkonzerns.</p>
<p><strong>Entscheidung über Fracking in New York verschoben</strong></p>
<p>Der Februar ist vorbei und <a href="http://www.recordonline.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20130305/NEWS/130309860">der Senat von New York </a>hat die Entscheidung, ob Fracking in dem Bundesstaat erlaubt werden soll oder nicht, um zwei Jahre (!) verschoben. Es müssten weitere wissenschaftliche Tests vorgenonmmen werden, um tatsächlich beurteilen zu können, ob die Förderung des Scheifergases für die Umwelt gefährlich ist oder nicht, lautet die Begrüdung.</p>
<p>Die Initiative <a href="http://nyagainstfracking.org/">&#8220;New Yorkers Against Fracking</a>&#8221; jubelt über den Erfolg ihrer Anzeigenkampagne <a href="http://nyagainstfracking.org/take-action/not-one-well/">&#8220;Governor Cuomo, not one Well&#8221;. </a></p>
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		<title>Amerika ist wieder flüssig – vorläufig. Mit der Verschiebung des Schuldenlimits kaufen sich die Republikaner mehr Zeit und erhöhen den Druck auf die Demokraten.</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2013 23:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Demokraten]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Republikaner]]></category>
		<category><![CDATA[US-Schuldenlimit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das (be-) rauschende Fest in Washington zur Amtseinführung des wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama ist vorbei. Seine Anhänger, die ihn kultartig in der Hauptstadt feierten, sind vor Glück taumelnd in ihre Vororte zurückgekehrt. Die First Lady, Michelle Obama, hat ihr famoses rotes Ballkleid abgelegt. Sie wird es nie wieder anziehen. Friede, Freude, Eierkuchen – so scheint [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das (be-) rauschende Fest in Washington zur Amtseinführung des wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama ist vorbei. Seine Anhänger, die ihn kultartig in der Hauptstadt feierten, sind vor Glück taumelnd in ihre Vororte zurückgekehrt. Die First Lady, Michelle Obama, hat ihr <a href="http://www.huffingtonpost.com/2013/01/21/michelle-obama-inauguration-dress-2013_n_2522289.html.">famoses rotes Ballkleid abgelegt</a>. Sie wird es nie wieder anziehen.</p>
<p><span id="more-418"></span></p>
<p>Friede, Freude, Eierkuchen – so scheint die Stimmung in Washington gerade zu sein. Und schwuppdiewupps haben plötzlich auch die Republikaner Kreide gefressen. Das noch Anfang Januar angekündigte öffentliche Säbelrasseln zwischen der konservativen Partei und dem US-Präsidenten im Streit um die Schuldenobergrenze haben die Republikaner erstmal kurzerhand abgesagt. <a href="http://www.wiwo.de/politik/ausland/haushaltsstreit-us-kongress-setzt-schuldengrenze-aus/7679832.html">Meine Analyse dazu können Sie auf WirtschaftsWoche Online lesen. </a></p>
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		<title>Das vorläufige Ende des US-Haushaltsstreites freut die Börsen &#8211; wie verrückt</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2013 04:55:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angela Hennersdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Fiskalklippe]]></category>
		<category><![CDATA[Republikaner]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[US-Haushaltsstreit]]></category>

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		<description><![CDATA[Da einigen sich nach wochenlangen ergebnislosen Verhandlungen die beiden politischen Parteien Amerikas in lezter Minute auf einen mit heißer Nadel gestrickten Kompromiss im US-Haushaltsstreit  &#8211; und die Börsen weltweit jubilieren. Warum nur? In Deutschland stieg der DAX um 2,2 Prozent auf 7.779 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Auch der MDAX [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da <a href="http://www.wiwo.de/politik/ausland/fiskalklippe-in-den-usa-der-abbau-des-staatsdefizits-verschoben/7576378-2.html">einigen sich nach wochenlangen ergebnislosen Verhandlungen </a>die beiden politischen Parteien Amerikas in lezter Minute auf einen mit heißer Nadel gestrickten Kompromiss im US-Haushaltsstreit  &#8211; und die Börsen weltweit jubilieren. Warum nur?</p>
<p><span id="more-394"></span></p>
<p>In Deutschland stieg der DAX um 2,2 Prozent auf 7.779 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Auch der MDAX legte zu und der TecDAX ebenso. An der Wall Street gehen die Kurse ebenfalls nach oben. Gegen Mittag amerikanischer Zeit liegt der Dow-Jones-Index bei 13.336 Punkten, ein Plus von 1,8 Prozent. Der Technologieindex Nasdaq verbesserte sich gar um 2,2 Prozent auf 3085 Zähler.</p>
<p>Sicher, den drohenden dramatischen Absturz von der so genannten fiscal cliff, der Fiskalklippe, haben Demokraten und Republikaner in Washington in letzter Minute verhindert. Die geplanten Steuererhöhungen für alle Amerikaner fallen weg, dafür steigt für alle Bürger der Lohnsteuerbeitrag.</p>
<p>Doch echten Grund zum Jubeln gibt es nach dieser Einigung nun wirklich nicht. Stellen wir uns vor, Griechenland würde seine Ausgabenkürzungen, also die Konsolidierung des maroden Haushaltes einfach verschieben? Aber Griechenland ist nicht Amerika, schon klar.</p>
<p>Weniger bedrohlich ist die Schuldenkrise der USA für die Weltwirtschaft aber trotzdem nicht. Das schlimmste steht erst noch bevor: Was passiert mit der Konjunktur, wenn die USA wirklich ihr Schuldenproblem angehen und massiv im Verteidigungshaushalt, bei den Sozialleistungen, bei der Bildung, im Gesundheitssystem sparen?</p>
<p>Was passiert, wenn sie die Unternehmenssteuerreform endlich durchpeitschen und alle Schlupflöcher für Unternehmen schließen und diese zukünftig nicht weniger, sondern mehr Steuern zahlen werden müssen? Wer soll zukünftig die Konjunkturlokomotive für die Welt sein? Können die aufstrebenden Ländern aus Lateinamerika und Asien die Konjunktur stark genug unter Dampf halten? Die kommenden zwei Monate werden wieder alle Augen der Welt nach Washington blicken.</p>
<p>US-Präsident Barack Obama macht aber erst mal Pause &#8211; schließlich musste er schon wider Willen die Silvesternacht und Neujahr im von ihm ziemlich ungeliebten Washington verbringen. Nach dem Votum im Kongress flog der Präsident direkt nach Hawaii zurück, um den Weihnachtsurlaub mit seiner Familie fortzusetzen &#8211; na, dann &#8211; aloah, Mr. President.</p>
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