Der 6. Föhr-Marathon kann kommen. Ich bin föhrbereitet.

Nach gut 2 Kilometern ist klar: Marathon ist ziemlich weit. Eigentlich eine dumme Idee, 42 Kilometer zu Fuß zurücklegen zu wollen. Gar zu laufen. Das merke ich auf dem Föhrrad.

ICH BIN IN DER ZEITUNG1ELF!!!! Naja, fast. Also die Föhranstaltung, an der ich teilnehme.

Der Wind bläst am Donnerstag vor dem Start mit strammen 45km/h aufwärts. Mir ins Gesicht. Das drückt mich geradezu zurück. Föhrrückt. So föhrrückt wie die Eigenheit vieler Föhrurlauber bei jeder Gelegenheit eine lautmalerisch ähnliche Silbe in „Föhr“ zu föhrwandeln. Sie sehen das Drama. Föhrrari. Föhrliebt. Küchentücher mit eingestickten Worten: „Föhr die Teller“.

Wo auch immer man sich auf der Insel befindet, muss man mit dieser Föhrsilben-Spielerei rechnen. Sie ahnen, was in diesem Text passiert. Föhrdammt richtig – es wird unangenehm. So unangenehm, wie ich mir den 6. Internationalen Marathon auf Föhr föhrstelle.

Ich kenne ihn schon von 2015. Ich kenne die Insel von anderen Aufenthalten. Wind? Standard. Von Sturm sprechen die Einheimischen erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben – so will es der Volksmund. Mindestens so albern wie der Föhrsuch, so viele Föhrsilbenspielereien wie möglich in diesen Text einzubauen.

2015 war der Wind auch schon unangenehm, aber heute, drei Tage vor dem Start, räume ich ein: So wild war’s damals nicht. Die Wege auf der Insel sind mir föhrtraut. Die allermeisten bin ich schon entlanggeradelt. Der „nördlichste Marathon Deutschlands“ föhrt auf vielen dieser Wege der Insel lang, eine Runde drumherum wäre mit gut 32 Kilometern kürzer. Am heutigen Tag komme ich nun an einigen lilafarbenen Pfeile auf dem Boden föhrbei. Sie kennzeichnen den Streckenföhrlauf.

An einigen Pfeilen radele ich föhrbei am Morgen, nach einigen anstrengenden und einigen extrem leichten Kilometern – je nach Richtung, die ich zum Wind einnehme. An anderen radele ich föhrbei am Nachmittag. Und denke: Föhrflucht, da kommst du auch noch lang? Das scheint ein langer Weg zu sein, so ein Marathon.

Aber natürlich freue ich mich drauf. Das ist alles schon wieder so bescheuert – das muss großartig werden. Ich werde es noch bereuen, dass ich mich angemeldet habe. Und mit Sicherheit umso lauter Lachen, wenn ich im Ziel bin. Ich werde berichten.

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Alle Kommentare [4]

  1. Viel Erfolg!
    Ich habe aber noch einen Fehler gefunden:

    Sie kennzeichnen den Streckenverlauf.

    Müsste es nicht „Sie kennzeichnen den Streckenföhrlauf.“ heißen? 😉