Artikel mit dem Tag: Frauen

“Top-Manager sind Chauvinisten”, meint Management-Coach Johannes Schmeer (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Top-Management-Coach Johannes Schmeer, München

 

Das Fraunhofer-Institut hat es den Männern mal wieder gezeigt: sie sind rückständig, altbacken, konservativ und frauenfeindlich. So lautet das – zugegebenermaßen leicht überspitzte – Fazit einer Studie aus dem Oktober vergangenen Jahres („Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden“, Professor Martina Schraudner et al., Fraunhofer-Gesellschaft 2012). Evolutionsstufe Eins könnte man sagen. Noch ganz weit weg von der allseits propagierten Frauen-an-die-Macht-Forderung.

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Wenn Einkäufer das Sagen hätten, wären dann mehr Frauen Chefs ?

Vielleicht können Entscheider in mittelständischen Unternehmen besser rechnen als ihre Kollegen in Konzernen. Jedenfalls ist in der Privatwirtschaft insgesamt der Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 30 Prozent gestiegen von 2001 bis 2010. Demgegenüber beträgt der Damen-Anteil in den Vorständen der Dax-Konzerne gerade mal drei Prozent, hat das DIW jetzt errechnet.

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Reding legt los: Sie wartet nächsten Monat mit einem Gesetzentwürfchen zur europaweiten Frauenquote auf

 

“Keiner mag Quoten, aber ich mag, was Quoten bewirken”, hatte Reding im März in Frankfurt für ihre Idee geworben. “Wir bräuchten sonst Jahrzehnte, um dahin zu kommen, wo wir hin wollen.” Die  hat errechnet: In den Unternehmen in den wichtigsten deutschen Börsenindizes (Dax, MDax, TecDax, SDax) lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten im Jahr 2011 durchschnittlich bei knapp 14 Prozent, in den Vorständen sitzen demnach nicht einmal 4 Prozent Frauen.

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Das hinderliche Sicherheitsbedürfnis der Frauen

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Ein Teller Senfrostbraten mit Manager-Marken-Agenturchef Frank Dopheide

Warum die Autoindustrie wegen der drohenden Chefinnen-Invasion gleich doppelt verunsichert ist.

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Ja wo stecken sie denn, die ungeahnten Talente im Unternehmen?

Das ist so was mit den Vorurteilen. Meist bemerkt man sie, wenn andere ihnen erliegen – und weniger man selbst. Manchmal aber erliegen ihnen die Menschen gruppenweise – und bemerken es nicht mal. Im Gegenteil, vielleicht nennt sich das dann sogar Firmenkultur – und man ist irgendwie stolz drauf.  Und will, dass sich Neulinge im Unternehmen an sie anpassen. Eins dieser einmütig gelebten Vorurteile in vielen Unternehmen ist jenes: Jeder Neue, der von aussen kommt, ist erst mal viel besser als die Kollegen, die schon an Bord sind. Das dauert freilich nicht so lange, der Lack des Neuankömmlings ist schnell ab und die allgemeine gegenseitige Geringschätzung erwischt auch ihn. Nur die wenigsten schaffen es, ihren Lack zu verteidigen und bewältigen den Durchmarsch in die Chefetage. Die anderen, die große Mehrzahl bekommt die Chancen nicht. Oft deshalb, weil die Überprüfung der schlummernden Fähigkeiten bei den Mitarbeitern nicht irgendwie institutionalisiert ist. Und dann unterbleibt´s eben. Die jährlichen Mitarbeitergespräche können das nicht leisten, sind sie doch fast überall eine Farce und inzwischen bei vielen Unternehmen nur noch dazu da, damit der Vorgesetzte sie der Unternehmensführung nachweisen und seine eigene Prämie ins Trockene retten kann. Um den Mitarbeiter und seine Perspektiven gehts dabei nie mehr. Er kann froh sein, wenn er keinen Vorgesetzten hat, der diese Jahresgespräche nicht nur als seinen eigenen Abrechnungsmoment benutzt. Als Möglichkeit einzuschüchtern, mit Vorwürfen zu überschütten und zu sticheln – damit der Mitarbeiter ja keine Gehaltserhöhung verlangt.

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Wenn die Bedächtigere die Clevere ist – und trotzdem als langsam diskiminiert wird

Frauen können besser einparken als Männer. Die Nachricht erstaunt, nicht nur wegen ihrer Kernaussage – wo man doch landläufig immer seit Jahrzehnten das Gegenteil suggeriert bekommt. Keine Party-Witze-Salve ohne doofe Blondinen am Steuer. Obwohl die Versicherer seit langem erkannt haben, dass Frauen seltener in Unfälle verwickelt sind als Männer.

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“Frauen an der Spitze sind oft kinderlos”

Mal wieder bilden die deutschen Karriere-Frauen das internationale Schlußlicht, zumindest fast. Nur die Frauen aus den Niederlanden machen eine noch schlechtere Figur. Und die Russinnen sind entweder durchsetzungsfreudiger im Job oder können besser rechnen, oder beides. Die international tätige Personalberatung Michael Page aus Großbritannien hat untersucht: Russland hat mit 37 Prozent die meisten weiblichen CFO´s. Ihnen folgen die Türkinnen mit 22 Prozent weiblicher Finanzvorstände und Polen mit 20 Prozent.

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Bankerinnen glauben Ihren Arbeitgebern nicht

Das Online-Karrierenetz E-Financial-Careers hat 212 Finanzexperten befragt und wenig Rühmliches zutage gefördert: 92 Prozent der Bankerinnen fühlen sich diskriminiert und glauben, dass sie so schnell keine Chance haben, bei den Geldinstituten auf einen Führungsjob zu gelangen.

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Männer können auch ohne Job, Frauen weniger

Kann es bessere Werbung für “Frauen in die Fürhungsjobs” geben als diese? Da belegt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), dass Arbeit für Frauen wichtiger ist als für Männer. 80 Prozent der Männer können auch gut ohne Arbeit auskommen. Das sagen sie jedenfalls, ob man´s Ihnen glaubt ist eine ganz andere Frage. Würden sonst so auffallend viele Männer kurz nach ihrer Pensionierung versterben? Jedenfalls ist das ein deutlicher Hinweis, dass Frauen womöglich auch verantwortungsvoller sind im Job. Das wiederum wäre für Unternehmen eine echte Bereicherung. Ganz abgesehen davon, dass es netter ist, motivierte und sogar auto-motivierte Mitarbeiter zu haben als solche, die sagen: Ach eigentlich…will ich hier gar nicht sein und das tun was ich tun muss.

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