Gastbeitrag von IT-Anwalt Lars Lensdorf von Heymann & Partner zum Mitarbeiterdatenschutz:
Gastbeitrag von IT-Anwalt Lars Lensdorf von Heymann & Partner zum Mitarbeiterdatenschutz:
Wenn Sie jemals die Wahl zwischen zwei Vorgesetzen haben – sei es in zwei verschiedenen Abteilungen oder bei zwei verschiedenen Arbeitgebern -, ist hier ein Tipp, bei wem es sich besser leben und harmonischer arbeiten lässt: Wählen Sie denjenigen aus, der sportlich aktiv ist. Das College of Business in Kalb bei Chicago hat in einer Studie das Verhalten von Vorgesetzten, “die gegenüber ihren Untergebenen ausfallend werden, ins Verhältnis mit Sporttreiben gesetzt”, berichtet faz.net.
Hätten Sie es gerne, wenn Ihnen Ihr Chef auch noch am Feierabend via Facebook im Nacken sitzt? Und als Freund akzeptiert werden will? Lehnen Sie ab oder lassen ihn unbeachtet, kommt´s ganz schlecht an. Unhöflich ist es obendrein. Nehmen Sie ihn an, sind Sie dagegen fortan wie ein offenes Buch für ihn – womöglich rund um die Uhr. Es soll ja auch schon Angestellte gegeben haben die sich morgens vom Arzt krank schreiben liessen und nachmittags auf Facebook verkündeten, sie seien jetzt auf Shopping-Tour. Die solltens freilich lieber ganz lassen, solche Vergehen, die im Handumdrehen mit einer fristlosen Kündigung enden können.
Je nachdem wie gut es der Branche geht oder wie hoch der Anspruch eines Arbeitgebers an sich selbst ist, gibt´s für die Mitarbeiter kostenlos Kaffee, Tee, Mineralwasser und vielleicht sogar noch – wenn´s ganz großzügig wird – Saft. So traf ich erst kürzlich an einem Samstagvormittag – der Tag ist typisch für Selbständige – in der Metro einen Anwalt, der ein größeres Büro hat und fleissig dabei war, für seine 20 Leute Tee, Kaffe und sogar Gummibärchen einzukaufen. Die spendiert er ihnen immer, um sie bei Laune zu halten.
In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen die Herzen ihrer Arbeitnehmer verloren – durch Massenentlassungen, Weihnachtsgeldkürzungen oder -streichungen, durch ständies Verschlechtern der Arbeitsbedingungen und das alles mit kaltem Lächeln. Begleitet mit Kommentaren in der Öffentlichkeit wie “Wir haben mehrere hundert Leute entlassen (in Klammern: das tut dem Börsenkurs gut, denn der geht sofort hoch) – aber dafür liefern wir unseren Kunden jetzt mehr noch mehr Qualität.” Und jeder Mitarbeiter wusste, das geht a) auf seine Knochen mit Arbeitsverdichtung undsoweiter und b) die Qualität kann gar nicht steigen, sondern muss leiden.
“Daimler gibt den Mitarbeitern zum Halbfinalspiel der Deutschen Nationalmannschaft fußballfrei”, so lautet die heutige Pressemitteilung des Stuttgarter Autobauers. Und weiter: “Die Daimler AG wird am kommenden Mittwoch in allen deutschen Werken die Spät- und Nachtschichten so verlegen oder gestalten, dass alle Beschäftigten des Unternehmens die Möglichkeit haben, das Halbfinalspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Spanien zu sehen.”
Sie denken das ist Nittigritti?
Mitnichten. » Weiterlesen
Warum bleiben Mitarbeiter bei einem Arbeitgeber – und warum nicht? Management-Bestsellerautor Reinhard Sprenger sagt dazu: Mitarbeiter verlassen immer ihren Chef – nie das Unternehmen. Das dürfte grundsätzlich auch stimmen, nur in einem Fall zieht es nicht … » Weiterlesen
Würden die Unternehmen für bessere Arbeitsatmosphäre sorgen, könnten sie mehr aus ihren Mitarbeitern herausholen. Umgekehrt gesagt: Könnten die Mitarbeiter in Ruhe arbeiten und würden freundlicher oder warmherziger behandelt, würden sie mehr schaffen. Geahnt haben wir´s immer schon. Die Arbeitgeber, dass die Mitarbeiter noch Reserven haben. Die Arbeitnehmer, dass man besser arbeiten kann, wenn man sich aufs Wesentliche – die Arbeit – konzentrieren darf, statt ausgebremst zu werden. Oder sich das Hirn zermartern zu müssen, welche Restrukturierungen nun schon wieder anstehen. Oder warum sie so selten oder nie gelobt werden. Jetzt hat es auch das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des privaten Fürstenberg Instituts erforscht: » Weiterlesen