Artikel mit dem Tag: Handel

Flucht ins Paradies der Armen

Flucht ins Paradies der Armen

Bamako, im Januar

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Achtung, neue Champions kommen!

Berlin, im Januar

Stolz erfüllt den Japaner, der bei Toyota oder Sony seinen Dienst tun darf. Globale Giganten wie Apple, Microsoft und General Motors haben die US-Wirtschaft stark und mächtig gemacht. Selbst in Deutschland braucht es nicht viel Patriotismus, um sich am globalen Erfolg von Volkswagen, Bosch oder Siemens zu laben –  die Weltstars der deutschen Wirtschaft, die “made in Germany” fröhlich immer weiter globalisieren.

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Die Gesichter der Armut

Dhaka / Bangladesch, im August

Demütig dankbar bin ich dem lieben Gott, dass er mich in der hessischen Provinz in die Welt gesetzt hat. Zuweilen mag es langweilig gewesen sein, das Dorfleben – aber es war stets hygienisch dort und zivilisiert, von Armut weit und breit keine Spur, nur Reichtum. In Bangladesch kann niemand der Armut entfliehen. Jeder H&M-Einkäufer, der in den engen Straßen von Dhaka mal im Stau stand, kennt den Anblick armloser Bettler mit verfaulten Zähnen. Fahrer der weißen Ausländer-Limousinen drücken dann hastig die Zentralverriegelung, damit die Armut bloß hinter der Glasscheibe bleibt und nicht auch noch die Tür aufreißt (wozu den Armen wohl eh die Kraft fehlt). So bleibt Armut schön abstrakt – wie im Fernsehen. 

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Geiz ist Geil und das bengalische Leben

Dhaka / Bangladesch, im August

Kaum angekommen in Bangladesch – und schon sehe ich die ersten Kinder bei der Arbeit: Zwei Jungen, nicht älter als Zwölf, hämmern barfuß Backsteine zu Backstein-Brocken. Mit dem Gebrösel stopfen sie in Dhaka die vulkanartigen Schlaglöcher, die der Monsunregen in die Straßen spült. Dutzende Ziegeleien säumen die Ausfallstraße in der Einflugschneise des Flughafens, doch die Schlöte rauchen nicht. Bis vor ein paar Tagen, sagt mein Begleiter, stand die ganze Gegend völlig unter Wasser, jetzt müssen die Ziegeleien trocknen. In der Regenzeit hat das dicht besiedelte Bangladesch immer wieder mit schwersten Überflutungen zu kämpfen. Die Menschen bleiben trotzdem in ihren Blechbaracken wohnen, denn sonst haben sie ja kein Zuhause.

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