Herr Dzida, bei einem süddeutschen Automobilproduzenten wird der Betriebsrat nun neu gewählt, nachdem das Landesarbeitsgericht Stuttgart den ersten Wahldurchgang für rechtswidrig erklärt hatte. Wieso?
Dzida: Weil 800 Führungskräfte nicht an der Wahl teilnehmen durften, obwohl nur 300 von ihnen “leitende Angestellte” waren. Von den Betriebsratswahlen ausgeschlossen sind aber nur echte leitende Angestellte.
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Die Mär vom Leitenden Angestellten – Exklusiv-Interview mit Arbeitsrechtler Boris Dzida von Freshfields
Wenn Betriebsräte nicht Herr ihrer Sinne sind
“Gleichbehandlung für Betriebsräte” fordert Boris Dzida, Arbeitsrechtler und Partner bei der Top-Kanzlei Freshfields in Hamburg. Besonders, wenn diese sich Dinge herausnehmen, die auch bei jedem anderen Arbeitnehmer für eine fristlose Kündigung ausreichen würden. http://www.freshfields.com/PEOPLE/profile/1/20005
Die eigene Firma betrügen – muss kein Kündigungsgrund sein
Wer 40 Jahre bei einem Unternehmen als Mitarbeiter ist und sich nichts zuschulden kommen liess, hat womöglich etwas gut. Womöglich sogar einen Betrugsversuch.
So jedenfalls sehen es die Richter vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg im Falle einer Bahn-Angestellten. Ausgerechnet anlässlich ihres 40-jährigen Dienstjubiläums versuchte die Zugabfertigerin, ihrem Arbeitgeber eine gefälschte Quittung unterzujubeln und sich 160 Euro zu ergaunern. Die Sache kam offenbar heraus und die Bahn kündigte der Frau fristlos.
Doch die Richter des Landesarbeitsgerichts saldierten: Die lange Betriebszugehörigkeit und die Tatsache, dass die Frau die Verfehlung sofort zugab, gewichteten sie stärker als ihre Straftat (Aktenzeichen 2 Sa 509/10). Denn diese lange Zeit habe zu einem sehr hohen Maß an Vetrauenskapital geführt, das durch eine einmalige Verfehlung noch nicht vollständig zerstört sei. Zumal die Frau ansonsten in ihrem Job nicht mit Gelddingen befasst war. Ihr Urteil: Die Kündigung war unwirksam, die Frau behält ihren Job.
Ab zum Amtsarzt
Gesundheit ist Privatsache? Nicht ganz. Schickt der Arbeitgeber einen Mitarbeiter zur amtsärztlichen Untersuchung, so sollte er unbedingt hingehen. Lässt er es bleiben, riskiert er nämlich sogar die fristlose Kündigung. » Weiterlesen
Banking in der Arbeitszeit? Wenn es nicht stört, ok.
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Gekündigt, weil man schwitzt?
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Warum bleiben Mitarbeiter bei einem Arbeitgeber – und warum nicht? Management-Bestsellerautor Reinhard Sprenger sagt dazu: Mitarbeiter verlassen immer ihren Chef – nie das Unternehmen. Das dürfte grundsätzlich auch stimmen, nur in einem Fall zieht es nicht … » Weiterlesen

