T -196 Erzwungenes Trainingspausen-Doppel.

Texten mit Wärmflasche.

Eigentlich wollte ich zu T-200 was schreiben, ging dann irgendwie nicht. Und damit stecken wir mittendrin: Zu viele Gründe hinderten mich daran. Es waren die gleichen, warum ich keinen Zentimeter trainiert habe seit mehr als 6 Tagen.

KEIN TRAINING SEIT 6 TAGEN.

Panik, Horror. Weltuntergang. Natürliche Reaktionen in so einer Situation. Einer der wichtigsten Ratschläge für Langdistanztriathleten von erfahrenen Trainern jedoch ist, jede unvorhergesehene Veränderung des Plans zu akzeptieren und das beste draus zu machen. Verschwommen (schon Startern passiert), Fahrraddefekt, Übelkeit im Marathon. Nicht daran zu verzweifeln, nicht alles gleich dranzugeben, das ist wohl eine der Lektionen, die man mitnehmen kann. Sehr weit runtergebrochen auch: Dinge positiv sehen, sich nicht runterziehen lassen. Das schlimme an diesen banalen Lebensweisheiten ist – sie stimmen, man muss es nur eben auch mit Leben füllen. So als Ermunterung für sich genommen, sind sie nicht mehr wert als die Summe ihrer Buchstaben.

Dienstreisen und Krankheiten teilen etwas: Sie stören die optimale Vorbereitung. Da fügte es sich dann vielleicht ganz gut, dass ich seit vergangenem Sonntag (T -201), den ich komplett auf der Couch mit fiebrigem Körper verbracht habe, beides zusammengelegt habe.

Ich war auf einer dreitägigen Dienstreise (T -199-197) in Genf. Da kann man auch von einem hinterm Rollfeld des Aeroports gelegenen Businesshotel aus hübsch an den See laufen, dort ein paar Kilometer sammeln, bevor man den leichten Anstieg wieder zurückläuft, um derart erfrischt einen Tag in einer tageslichtfreien Umgebung zu verbringen. Eigentlich. Ich hatte natürlich Laufsachen dabei. Blieben eingepackt. Keine Chance.

Der anfängliche Optimismus, der Störenfried im Körper würde rechtzeitig vom Immunsystem niedergestreckt, erwies sich als unberechtigt. Eine Messe ist sicher auch kein geeigneter Ort, um Erkrankungen der Atemwege zu kurieren. Ich röchelte mich da so mehr schlecht als recht durch ein gutes Dutzend an Präsentationen. Man wird sich meiner erinnern. Das Husten übertönte selbst die ambitionierteste Musikuntermalung von kleinen Filmchen.

Nun. Kein Training, Fitness sicherlich verloren, definitiv kein Fortschritt. Hilft nix, kurieren geht vor, sonst geht das ganz nach hinten los. War nicht geplant, muss ich mit umgehen, kommende Woche kann es hoffentlich wieder losgehen. Probleme wird es immer geben, sie schnell abzuhaken scheint mir eine der wichtigeren Voraussetzungen für eine gelungene Vorbereitung zu sein.

sent from the couch

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