„Nahaufnahme“-Fragebogen mit Clifford-Chance-Chef Peter Dieners, den andere Autofahrer in Harnisch bringen

 

Den „Nahaufnahme“-Fragebogen beantwortete  Peter Dieners, Managing-Partner der internationalen Anwaltskanzlei Clifford Chance.

 

Peter Dieners

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Clifford Chance ist eine internationale Anwaltskanzlei, die Unternehmen mit innovativer Rechtsberatung, Branchenexpertise und einer globalen Präsenz dabei hilft, ihren wirtschaftlichen Erfolg im globalen Wettbewerb und in Zeiten der Digitalisierung langfristig zu sichern.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Zwischen fünf und sechs Uhr früh mit einem Blick auf die E-Mails. Am Wochenende versuche ich, möglichst viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen; den Samstag starten wir gewöhnlich mit einem ausgiebigen Spaziergang mit unserem Border Terrier Sunny.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich versuche, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Leute mitzunehmen. Einzelentscheidungen setze ich immer auch in den größeren Kontext. Anders können Sie in einem People Business nicht führen. Ich lege Wert auf die Meinungen anderer, bin gleichzeitig aber auch ein sehr ungeduldiger Mensch, nicht immer zur Freude anderer, denn mir gehen die Dinge oft nicht schnell genug und ziehe eine Sache gerne sofort durch, sobald sie entschieden ist.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Die sehen das hoffentlich ähnlich. Meine Sekretärin würde vermutlich sagen, dass es eine echte Herausforderung ist, mit meiner flexiblen Terminplanung umzugehen. Denn ich weiche gerne auch mal vom Kalender ab.

 

Tee oder Kaffee?

Kaffee

 

Ihr Spitzname ist…?

Als Kind wurde ich in der Schule zuweilen „Dino“ genannt.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Meine Sammelleidenschaft: Jazzmusik der 30-er und 40-er Jahre.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Andere Autofahrer.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Frau, wenn ich auch am Wochenende in aller Frühe aufstehe. Meine Sekretärin, wenn ich mich mal wieder nicht diszipliniert genug an meinen Terminkalender halte. Meinen Sohn, weil ich ihm seine Playstation konfisziert habe, bis er endlich „Andorra“ von Max Frisch für den Deutschunterricht ausgelesen hat.

 

Was möchten Sie gerne mal machen, wenn Sie wirtschaftlich unabhängig wären, nicht mehr in Ihrer Firma und ganz viel Zeit hätten?

Einen Roman schreiben. Auf keinen Fall einen Krimi, es würde eine Art Gesellschaftsroman werden mit Geschichten und Inspirationen aus meinem Berufsleben. Da gibt es viel zu erzählen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Freundschaft, Humor, Verlässlichkeit, Integrität, Geist und Intelligenz.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meine Familie, Bücher und Musik.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das? 

Bundeskanzler oder Konzertpianist.

 

 


Peter Dieners Mutter schenkte ihm einen Pelikan-Füller, als er zur Grundschule ging. Den einen von damals hat er schon lange verloren. Seitdem schreibt er bis heute viel mit dem Füller und will nicht mehr ohne sein – auch wenn´s nicht mehr die legendäre Marke mit dem Vogel sein muss. Seine Mitarbeiter verdrießt seine Füller-Vorliebe, denn seine Schrift ist nicht immer gut lesbar und ihnen wäre lieber, er würde direkt am PC seine Dokumente bearbeiten. Der Buddha-Kopf auf seinem Schreibtisch ist ein Weihnachtsgeschenk seiner Frau, der Ruhe und Gelassenheit vermitteln soll.

 

 

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