Trainingspause. Das Schwein, das Virus, gewinnt.

Den Lauf über 50 Kilometer abzusagen zu müssen, war schon Rückschlag genug. Aber was eine anständige Grippe ist, macht sie sich breit in Lunge, Kopf und Terminkalender. Antibiotika helfen zwar, dass man sich irgendwie berappelt. Aber Bewegung, zumal Laufen in nasskaltem Wetter, ist nichts, was der Arzt empfiehlt.

Die einzige nennenswerte Bewegung und Strecke, die man genesend zurücklegt ist zwischen Sofa und Bett. Lesen. Den Finger vielleicht mitführen, damit wenigstens irgend etwas trainiert wird. Der Körper, mit der Abwehr der Feinde in der Blutbahn beschäftigt, kräht noch nicht nach Bewegung, ein Gefühl, das jeder hat, der mehrfach die Woche trainiert. Ein Gefühl, das im schlimmsten Fall zu viel zu viel Training führen kann, aber auch recht zuverlässig hilft, mal einen Moment der Unlust zu überbrücken. Nun riskiere ich auf dem Sofa meine Fitness. Bereits nach einer Woche Pause sind erste Einbußen an Fitness zu erwarten, schreiben Trainer.

Aber beim verordneten Nichtstun – was kann man tun? Nichts. Abwarten. Das Risiko sich schwerwiegendere Konsequenzen einzufangen, wiegt nicht das üble Gefühl auf, gerade die Saison zu riskieren. Was bleibt: Lesen. Deshalb folgt morgen eine Buchbesprechung eines bemerkenswerten Buchs über Rudern.

 

 

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