Artikel mit dem Tag: Arbeitsrecht

Unternehmen müssen sich vor Burnout-Klagen fürchten – Gastbeitrag von Arbeitsrechtler Jörg Podehl

 

 Jörg Podehl ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner bei Peters Rechtsanwälte in  Düsseldorf/Berlin

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Warum auch jüngere Leute so viel Urlaubsanspruch haben wie Ältere

Wer 40 wird soll deshalb nicht mehr Urlaubstage bekommen als jüngere Kollegen, denn diese Vergünstigung in einem Tarifvertrag kann diskriminierend sein, entschied jetzt das Bundesarbeitsgericht.  Geklagt hatte eine Mitarbeiterin im Öffentlichen Dienst, die noch keine 40 Jahre alt war und trotzdem einen Jahresurlaub von 30 Tagen verlangte. Und sie setzte sich durch. Kanzlei Beiten Burkhardt berichtet: “Die tarifliche Urlaubsstaffelung verfolge nicht das legitime Ziel, einem gesteigerten Erholungsbedürfnis älterer Menschen Rechnung zu tragen. Ein gesteigertes Erholungsbedürfnis von Beschäftigten bereits ab dem 40. Lebensjahr lasse sich nicht begründen.” 

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Krankheiten, die amtliche Behinderungen sind, muss man dem Chef offenlegen

es ist ein zweischneidiges Schwert mit den Behinderungen bei Arbeitnehmern. Einerseits gibt es viele Behinderungen, die nicht mal weiter auffallen müssen von Diabetis bis Schwerhörigkeit. Andererseits stellen die Unternehmen kaum mehr Behinderte ein und bei den meisten ist die Zhl der behinderten Arbeitnehmer noch viel rascher gesunken als die von Nicht-Behinderten. Wer – was allzu oft als politisch korrekt hochgejubelt wird und in Talk-Shows zur allgemeinen Unterhaltung gern vorgeführt wird – zum Beispiel seine Krebserkrankung offen zugibt, wird bei Bewerbungsgesprächen prompt abgestraft mit absagen. Selbstverständlich aus ganz ganz anderen Gründen, versteht sich. Ein Schelm, der Arges dabei denkt.

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Ach, wie gut dass niemand weiss….warum ich welchem Bewerber einen Korb gebe. Arbeitsrechtler Hans-Peter Löw kommentiert.

Hans-Peter Löw von der Kanzlei Allen & Overy über abgelehnte Stellenbewerber, die nicht erfahren, warum sie scheiterten. Die nicht wissen, ob sie diskriminiert wurden und ob sie womöglich einen Entschädigungsanspruch haben. Und Unternehmen, die fürchten, sich zu Tode dokumentieren zu müssen.

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Die Mär vom Leitenden Angestellten – Exklusiv-Interview mit Arbeitsrechtler Boris Dzida von Freshfields

Herr Dzida, bei einem süddeutschen Automobilproduzenten wird der Betriebsrat nun neu gewählt, nachdem das Landesarbeitsgericht Stuttgart den ersten Wahldurchgang für rechtswidrig erklärt hatte. Wieso?
                      
Dzida: Weil 800 Führungskräfte nicht an der Wahl teilnehmen durften, obwohl nur 300 von ihnen “leitende Angestellte” waren. Von den Betriebsratswahlen ausgeschlossen sind aber nur echte leitende Angestellte.
                      

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Geschenk zum 60.Geburtstag? Noch nicht die Rosenschere!

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           dzidafreshfields1
Arbeitsrechtler Boris Dzida von der Top-Kanzlei Freshfields in Hamburg hat für den Management-Blog erklärt, was das EuGH-Urteil für deutsche Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeutet:

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Ein Facebook-Klick auf “Gefällt mir” und schon gefeuert?

Arbeitsrechtler hatten es seit längerem erwartet, jetzt ist es eingetreten. Die ersten deutschen Arbeitnehmer haben wegen Aussagen auf Facebook Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommen. Innerhalb von 24 Stunden wurden gleich zwei Fälle, bei der Daimler AG und der Frankfurter Rundschau, publik. Dies dürfte jedoch erst der Anfang sein. In Zukunft werden sich Anwälte und Arbeitsrichter ausgiebig mit Facebook, studiVZ und Co. beschäftigen müssen.

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Strafversetzung ins Großraumbüro

Jetzt ist es amtlich: Großraumbüros sind die 2b-Lagen. Darüber stehen Doppel- und darüber an der Spitze eben die Einzelzimmer.
Chefs, die glauben machen wollen, es herrsche einig Basisdemokratie in der Sitzordnung und Großraumbüros seien ganz wunderbar fürs effiziente, qualitätsorientierte Arbeiten, wurden jetzt vom Landesarbeitsgericht Köln Lügen gestraft.

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Mami braucht sich nicht strafversetzen lassen

Welches Unternehmen in Frankfurt hat seine Konzernzentrale in London und ist so groß, dass es sich – zumindest bis vor kurzem – eine Rechtsabteilung in Deutschland leistete? Und deren Chefin 39 Jahre alt ist und eine 13 Monate alte Tochter hat? Der Fachredaktion “Juve” zufolge soll es sich um Havells Sylvania handeln, ein Lampen- und Lichttechnikhersteller aus London. Jene Firma hat sich nicht gerade als frauenfreundlicher Arbeitgeber gezeigt und handelte sich vom Landesarbeitsgericht Frankfurt im Eilverfahren eine Ohrfeige ein: Zuerst hatte sie mit der weiblichen Führungskraft vor deren Elternzeit eine Vereinbarung getroffen, wonach diese 30 Wochenstunden arbeitet. Zwei Tage im Büro und zwei zu Hause. Doch nach einigen Monaten eröffnete man der Frau, sie sei nun nach London in die Konzernzentrale versetzt  und ihr bisheriges Büro geschlossen. In London solle sie fortan zwei Tage pro Woche arbeiten. Damit nicht genug: Anreise und Übernachtung sei von ihr privat zu zahlen.

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Kennen Sie die Vertrauensvorratsbestimmungsfunktion?

Ich habe gerade wieder mal ein sagenhaftes Wort gelernt: “Vertrauensvorratsbestimmungsfunktion” – und ich habe das Gefühl, es könnte etwas damit zu tun haben, was ich im Blog bisher einfach “Credit” nannte. http://www.wiwo.de/blogs/management/2011/01/20/jungere-mitarbeiter-konnen-soviel-urlaub-beanspruchen-wie-die-alteren-wenn%c2%b4s-im-tarifvertrag-eine-altersstaffelung-gibt/

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