Die Aufsichtsräte der Dax-Konzerne verdienten dieses Jahr 21 Prozent mehr als 2009: Und zwar im Schnitt 262.200 Euro. Dies belegt die Studie der Vergütungsberatung Towers Watson “Aufsichtsrätevergütung 2010″. Ein weiteres Ergebnis: In den Aufsichtsräten sitzen zu wenige Frauen und Ausländer. Die Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) haben die Dax-Konzerne damit nicht erfüllt.
Die Studie im Detail: Schweizer mit 1,6 Millionen Euro und britische Aufsichtsräte mit 437 000 Euro verdienen deutlich mehr als ihre deutschen Kollegen, wenngleich diese auch kein Duales System haben (Aufsichtsrat und Vorstand) sondern ein Single-Board.
Am meisten erhalten die Chefkontrolleure von VW mit 577 000 Euro, Siemens 501 400 Euro und EON mit 433 900 Euro. Am wenigsten zahlt dagegen Infineon mit 56 800 Euro, also nicht mal ein Zehntel von VW.
40 Prozent der DAX-Konzerne zahlen ihren Aufsichtsräten keine Tantieme sondern eine Langfristvergütung, die sich am Unternehmenserfolg orientiert – etwa die Deutsche Telekom und die Deutschen Post. Der DCGK empfiehlt die Halbierung von variabler und fester Entlohnung.
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