Chinesen-Plage in Hongkong

Quer durch die Kulturen ist der Sonntag ein Tag der Ruhe, des Innenhaltens – im britisch geprägten Hongkong nicht anders als in Europa. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, seit immer mehr Touristen aus China die Sonderverwaltungszone stürmen. Sonntag ist Shopping-Tag in Festland-China. Und das kann zuweilen ziemlich laut werden.

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Aus Matsch wird Metall

Die besten Zeiten von Stepnogor in Kasachstan liegen lange zurück. In den sechziger und siebziger Jahren sammelte die Sowjetunion in der abgeriegelten und streng bewachten „Steppenstadt“ die besten Chemiker der ganzen Planwirtschaft: Sie entwickelten Biowaffen unter höchster Geheimhaltungsstufe im Forschungszentrum „Progress“ – oder reicherten Uran an im Werk nebenan. Wer im Elite-Biotop Stepnogor arbeitete, genoss Privilegien. Im Supermarkt „Sibir“ gab es frischen Käse, beste Süßigkeiten und Früchte aus aller Welt.

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Sowjetische Geheimniskrämer

Das Empfangskomitee steht Spalier, als wir vor den Toren der Universität von Öskemen in Ost-Kasachstan aus dem Kleinbus steigen: Der Hochschulrektor steckt zum Gruß die Hand aus, die Dolmetscherin zieht ihre unterwürfig zurück, als ich danach greife. Hinter dem halben Dutzend Uni-Offizieller fixieren uns die Linsen von Kameramann und Fotograf gleichzeitig. Man will sich hinterher des deutschen Interesses am glorreichen Hochschulwesen von Öskemen rühmen. Na, von mir aus!

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Schock über China

WiWo-Korrespondent Philipp Mattheis war neulich mit China Eastern Airlines von Shanghai nach Hongkong unterwegs – was er dabei erlebte, hat er uns als Gast-Autor auf diesem Blog aufgeschrieben:

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Die Krise der Außenpolitik

Berlin, im Februar

Schrecklich schwach und schwerfällig ist die Europäische Union in der Außen- und Sicherheitspolitik. Am Beispiel der Mali-Intervention wird das besonders klar: Im Januar 2012 nahmen radikale Islamisten die ersten Siedlungen im Norden ein, im März 2012 putschte das Militär. Über Monate reiften in der grenzenlosen Sahara, im Vorhof Europas, Anarchie und radikaler Islamismus.

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Frankreichs zweifelhafte Mali-PR

Bamako, im Januar

Kriegsberichterstatter sind natürlich Profis – und deswegen merkt der Leser ihren Reportagen selten sofort an, dass sie gar nicht wirklich aus dem Auge des Sturms berichten. Sobald die Kameras ausgeschaltet sind, schäumen die Journalisten ob des Umstands, dass die französische Armee praktisch keine Journalisten mit eigenen Augen auf den Krieg gegen die Terroristen im Norden von Mali blicken lässt.

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Flucht ins Paradies der Armen

Flucht ins Paradies der Armen

Bamako, im Januar

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Der Krieg versteckt sich in Mali

Bamako, im Januar

Freie Platzwahl und Beinfreiheit – Air France-Flug AF 3096 lockt dieser Tage mit seltenen Annehmlichkeiten. Der wuchtige Airbus A-340 aus Paris ist nur zu einem Fünftel besetzt. Kein Wunder, denn die Maschine fliegt nach Bamako, in die Hauptstadt von Mali. Im Land ist Krieg und kaum wer will hin, nur weg: Gegen die Abflughalle presst sich eine lange Schlange, der Rückflug wird kuschelig. Die Crew muss die Maschine noch bis zum Zusatz-Stop in Casablanca fliegen, erst dort wird sie abgelöst. Air France lässt Mitarbeiter nicht mehr in Bamako übernachten.

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Mali geht uns alle an

Schon im Kopfkino wirken diese Bilder unglaublich grausam: In Reih und Glied ließen Islamisten ihre Geiseln am Gasfeld in Algerien antreten – um sie reihum per Kopfschuss hinzurichten. Vermutlich würde die Debatte über einen deutschen Beitrag zum Mali-Einsatz der Franzosen hierzulande anders verlaufen, wenn unter den 60 Getöteten auch Deutsche gewesen wären. Da etwa Wintershall in Nordafrika nach Gas bohrt, ist dies kein abwegiges Risiko.

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Achtung, neue Champions kommen!

Berlin, im Januar

Stolz erfüllt den Japaner, der bei Toyota oder Sony seinen Dienst tun darf. Globale Giganten wie Apple, Microsoft und General Motors haben die US-Wirtschaft stark und mächtig gemacht. Selbst in Deutschland braucht es nicht viel Patriotismus, um sich am globalen Erfolg von Volkswagen, Bosch oder Siemens zu laben –  die Weltstars der deutschen Wirtschaft, die “made in Germany” fröhlich immer weiter globalisieren.

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