Artikel mit dem Tag: Kundenorientierung

Auf allen Vieren im Kühlschrank

Der Abend fängt ja lustig an. Ich finde das herausnehmbare Flaschenfach meines Bosch-Eisschranks im Papierkorb. Das gute Teil – letztlich von Siemens, wozu Gaggenau, Neff und eben Bosch gehören – soll alle halbe Jahr einen neuen Flaschenbehälter brauchen, warnte mich schon eine Freundin. Was ich in dem Moment für lustig hielt, aber eher als Scherz einordnete. So einen von der Sorte, ´übertrieben, um den Kern der Sache hervorzuheben´. Doch schön wärs gewesen, nix übertrieben.

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Wenn ineffiziente Call-Center Anrufer in die Verzweiflung treiben – Kunden-Konfliktmonitor 2012

Eigentlich sollten Call-Center der Kundenorientierung dienen. Das hatten sich die Marketingstrategen schön ausgedacht. Und weil der Normalo-Mitarbeiter einerseits nicht dauernd durch Kundenanrufe gestört werden sollte bei seiner eigentlichen Arbeit und sie auch mitunter nicht die höflichsten Gesellen waren, verfielen die Unternehmenslenker auf Call-Center. Wo lauter freundliche Menschen nichts anderes tun sollten, als Kundenfragen beantworten.Gedacht war das Modell von pfiffigen Beratern eigentlich so: In diesen Call-Centern sollten Sachbearbeiter sitzen, die die Zusatzqualifikation für ein Call-Center hatten – sprich mehr Lohn als normale Sachberarbeiter erhalten sollten – und sie sollten nicht nur kompletten Zugriff via PC auf alle Kundenvorgänge haben, sondern auch Entscheidungsspielräume.

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Ein Teller Kabeljau in Schaumsosse mit….Parfumpapst Frank Schnitzler

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Mit welchem Recht machen Sie mir unnötige Arbeit – als Kunde?

Wieso nimmt sich die GEZ und überhaupt die meisten Unternehmen im Kundenkontakt oder auch nur von denen gewollten Kundenkontakt, das Recht heraus, den Empfänger die Zeit zu stehlen? Es ist ein Argument, diese Firmen großräumig zu meiden. Ist es das, was sie wollen? Wenn sie die anderen nerven mit Fragen wie denen nach ihren eigenen 9stelligen Kundennummern, die die mir irgendwann irgendwo in einem ihrer Systeme gegeben haben.

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Ich träume von einer Marketing-Aktion meiner Bank

So langsam kommen die Einschläge bedrohlich nahe für die Banken und andere Kreditinstitute mit ihren ach so cleveren Gebührenquellen. Mal wieder klopft ihnen jemand auf die Finger, mal wieder wird es sie nicht beeindrucken, vermutlich. Mal abwarten, ob sie es mal über sich bringen und ein Urteil, das sie kassieren, in eine Marketingaktion ummünzen. Ob sie Fairness an den Tag legen und ihren Kunden solchen einen Brief wie diesen schreiben:

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Kundenorientierung: Die Geheimnisse eines guten Dienstleisters

Arrogante Verkäuferinnen in Parfümerien plagen schon jahrzehntelang die Kundinnen. Wie sie einen erst mal von oben bis unten mustern, ganz offen und ohne Scham. Wie sie einen von oben herab behandeln und das Gefühl ermitteln, man sei nicht gut genug für ihren Laden. Immer wieder war das ein Thema von “Brigitte”-Kolumnistinnen. Selbst eine gestandene Unternehmerin aus derselben Branche habe ich schon auf der Düsseldorfer Königsallee in einer Parfümerie über eine Parfümerie-Angestellte schimpfen hören “Was bildet die sich ein – mit dem Gehalt?”

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Mit der Lupe in den Supermarkt

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat den Konsumenten eine echt nützlichen Dienst erwiesen: Es mag auf Anhieb gering klingen, aber das Problem zieht sich überall durch – und kaum einer getraut sich, es namhaft zu machen. Um nicht die immerdoofe, höhnische Antwort zu bekommen, man werde wohl älter und brauche eine Lesebrille. Es geht konkret um Mini-Preisschilder bei Kaiser´s Tengelmann, die so klein sind, dass sie nur mit Lupe entzifferbar sind. Und Lupen sind nicht das Standardaccessoire beim Lebensmitteleinkauf, sondern ein Möllemann-Chip für den Einkaufswagen, eine Plastiktüte oder ein Korb und das Portemonnai.  Die Verbraucherzentrale jedenfalls mahnte Tengelmann erfolgreich ab. Denn nach der Preisangabenverordnung müssen Händler die Grundpreise erkennbar, deutlich  lesbar und gut wahrnehmbar auszuzeichnen. Und dass einem Vollprofi wie dem Supermarktbetreiber Tengelmann so etwas erst per Abmahnung beigebracht werden muss, finde ich merkwürdig.

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Auf einen Teller Pommes Frites mit….Wirtschaftsjournalist Stefan Weber (2)

Der Berliner Imbiss liegt mitten in der City, am Ende der Königsallee und ist immer proppenvoll. Fast immer steht eine längere Schlange an der Kasse und die Jungs hinter der Theke arbeiten zügig. Und trotzdem haben Sie für ihre Kunden, die ab und zu mal vorbeikommen, immer ein persönliches Wort übrig.

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Die Angst des Lothar Linksunterzeichner vor seinen Kunden und die neuen Tarnkappen der Deutschen Bahn

Da will die Deutsche Bahn ihren Passagieren Kundenservice bieten – und denkt sich einen wunderbaren Schildbürgerstreich aus: Zugschaffner brauchen nicht etwa mit ihrem Namen für das einstehen, was sie tun – oder eben nicht -, sondern können sich tarnen. Mit einem falschen Namen, einem Pseudonym.  Ein neues Sonderrecht. Das dürfen – wie man erst jetzt ganz nebenbei erfährt -  4800 Regionalschaffner schon seit dem vergangenem Jahr. Und nun sollen sich auch noch die 3800 Zugbegleiter der Fernzüge verstecken dürfen.

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Die Ansage, bei der ich rot sehe: “Sagen Sie mir bitte Ihre Kundennummer!”

Da ist sie wieder, die Frage, die ich so sehr hasse: “Wie ist Ihre Kundennummer?” fragt mich eben die Damen am Servicetelefon der “Frankfurter Rundschau”. Ich bekomme die von mir bestellte und bezahlte Zeitung nicht geliefert, aber ohne eine vermutlich zehnstellige Nummer soll ich nicht mal bescheid sagen könne, dass die Zeitung heute nicht in meinem Briefkasten war wie sonst. Und um eine Nachlieferung bitten.

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