Test vorm Fest – Geschenketipps vom Schweinehund. Heute – Kopfhörer Monster iVictory

In den mittlerweilen gut sechs Jahren des Laufsporttrainings habe ich kaum einen Artikel so schnell verheizt wie Kopfhörer. Kabelbruch, verloren, was draufgestellt – es ist ein Verschleißartikel.

Meine Auswahl an Kopfhörern für den Sport.

Eine Basisversorgung habe ich mit einem Sony EX-71 gewährleistet. Das Modell mit sehr geringen Maßen ist so leicht, dass es sich nicht durch Bewegung selbst aus dem Ohr zieht und bedient ein von mir bevorzugtes eher schlankeres Klangbild. Die ganz große Bassbedienung ist nicht meines. Davon liegt noch einer unbenutzt rum, sollte der momentane an dem vorhersehbaren Kabelbruch einst kaputt gehen. Als Jugendlicher habe ich notorisch gelötet, um die Klinkenstecker wieder instand zu setzen. Aus dem Alter bin ich raus.

Desweiteren bin ich ziemlich zufrieden mit den Bluebuds von Jaybird. Ein Bluetoothkopfhörer, dessen Klangprofil ich allen anderen Kopfhörern vorziehe. Es ist fast richtig gut, so gut, dass ich damit auch daheim auf dem Sofa hören würde, wenn ich da nicht dann doch ganz normal über Lautsprecher hören würde. Das Modell ist sehr gut für Sport geeignet, aber etwas rutschfreudiger als der EX-71.

Besonders, wenn ich der Temperaturen wegen noch ein Kopftuch über die Ohren ziehe – das ist die Sternstunde des Sony. Der ist so flach, den verschiebt das Tuch oder der Kinngurt des Fahrradhelms nicht. Auch dies ist ein nicht länger verfügbares Modell, so wie die beiden EX-71 habe ich das bei Ebay als ausgemusterte Ware erstanden. Würde ich bei beiden wieder tun.

Bedienelement. Acht Stunden Akku besitzt das Gerät.

Zum Fest darf es sicher für viele Musikläufer aber ein aktuelles Modell sein. Ich habe nun über einige Wochen mit dem Monster iVictory Sport gemacht. Es gibt die Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer mit unterschiedlichen Abdichtungen. Entweder man hört noch die Umgebung oder so gut wie nicht mehr. Letztere Variante preist der Hersteller für die Nutzung im Fitnessstudio. Ich brauche das aber beim Laufen im Straßenverkehr, denn der ist immer laut parallel zu meiner Hauptlaufstrecke.

Der Monster iVictory (um 90 Euro) wird – wie alle In-Ear-Kopfhörer mit verschieden großen Silikonteilen geliefert und wie einige andere ähnlich konzipierte Modelle von Jabra beispielsweise mit verschieden großen Manschetten, die in der Ohrmuschel für festen Halt verantwortlich sind. Die Beats von Dr. Dre/Apple erledigen das mit einem Bügel – funktioniert auch super, der Klang ist nur nicht mein Geschmack.

(Um den einzuordnen: Meine Hifi-Anlage verfügt weder über eine Einstellung für Bass oder Höhen, von Soundprozessoren ganz zu schweigen. Sie hat auch nur 2×30 Watt, aber allein das Netzteil für die Versorgung des Vorverstärkers hat einen Ringkerntransformator, dessen Kapazitäten reichte, um ein komplettes Haus beschallen könnte. Ich habe eine sehr frühe Hifi-Krankheit erfolgreich kuriert, aber die Anlage behalten.)

Der Monster iVictory in Nahansicht. Großes Gehäuse, großer Sound.

Der Monster iVictory ist nicht ganz klein, das Gehäuse steht vergleichsweise weit aus dem Ohr, das Kopftuch würde ihn verschieben – aber wenn er sitzt, dann sitzt er. Es ist mit Abstand der Kopfhörer, der am stärksten fixiert ist, wenn er einmal im Ohr sitzt. Klar, das hat seinen Preis, der ist in diesem Fall, dass man ihn nach ein paar Stunden dann eben doch spürt, selbst wenn man den Druck von In-Ear-Hörern gewohnt ist.

Die wichtigsten Steuerelement befinden sich beim iVictory wie bei vergleichbaren Modellen in dem Kabel zwischen beiden Ohrteilen. Ich bevorzuge diese Lösung vor der Einzellösung der jüngsten Apple-Bluetooth-Hörer. Wenn ich sie aus dem Ohr nehme, hängen sie um den Nacken und gehen nicht verloren und ich habe die Hände frei. Meist um zu brüllen oder wild zu gestikulieren, wenn…. Naja. Straßenverkehr halt.

Dort mag es helfen, dass die Hörer reflektieren. Auf jeden Fall hilft mir, dass in dem vergleichsweise dicken Bedienelement auch ein satter Akku steckt. 8 Stunden sollen es sein, es ist auf jeden Fall genug, dass ich an einem Tag Radfahren und Lauftraining damit wuppen kann. Die recht kräftige Abschottung von Umgebungsgeräuschen (außer der Windgeräusche, die das Gehäuse selbst verursacht auf dem Rad) erlauben es, der vergleichsweise voluminösen Abstimmung des Klangprofils im Bass noch besser zur Geltung zu treten. Meine liebste Abstimmung ist das nicht, ich bin mir aber im Klaren, dass das Gros der Nutzer fetten Bass bevorzugt.

Testfest-Urteil: Geschenkwürdig.

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [2]

  1. Hallo!
    Danke für den „Geschenktipp“ 😉
    Haben Sie schon mal die Jaybird Run oder die neuen von Bose Soundsport Pulse ausprobieren können?
    Sind zwar „etwas“ teurer, aber als Tech-Fan… 😉
    VG
    Christoph

  2. @Christoph Hallo, gern geschehen. Die Jaybird Run leider nicht. Klanglich würde ich ein ähnlich – sehr gutes – Ergebnis erwarten wie bei meinen Bluebuds. Die Einzelbluetooth-Lösung ohne Kabel halte ich aber persönlich für unpraktisch. Ich nehme immer mal einen raus – mit Kabel hängen sie (wie beschrieben) im Nacken, ohne Kabel, muss ich damit irgendwo hin. Im schlimmsten Fall fällt er hin. Ich sehe da auch keinen Gewinn. Müsste mich vom Gegenteil überzeugen lassen. Die Bose habe ich leider auch noch nicht gehört. Wohl noch Bowers/Wilkins, Cambridge Audio und einige andere vor einige andere vor Jahren.