Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Change-Group-Inhaber Uwe Schuricht, der seine Notizen mit dem Füller liebt

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Uwe Schuricht, Headhunter und Inhaber der Change Group in Berlin mit Referenzkunden wie SAP, Vitra oder Linklaters.

 

Headhunter Uwe Schuricht, Gründer und Inhaber von Change Group

Uwe Schuricht, Gründer und Inhaber von Change Group (Foto: Presse)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?

Wir sind eine Personalberatung, die sich auf die Rekrutierung und das Coaching von Führungskräften und Spezialisten für die Medien- und Internetindustrie spezialisiert hat. Im Zuge der Digitalen Transformation beraten wir zunehmend auch klassische Industrie- und Markenunternehmen, die für die anstehenden Aufgaben Menschen suchen, die sich bisher gar nicht oder nur wenig für diese Unternehmen interessiert haben.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Zwischen 7.30 Uhr und 9.30 Uhr – je nachdem, wann der Vortag zu Ende ging. Wann immer ich kann, beginnt mein Tag in der Badewanne mit einem Earl Grey Tee und dem „Morgenmagazin“. Zu meiner Verteidigung kann ich vorbringen, dass auch Alan Greenspan jeden Morgen gebadet hat. Mein Frühsport ist dann, mit dem Fahrrad zehn Kilometer ins Büro zu fahren, dabei sortiere meine Gedanken und bereite mich gedanklich auf Termine vor. Bis der Arbeitstag vorbei ist, fahre ich oft 50 Kilometer und mehr mit dem Rad. Da kommt Headhunting dem Jagen sehr nahe.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Humorvoll, empathisch, aber entschlossen

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

…am Zeitmanagement arbeitet er permanent 😉

 

Tee oder Kaffee?

Latte macchiato vom Coffee Circle aus Berlin – sehr zu empfehlen.

 

Ihr Spitzname ist…?

… im Studium Belmondo. Der hat in der Jugend geboxt und das sah man seiner Nase an. In den 1980ern liefen seine Filme wie „Ausser Atem“ immer in den Arthouse Kinos (Programmkinos). Ich war sehr frankophil, habe als Student im Club Med gearbeitet und meine Nase hatte große Ähnlichkeiten mit Belmondos Boxer-Nase – jedenfalls bis zu meiner Nasen-OP. Meibe Liebe zu Frankreich ist aber geblieben.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Ich arbeite im Stehen und schreibe handschriftlich Notizen mit dem Füller. Das sind manchmal bis zu 20 Seiten am Tag. Das hilft mir beim Nachdenken, Nachlesen und bei der Vorbereitung der nächsten Schritte.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Ungerechtigkeit. Es fällt mir schwer, unfaires und ungerechtes Handeln zu akzeptieren, dabei zuzusehen und nicht einzuschreiten.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Mein – für manche – zu stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Mit zunehmendem Alter werde ich zum Glück milder.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Weiter arbeiten mit anderen Schwerpunkten und weniger Stress. Ich würde gerne weiter unterrichten, viel mit jungen Menschen zu tun haben, Spanisch sprechen lernen, noch mehr reisen und viel mehr Sport treiben

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Herzenswärme, Humor, Offenheit, Schlagfertigkeit, Charisma und und

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Bundeskanzler – ich denke nach einem Tag in diesem Job hätte man ein völlig anderes Verständnis davon, was machbar ist und was nicht.

 

Foto: Privat

„Den Kreisel hat mir mein Sohn zum Geburtstag geschenkt, als er acht Jahre alt war“, erzählt Personalberater Uwe Schuricht. „Er meinte, mit dem Kreisel wird es mir bestimmt nicht mehr langweilig im Büro. Er ist aus Holz und handbemalt und funktioniert als Handschmeichler ebenso wie als Kreisel. Und wenn ich mich im Kreise drehe, nehme ich den Kreisel, schmunzele und finde meistens einen Aus-Weg.“
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