Seit Tagen erwarte ich ihn mit Sehnsucht. Fast mit mehr Vorfreude als Weihnachten. Und es ist auch nicht der Weihnachtsmann, sondern der Service-Mann von Siemens. Aber beide haben was gemeinsam für mich: Der eine existiert nicht, habe ich irgendwann kapiert – und der andere ist zwar real, erzählt aber kaum Vorstellbares. Haben Sie schon mal von “schwimmenden Sieben” in Geschirrspülmaschinen gehört? Ich bis heute nicht. Bedeuten sollen sie Folgendes, so der Siemens-Techniker, der für den Raum Düsseldorf zuständig ist: Wenn ein Essensrest auf einem Teller war, wird er nicht vom Sieb aufgefangen – wie früher und seit Jahrzehnten – sondern schwinmmt drunter durch. Und dieser Essensrest – ich frage mich, was das sein soll – soll jetzt unter irgendeiner Motortrommel hängen und die sogar verbeult haben. So dass jetzt ein neuer Motor fällig sei – für die flüsterleise horrend teure Siemens-Geschirrspülmaschine, die erst vor neun Monaten angeschafft wurde.
Artikel mit dem Tag: Siemens
Unternehmerhaftung: Manager am Pranger
Abgedruckt in wiwo 15/2012 von Julia Leendertse und Claudia Tödtmann
Exklusiv-Interview Managerhaftungs-Experte Michael Hendricks: Aufsichtsrat und Vorstand als unkalkulierbares Risiko?
Michael Hendricks, Experte für Managerhaftung aus Düsseldorf exklusiv im Management-Blog über die Forderung von 1,8 Millionen Euro gegen Christian Wulff als Ex-Aufsichtsrat von VW und darüber, was auf unternehmen und Vorstände in sachen D&O 2012 zukommen dürfte.
PR-Lektion aus China für Siemens
Was waren das noch für gemütliche Zeiten, als die Mitarbeiter in den Pressestellen nur dann auf Anfragen reagieren mussten, wenn sich ihr Einsatz – aus ihrer Sicht – lohnte. Sprich, wenn ein großes überregionales Magazin anklopfte und – noch schlimmer – womöglich etwas schreiben will, was dem Unternehmen nicht passt. Journalisten von vermeintlich unwichtigen Adressen verhungerten schon mal in der Warteschleife. Die rächten sich übrigens gerne, wenn sie später bei einem anderen Arbeitgeber und plötzlich bei einer “wichtigen” Adresse arbeiteten, wie mir mal ein Konzern-Pressesprecher sein Leid klagte.
Wieso Coca-Cola nicht die Kultmarke Nummer Eins bleiben wird
Sven H. Becker, Chef der Werbeagentur TBWA, über das Markenwert-Ranking von Interbrand 2011
Löschers starke Worte – die viel Damenbesuch nach sich ziehen könnten
Beim DLD-Gipfel machte Peter Löscher – Siemens Vorstandschef – vollmundige Verspechung und die hat die “Bunte” in ihrer Ausgabe vom 5. Juli 2011 zitiert, leider gut versteckt. DLD steht für “Digital Life Design”, wo sich laut “Bunte” 800 Spitzenladys aus aller Welt zum Networken trafen – allen voran die Schauspielerinnen Uschi Glas, Ursula Karven und Maria Furtwängler-Burda – letztere als als Schirmherrin. Aber zumindest auch Frauen wie Ursula von der Leyen, Facebook-Geschäftsführerin Libby Leffler, Trendforscherin Li Edelkoort oder Regine Sixt, die Gattin des Leihwagen-Unternehmers.
Wo Jura-Absolventen am liebsten anheuern
Welche Kanzleien oder Unternehmen sind die beliebtesten Arbeitgeber aus der Sicht junger Juristen? Hogan Lovells steht dabei auf Platz Eins gefolgt von Linklaters, Freshfields und Clifford Chance. Von denen Unternehmen ist Siemens auf Platz Neun unter den Top-Ten das einzige. Auf Platz Elf folgt dann BMW und auf der 13 das Auswärtige Amt. Abgeschlagen ist Daimler: erst auf Rang 44 steht der Autobauer aus Stuttgart- deutlich nach Porsche und Audi.
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WoB-Index entlarvt in AGs frauenfreie Zonen
Die Top Drei der großen Unternehmen, die tatsächlich Frauen an die Führunsspitze hochkommen lassen sind der Marktforscher GFK, Douglas Holding und Deutz. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: 74 der 160 Unternehmen – das sind 46 Prozent, also fast jedes zweite – aus Dax, MDax, SDax, und TecDax haben weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat auch nur eine einzige Frau.
In guten wie in schlechten Zeiten: Wollen Sie diese Firma heiraten?
In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen die Herzen ihrer Arbeitnehmer verloren – durch Massenentlassungen, Weihnachtsgeldkürzungen oder -streichungen, durch ständies Verschlechtern der Arbeitsbedingungen und das alles mit kaltem Lächeln. Begleitet mit Kommentaren in der Öffentlichkeit wie “Wir haben mehrere hundert Leute entlassen (in Klammern: das tut dem Börsenkurs gut, denn der geht sofort hoch) – aber dafür liefern wir unseren Kunden jetzt mehr noch mehr Qualität.” Und jeder Mitarbeiter wusste, das geht a) auf seine Knochen mit Arbeitsverdichtung undsoweiter und b) die Qualität kann gar nicht steigen, sondern muss leiden.

