Abgedruckt in wiwo 15/2012 von Julia Leendertse und Claudia Tödtmann
Artikel mit dem Tag: Manager
Top-Manager nehmen sich zu wichtig und überschätzen ihren Beitrag, sagt Kienbaum
Wer ist schuld, wenn Change-Management-Projekte schief gehen? Oft sind es die Top-Manager selbst. Ausgerechtnet. Und wer stellt das fest? Jemand, der eigentlich unverdächtig ist, der viele Manager kennt, Aufträge von ihnen bekommt, ihnen neue Stellen vermittelt und ihnen als Unternehmensberater zur Seite steht. Bei ebensolchen Projekten. Es ist die Managementberatung Kienbaum. Und dann kommt es knüppeldicke, eigentlich: Die Top-Manager dieser Change-Management-Projekte schätzen erstens ihren eignen Beitrag bei diesen Projekten “zu optimistisch” ein
Manager im Dornröschenschlaf: “War das was?”
Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: “Auch im Jahre 2011 ist es den Führungskräften in Deutschland nicht gelungen, ihre Mitarbeiter mitzunehmen” Ins Stammbuch schreibt den deutschen Managern diese Bankrotterklärung das Beratungsunternehmen Gallup in seinem alljährlich veröffentlichenten Engagement Index 2011.
Lesetipp: Welche Manager-Abfindungen erlaubt der Corporate Governance Codex?
Lesehinweis:
Anwalt Richard Mayer-Uellner http://www.cms-hs.com/en-Richard-Mayer-Uellner dröselt im CMS-Blog auf, wann Abfindungen für Manager gegen den Corporate Governance Codex verstossen können und dem Aufsichtsrat eigene Haftung droht: http://www.cmshs-bloggt.de/archives/10531
Ein Manager auf dem Campingplatz: Jörg Eschenbach (Buchauszug)
Jörg Eschenbach wagte den Selbstversuch: statt zu Beginn einer neuen Aufgabe in einer fremden Stadt – in München – in ein Boarding-House, eine möblierte Wohnung oder ein Hotel zu ziehen, nistete er sich lieber auf dem Campingplatz Thalkirchen ein.
Geldgierige Profiteure als schwarze Schafe
In der Schusslinie sind nicht die Big Bosse der Wirtschaft, sondern “einzelne Manager” – wegen ihrer Geldgier. Diese schwarzen Schafe seien die Hauptschuldigen der Wirtschaftskrise. Das meinen jedenfalls 91 Prozent der Deutschen, aktuell belegt durch eine Umfrage der Handelshochschule Leipzig (HHL) – eine der führenden internationalen Business Schools – und dem Marktforscher Infratest unter mehr als 1000 Bundesbürgern. Erst an zweiter Stelle fehlen die allzu laxen Reglementierungen der Banken mit 85 Prozent und dem – allgemeinen – Versagen der Politik mit 81 Prozent. Doch dann geht´s wieder den Entscheidern ans Leder: 78 Prozent der Befragten machen das das kurzfristige Gewinnstreben der Unternehmen als Ursache aus. Immerhin 68 Prozent prangern die Boni für die Manager an als falsche Anreize für sie.
Wenn die Unternehmenskultur bald den Erfolg der Company bestimmt
Was ist, wenn die Demografie und der Facharbeitermangel in den Unternehmen richtig ankommen? Dann müssen sie umso besser auf die vorhandenen Mitarbeiter achten, sie pflegen und deren Arbeitsfähigkeit erhalten. Nur wie ist die große Frage. 77 Prozent der führenden deutschen Personal- und Gesundheitsmanager sehen die Unternehmenskultur als wichtigsten Schlüssel. Das ist ein Ergebnis des Corporate Health Award 2010 von Handelsblatt, TÜV SÜD Life Service und dem Marktforscher EuPD Research aus Bonn – unterstützt von der Techniker Krankenkasse und der Commerzbank – der am 24. November in Berlin verliehen wird an diejenigen Unternehmen, die besonders vorbildliche betriebliche Gesundheitskonzepte haben. In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung gibt es einen Sonderpreis für Unternehmen mit einer besonders guten Unternehmens- und Gesundheitskultur.
Wie der Werber Dopheide Manager künftig zu Marken machen will
Frank Dopheide,47, der Chairman von Grey – der zweitgrößten Werbeagentur in Deutschland – kehrt seiner Branche den Rücken und dockt bei Commarco, der Holding von Scholz & Friends in Hamburg an. Sechs Jahre war er an der Spitze von Grey, wohin ihn der damalige Grey-Chef Bernd Michael geholt hatte. Er kannte Dopheide aus seinen ersten Berufsjahren: Vor 20 Jahren hatte Dopheide bei Grey als Werbetexter begonnen, nachdem eigentlich ein Studium als Sportlehrer absolviert hatte. Das passt: Dopheide ist der Typ Jack-in-the-Box: Er taucht vor allem da auf, wo man ihn nicht erwartet, ist sehr kontaktfreudig und gesellig.
Selbst und ständig – Selbständige zählen zur Kategorie der Selbstausbeuter. Akademiker zahlen auch drauf in puncto Überstunden
39 Prozent der Führungskräften arbeiten mehr als 48 Stunden pro Woche. 20 Prozent bringen es gar auf 60 Arbeitsstunden die Woche. Bei den Akademikern tun dies 17 Prozent, von den Selbständigen sind es sogar 47 Prozent. Insgesamt arbeiten 10 Prozent der Berufstätigen mehr als 48 Stunden pro Woche. 4 Prozent schuften gar über 60 Wochenstunden. Dies besagt eine Untersuchung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zur “Qualität der Arbeit”.
Der Durchschnitt raffelt dagegen nur 36 Stunden in der Woche.
Meine Leute verstehen mich – klarer Fall von Denkste
Sie haben das Gefühl, dass Ihre Mitarbeiter Sie nicht verstehen? Dass sie nicht einsehen, wohin künftig der Hase laufen soll? Und dass die Belegschaft einfach nicht das tut, was Sie von ihr wollen? Partout nicht? Egal wie oft Sie sie auf etwas hinweisen? Vermutlich liegen Sie richtig: 40 Prozent der Mitarbeiter sind schlecht über die Veränderungsprozesse ihrer Firmen informiert. Dafür, dass die meisten Unternehmen sich permanent in irgendeinem Umorganisationsprozess befinden -mal größer, mal kleiner, und oft von einem in den nächsten stolpernd, ohne dass der erste verdaut ist – ist diese Zahl eindeutig zu hoch.Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Handelsblatt Trend Change Management” für den Kommunikationsdienstleister Damovo und das Telekommunikationsunternehmen Cisco
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