Artikel mit dem Tag: Frauen

Ein Teller Senfrostbraten mit Manager-Marken-Agenturchef Frank Dopheide

Warum die Autoindustrie wegen der drohenden Chefinnen-Invasion gleich doppelt verunsichert ist.

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Ja wo stecken sie denn, die ungeahnten Talente im Unternehmen?

Das ist so was mit den Vorurteilen. Meist bemerkt man sie, wenn andere ihnen erliegen – und weniger man selbst. Manchmal aber erliegen ihnen die Menschen gruppenweise – und bemerken es nicht mal. Im Gegenteil, vielleicht nennt sich das dann sogar Firmenkultur – und man ist irgendwie stolz drauf.  Und will, dass sich Neulinge im Unternehmen an sie anpassen. Eins dieser einmütig gelebten Vorurteile in vielen Unternehmen ist jenes: Jeder Neue, der von aussen kommt, ist erst mal viel besser als die Kollegen, die schon an Bord sind. Das dauert freilich nicht so lange, der Lack des Neuankömmlings ist schnell ab und die allgemeine gegenseitige Geringschätzung erwischt auch ihn. Nur die wenigsten schaffen es, ihren Lack zu verteidigen und bewältigen den Durchmarsch in die Chefetage. Die anderen, die große Mehrzahl bekommt die Chancen nicht. Oft deshalb, weil die Überprüfung der schlummernden Fähigkeiten bei den Mitarbeitern nicht irgendwie institutionalisiert ist. Und dann unterbleibt´s eben. Die jährlichen Mitarbeitergespräche können das nicht leisten, sind sie doch fast überall eine Farce und inzwischen bei vielen Unternehmen nur noch dazu da, damit der Vorgesetzte sie der Unternehmensführung nachweisen und seine eigene Prämie ins Trockene retten kann. Um den Mitarbeiter und seine Perspektiven gehts dabei nie mehr. Er kann froh sein, wenn er keinen Vorgesetzten hat, der diese Jahresgespräche nicht nur als seinen eigenen Abrechnungsmoment benutzt. Als Möglichkeit einzuschüchtern, mit Vorwürfen zu überschütten und zu sticheln – damit der Mitarbeiter ja keine Gehaltserhöhung verlangt.

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Wenn die Bedächtigere die Clevere ist – und trotzdem als langsam diskiminiert wird

Frauen können besser einparken als Männer. Die Nachricht erstaunt, nicht nur wegen ihrer Kernaussage – wo man doch landläufig immer seit Jahrzehnten das Gegenteil suggeriert bekommt. Keine Party-Witze-Salve ohne doofe Blondinen am Steuer. Obwohl die Versicherer seit langem erkannt haben, dass Frauen seltener in Unfälle verwickelt sind als Männer.

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“Frauen an der Spitze sind oft kinderlos”

Mal wieder bilden die deutschen Karriere-Frauen das internationale Schlußlicht, zumindest fast. Nur die Frauen aus den Niederlanden machen eine noch schlechtere Figur. Und die Russinnen sind entweder durchsetzungsfreudiger im Job oder können besser rechnen, oder beides. Die international tätige Personalberatung Michael Page aus Großbritannien hat untersucht: Russland hat mit 37 Prozent die meisten weiblichen CFO´s. Ihnen folgen die Türkinnen mit 22 Prozent weiblicher Finanzvorstände und Polen mit 20 Prozent.

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Bankerinnen glauben Ihren Arbeitgebern nicht

Das Online-Karrierenetz E-Financial-Careers hat 212 Finanzexperten befragt und wenig Rühmliches zutage gefördert: 92 Prozent der Bankerinnen fühlen sich diskriminiert und glauben, dass sie so schnell keine Chance haben, bei den Geldinstituten auf einen Führungsjob zu gelangen.

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Männer können auch ohne Job, Frauen weniger

Kann es bessere Werbung für “Frauen in die Fürhungsjobs” geben als diese? Da belegt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), dass Arbeit für Frauen wichtiger ist als für Männer. 80 Prozent der Männer können auch gut ohne Arbeit auskommen. Das sagen sie jedenfalls, ob man´s Ihnen glaubt ist eine ganz andere Frage. Würden sonst so auffallend viele Männer kurz nach ihrer Pensionierung versterben? Jedenfalls ist das ein deutlicher Hinweis, dass Frauen womöglich auch verantwortungsvoller sind im Job. Das wiederum wäre für Unternehmen eine echte Bereicherung. Ganz abgesehen davon, dass es netter ist, motivierte und sogar auto-motivierte Mitarbeiter zu haben als solche, die sagen: Ach eigentlich…will ich hier gar nicht sein und das tun was ich tun muss.

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WoB-Index entlarvt in AGs frauenfreie Zonen

Die Top Drei der großen Unternehmen, die tatsächlich Frauen an die Führunsspitze hochkommen lassen sind der Marktforscher GFK, Douglas Holding und Deutz. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: 74 der 160 Unternehmen – das sind 46 Prozent, also fast jedes zweite – aus Dax, MDax, SDax, und TecDax haben weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat auch nur eine einzige Frau.

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Die Franzosen zwingen jetzt die Unternehmen, eine Frauenquote auf der Führungsebene zu erfüllen

Die Pariser Nationalversammlung hat gestern Abend die Einführung einer verbindlichen Frauenquote in den Kontrollgremien französischer Unternehmen verabschiedet. Konkret: Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten börsennotierter Gesellschaften und Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern und über 50 Millionen Euro Umsatz muss in drei Jahren 20 Prozent, in sechs Jahren 40 Prozent betragen.

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Wieviel Dax-Aufsichtsräte verdienen – und was im Argen liegt

Die Aufsichtsräte der Dax-Konzerne verdienten dieses Jahr 21 Prozent mehr als 2009: Und zwar im Schnitt 262.200 Euro. Dies belegt die Studie der Vergütungsberatung Towers Watson “Aufsichtsrätevergütung 2010″. Ein weiteres Ergebnis: In den Aufsichtsräten sitzen zu wenige Frauen und Ausländer. Die Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) haben die Dax-Konzerne damit nicht erfüllt.
Die Studie im Detail: Schweizer mit 1,6 Millionen Euro und britische Aufsichtsräte mit 437 000 Euro verdienen deutlich mehr als ihre deutschen Kollegen, wenngleich diese auch kein Duales System haben (Aufsichtsrat und Vorstand) sondern ein Single-Board.
Am meisten erhalten die Chefkontrolleure von VW mit 577 000 Euro, Siemens 501 400 Euro und EON mit 433 900 Euro. Am wenigsten zahlt dagegen Infineon mit 56 800 Euro, also nicht mal ein Zehntel von VW.
40 Prozent der DAX-Konzerne zahlen ihren Aufsichtsräten keine Tantieme sondern eine Langfristvergütung, die sich am Unternehmenserfolg orientiert – etwa die Deutsche Telekom und die Deutschen Post. Der DCGK empfiehlt die Halbierung von variabler und fester Entlohnung.

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IW-Studie Frauengehälter: Sie verdienen doch 30 Prozent weniger

Wieder was dazu gelernt: Gender pay gap heisst der Abstand zwischen Männer-und Frauengehältern laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Klingt klug, ändert aber nichts an den Fakten. Auch das IW macht eine Lohnlücke von 30 Prozent aus – und nicht so wenig wie erst kürzlich das Statistische Bundesamt, nämlich acht Prozent.

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