Die Woche davor. Marathon Düsseldorf. Ein Blick zurück.

Vorweg Musik: https://www.youtube.com/watch?v=XIBPFYdLzi8

„What a difference a day made“ – Jamie Cullum live at Blenheim Palace.

Ziemlich genau vor einem Jahr war ich ziemlich nervös. Es war noch eine Woche Zeit bis zu meinem ersten Marathon. 12 Monate später ist es eine Woche hin, bis zu meinem dritten Start bei einem Marathon. Was ein Unterschied.

Ziele sind nicht das Ende. Sie können Zwischenstationen sein – jeder kann immer etwas erreichen, was er vorher nicht geschafft hat. Das ist sicher eine der Erkenntnisse, die jeder Berufstätige für sich aus Sport ziehen kann – besonders Einzelsportarten, in denen keine Mannschaft, kein Schiedsrichter eine Rolle spielt. Diese Sportarten haben andere Vorzüge.

Ziele verlieren ihren Schrecken, je mehr man sich ihnen nähert. Einmal erreicht, scheinen sie machbar, denn sie sind es ja. Motivationstrainer gibt es wie Sand am Meer, sie erzählen am Ende alle das gleiche. Jeder kann – wenn er mag, sich selber Motivationstrainer genug sein. Den Glauben an sich selbst, etwas vermeintlich unmögliches schaffen zu können gewinnt man in der Freizeit, sei es ein besonders schweres Stück am Klavier einzustudieren, ein kompliziertes Gericht zu servieren – oder eben einen Marathon.

Ich starte am 28. April beim Marathon in Düsseldorf und dieses mal ist alles anders, als hier auf dem BildIMG-20120429-02105, wo ich den Schuh morgens schnüre.

Ich weiß, was ich damals herausfinden wollte – ich schaffe das. Haken dran. Ich bin danach in Köln gestartet – dank kontinuierlichen Trainings war ich schneller. Haken dran. Ich werde in Düsseldorf nach noch viel mehr Training schneller sein. Die Grenze meines Körpers ist noch nicht erreicht. Das hat mit Prahlerei wenig zu tun – wohl aber mit der schönen Schlichtheit, mit der auch ein 43 Jahre alter Leib auf mehr Anreize reagiert. Gerade Laufen ist bemerkenswert vorhersehbar.

Der Marathon ist in diesem Jahr nicht mehr die große Unbekannte, die sie vor einem Jahr war, sondern der große Spaß an so einem Lauffest teilzunehmen. Klar – persönliche Bestzeit soll schon sein, ein wenig Spannung ist die Hälfte der Miete, ein Spaziergang wird es also nicht. Soll es auch nicht. Aber – der Schweinehund wird mit einem großen Knochen belohnt und so quer, wie er ihm im Maul hängt, kann er sich gar nicht melden. Eine Lektion, die im Büro mindestens genauso hilfreich ist – wer das Ziel für unmöglich erklärt, kommt nicht an, wer es nie aus Augen verliert schon.

What a difference a year made.

 

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Alle Kommentare [2]

  1. Oliver, tja. Zu spät. 🙂 Sorry, dass ic jetzt erst antworte – dieser Kommentare war im Spam-Ordner. Warum auch immer… WordPress….

  2. Laufen macht Spaß! Aber einen Marathon so kurz vor der Langdistanz würde ich trotz Spaß an der Freud vielleicht eher nicht laufen. Die Regenerationszeit ist einfach zu lang dafür und die Muskeln werden zu sehr beansprucht. Aber wenn doch, dann auch ruhig „volle Pulle“. Und viel Erfolg, lockere Beine und eine tolle Zeit!!!