Artikel mit dem Tag: psychische Erkrankungen

Die Telekom als Arbeigeber eines mutmasslichen Mörders – und dessen Chef, der Psychoterror gemacht haben soll

Warum teilt die Polizei im Falle des Mörders von Mirco all diese Arbeitgeber-Details mit? Dass der Mörder aus Schwalmtal beim Bonner Konzern Telekom arbeitet. Dass er 150 Mitarbeiter führt. Dass er nach der Tat ins Controlling befördert wurde. Und dass er beruflichen Stress gehabt habe, dass ihn kurz vor der Tat dessen Vorgesetzter “zusammengefaltet” habe. Dass der Telekom-Manager daraufhin “eine tickende Zeitbombe” war, als er die schreckliche Tat beging, mit der er in erster Linie jemand anderen erniedrigen wollte. Und dass dieser Stress das Tatmotiv war.

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40 Prozent mehr psychisch Kranke in den Unternehmen

Die Krankschreibungen aus psychischen Gründen haben um 40 Prozent zugenommen, vermeldet der sogenannte Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Weil sich die Arbeitswelt verändert hat, und zwar zum Negativen. Arbeitsverdichtung allerorten, immer mehr Arbeit für immer weniger Angestellte. TK-Vorstandschef Norbert Klusen listet auch noch die Zunahme der Zeitarbeitsverträge auf, die Steigerung des Arbeitstempos – auch durch ständige Handy-Erreichbarkeit und massenhaft Mails. Aber auch die Tatsache, dass der Arbeitsrhythmus immer weniger selbstbestimmt sei. » Weiterlesen

Viel Arbeit, wenig Zeit, keine Anerkennung – das macht immer mehr Mitarbeiter psychisch krank

Die Arbeitswelt heute macht immer mehr Menschen krank: Elf Prozent aller Fehltage von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern sind verursacht durch psychische Erkrankungen. Konkret: Zu viel Stress im Job, schlechte Bezahlung und wenig Anerkennung machen die Mitarbeiter krank, ergibt eine Analyse der Bundespsychotherapeutenkammer. Entsprechend hoch sind die Behandlungskosten: Sie schlagen mit vier Milliarden Euro Euro jährlich zu Buche.  Wer depressiv ist, so die Kammer, fehlt 35 bis 50 Tage im Jahr. Meist sind Frauen betroffen. Männer greifen dagegen eher zu Alkohol oder flüchten sich in eine andere Sucht.

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Ich hab Rücken, sagt der Rheinländer

Je mehr Arbeitsverdichtung in den Unternehmen – wegen immer weniger Personal für immer mehr Aufgaben – umso mehr Fehltage: Das, obwohl viele Arbeitnehmer auch krank zum Arbeitsplatz kommen, weil sie ihn nicht verlieren wollen. Präsentismus ist der Name für dieses Phänomen. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen hat errechnet, dass 2008 von seinen Mitgliedern jedes im Schnitt 13,4 Kalendertage krank geschrieben war. Die meisten fehlten wegen Rücken- oder Knieproblemen. Die “steigenden Arbeitsanforderungen infolge des zunehmenden Wettbewerbsdrucks” haben noch weitere gravierende Folgen: Zehn Prozent der Fehltage waren auf psychische Störungen zurückzuführen. Arbeitsmediziner wie Professor Bernhard Badura aus Bielefeld befürchten, dass psychische Störungen bald die häufigste Ursache für Fehltage sein werden.