Artikel mit dem Tag: Globalisierung

Chinesen-Plage in Hongkong

Quer durch die Kulturen ist der Sonntag ein Tag der Ruhe, des Innenhaltens – im britisch geprägten Hongkong nicht anders als in Europa. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, seit immer mehr Touristen aus China die Sonderverwaltungszone stürmen. Sonntag ist Shopping-Tag in Festland-China. Und das kann zuweilen ziemlich laut werden.

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Schock über China

WiWo-Korrespondent Philipp Mattheis war neulich mit China Eastern Airlines von Shanghai nach Hongkong unterwegs – was er dabei erlebte, hat er uns als Gast-Autor auf diesem Blog aufgeschrieben:

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Die Krise der Außenpolitik

Berlin, im Februar

Schrecklich schwach und schwerfällig ist die Europäische Union in der Außen- und Sicherheitspolitik. Am Beispiel der Mali-Intervention wird das besonders klar: Im Januar 2012 nahmen radikale Islamisten die ersten Siedlungen im Norden ein, im März 2012 putschte das Militär. Über Monate reiften in der grenzenlosen Sahara, im Vorhof Europas, Anarchie und radikaler Islamismus.

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Der Krieg versteckt sich in Mali

Bamako, im Januar

Freie Platzwahl und Beinfreiheit – Air France-Flug AF 3096 lockt dieser Tage mit seltenen Annehmlichkeiten. Der wuchtige Airbus A-340 aus Paris ist nur zu einem Fünftel besetzt. Kein Wunder, denn die Maschine fliegt nach Bamako, in die Hauptstadt von Mali. Im Land ist Krieg und kaum wer will hin, nur weg: Gegen die Abflughalle presst sich eine lange Schlange, der Rückflug wird kuschelig. Die Crew muss die Maschine noch bis zum Zusatz-Stop in Casablanca fliegen, erst dort wird sie abgelöst. Air France lässt Mitarbeiter nicht mehr in Bamako übernachten.

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Achtung, neue Champions kommen!

Berlin, im Januar

Stolz erfüllt den Japaner, der bei Toyota oder Sony seinen Dienst tun darf. Globale Giganten wie Apple, Microsoft und General Motors haben die US-Wirtschaft stark und mächtig gemacht. Selbst in Deutschland braucht es nicht viel Patriotismus, um sich am globalen Erfolg von Volkswagen, Bosch oder Siemens zu laben –  die Weltstars der deutschen Wirtschaft, die “made in Germany” fröhlich immer weiter globalisieren.

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Die Gesichter der Armut

Dhaka / Bangladesch, im August

Demütig dankbar bin ich dem lieben Gott, dass er mich in der hessischen Provinz in die Welt gesetzt hat. Zuweilen mag es langweilig gewesen sein, das Dorfleben – aber es war stets hygienisch dort und zivilisiert, von Armut weit und breit keine Spur, nur Reichtum. In Bangladesch kann niemand der Armut entfliehen. Jeder H&M-Einkäufer, der in den engen Straßen von Dhaka mal im Stau stand, kennt den Anblick armloser Bettler mit verfaulten Zähnen. Fahrer der weißen Ausländer-Limousinen drücken dann hastig die Zentralverriegelung, damit die Armut bloß hinter der Glasscheibe bleibt und nicht auch noch die Tür aufreißt (wozu den Armen wohl eh die Kraft fehlt). So bleibt Armut schön abstrakt – wie im Fernsehen. 

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Geiz ist Geil und das bengalische Leben

Dhaka / Bangladesch, im August

Kaum angekommen in Bangladesch – und schon sehe ich die ersten Kinder bei der Arbeit: Zwei Jungen, nicht älter als Zwölf, hämmern barfuß Backsteine zu Backstein-Brocken. Mit dem Gebrösel stopfen sie in Dhaka die vulkanartigen Schlaglöcher, die der Monsunregen in die Straßen spült. Dutzende Ziegeleien säumen die Ausfallstraße in der Einflugschneise des Flughafens, doch die Schlöte rauchen nicht. Bis vor ein paar Tagen, sagt mein Begleiter, stand die ganze Gegend völlig unter Wasser, jetzt müssen die Ziegeleien trocknen. In der Regenzeit hat das dicht besiedelte Bangladesch immer wieder mit schwersten Überflutungen zu kämpfen. Die Menschen bleiben trotzdem in ihren Blechbaracken wohnen, denn sonst haben sie ja kein Zuhause.

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