T -5 Die Strecke. Die Anstiege. Der Wind. Der Wahnsinn. Norseman – hier bin ich

Ich bin da. In Eidfjord. Montag abend, noch vier Tage, dann ist Start. Heute Streckenbesichtigung. Von hinten nach vorne, da ich aus Oslo angereist bin.

Nun. Leicht ist das nicht. Was auch immer ich mir unter dem Zombie Hill ab Kilometer 25 des abschließenden Marathons genau vorgestellt habe. Es ist dann ein gut 7 Kilometer langer Anstieg, den der Wagen mit vernehmlicher Mühe und hoher Drehzahl hochgeächzt ist. Das ist dann Kilometer 25 bis 32 des Marathons. Den Weg ganz auf den Gaustatoppen habe ich aus Zeitgründen ausgelassen. Der Gipfel hing eh in den Wolken. Ich werde es Samstag da wohl hoch schaffen müssen, also ein schwarzes T-Shirt erkämpfen, wenn ich ihn oben sehen will.

Immerhin: Die Temperatur fiel in dem Stück vielleicht gerade mal um fünf bis zehn Grad. Unten T-Shirt-warm. Oben Fleecejackenwetter.

Ich war zu beschäftigt mit Fahren auf den Straßen, um hysterisch zu lachen. Aber im Grunde hätte ich das die 180 Kilometer auf der Radstrecke tun müssen. Die Summe an langen Anstiegen, der harsche Wind, der uns mehrheitlich von vorne ins Gesicht pusten wird, die Temperaturschwankungen von 14 bis 26 Grad und zurück – das ist schon alles starker Tobak.

Keine Ahnung – ich habe mir das so vorgestellt und hatte dann doch keine Ahnung. Karge, menschenfeindliche Geröllwüsten, durchsetzt mit Holzhütten für Skifahrer. Die Wanderer, die mir entgegenkamen, sahen alle aus wie für Sturm eingepackt. Der ja auch war.

Zu viele Eindrücke auf einmal für einen zusammenhängenden logischen sinnvollen Text. Das wird einfach eine großartige absurde wunderbare Veranstaltung. Respekt, Angst, Zuversicht – alles mischt sich. Ich weiß nur eines: Das haben andere vor mir geschafft, warum sollte ich es nicht auch schaffen?

 

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