Die WirtschaftsWoche-Topkanzleien und die Top-Anwälte für M&A

Die Milliardenkuppler

Für eine gelungene Fusion oder Übernahme brauchen Manager gute Anwälte. Eine exklusive Rangliste der WirtschaftsWoche zeigt die renommiertesten Kanzleien.

Zuerst erschienen in der Printausgabe der  WirtschaftsWoche vom 21.7.2018

 

Die Top-Anwälte
Oliver Felsenstein. Tobias Larisch Latham & Watkins
Norbert Rieger Milbank, Tweed, Hadley & McCloy
Maximilian Schiessl Hengeler Mueller
Christoph Seibt Freshfields Bruckhaus Deringer
Ralph Wollburg Linklaters
Hans-Jörg Ziegenhain Hengeler Mueller
 

 

Carsten Berrar

 

 

Sullivan & Cromwell

Andreas Fabritius, Ludwig Leyendecker Freshfields Bruckhaus Deringer
Achim Glade Glade Michel Wirtz
Nikolaos Paschos Latham & Watkins
Anselm Raddatz Clifford Chance
Ingo Strauss Baker & McKenzie
Jochen Vetter Hengeler Mueller
 

 

Christian Cascante

 

 

Gleiss Lutz

Roger Kiem White & Case
Kristina Klaaßen Linklaters
Jens Liese Noerr
Matthias Lupp Lupp + Partner
Sebastian Olk Gütt Olk Feldhaus
Steffen Oppenländer Milbank, Tweed, Hadley & McCloy
Torsten Rosenboom Watson Farley & Williams
Stefan Widder Latham & Watkins
 

 

Andreas Austmann. Thomas Meurer

 

 

Hengeler Mueller

Jan Bauer Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom
Hans Diekmann Allen & Overy
Reinhard Eyring, Benedikt von Schorlemer Ashurst
Christof-Ulrich Goldschmidt Clifford Chance
Achim Herfs Kirkland & Ellis
Florian Kästle Baker & McKenzie
Stephan Morsch SKW Schwarz
Ralf Morshäuser Gleiss Lutz
Wilhelm Nolting-Hauff Orrick, Herrington & Sutcliffe
Christian Pleister, Georg Schneider Noerr
Mario Schmidt Willkie Farr & Gallagher
Harald Selzner, Rainer Traugott Latham & Watkins
Rick van Aerssen Freshfields Bruckhaus Deringer
Gesine von der Groeben

 

Beiten Burkhardt

 

 

Matthias Bruse

 

P+P Pöllath+Partners

Frank Burmeister, Bernd Wirbel, Georg Seyfarth, Martin Ulbrich Hengeler Mueller
Christian Crones WilmerHale
Kolja de Vries Hoffmann & de Vries
Daniel Grewe Seitz
Michael Haidinger, Arend v. Riegen Freshfields Bruckhaus Deringer
Alfred Kossmann Shearman & Sterling
Thomas Meyding, Tobias Schneider CMS Hasche Sigle
Peter Nussbaum Milbank, Tweed, Hadley & McCloy
Attila Oldag Kirkland & Ellis
Jochem Reichert SZA Schilling, Zutt & Anschütz
Innerhalb der Cluster nach Alphabet; Quelle: WirtschaftsWoche Topkanzleien 2018

 

 

Welche Kanzlei-Teams am renommiertesten sind

Freshfields Bruckhaus Deringer
Hengeler Mueller
Latham & Watkins
Baker & McKenzie
CMS Hasche Sigle
Gleiss Lutz
Linklaters
Milbank Tweed Hadley & McCloy
Noerr

 

Allen&Overy
Ashurst
Clifford Chance
Glade Michel Wirtz
GvW Graf von Westphalen
Hogan Lovells
Kirkland & Ellis
P+P Pöllath+Partners
White & Case

 

Flick Gocke Schaumburg
Görg
Gütt Olk Feldhaus
Heuking Kühn Lüer Wojtek
Lupp + Partner
Luther
Sullivan & Cromwell
SZA Schilling, Zutt & Anschütz
Watson Farley & Williams
Willkie Farr & Gallagher

 

Beiten Burkhardt
Bryan Cave
Dentons
Metis
Morrison & Foerster
Oppenhoff & Partner
Orrick, Herrington & Sutcliffe
PwC Legal
Reed Smith
Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom
SKW Schwarz

 

BMH Bräutigam & Partner
Ebner Stolz
Esche Schümann Commichau
GLNS
Hoffmann & de Vries
Hoffmann Liebs Fritsch & Partner
Jones Day
Schnittker Möllmann Partners
Seitz
Shearman & Sterling
Taylor Wessing
Weil, Gotshal & Manges
WilmerHale

Quelle: WirtschaftsWoche Topkanzleien 2018; innerhalb der Cluster nach Alphabet;

Zuerst erschienen in der gedruckten WirtschaftsWoche vom 21.7.2018

 

 

Die Milliardenkuppler
Für eine gelungene Fusion oder Übernahme brauchen Manager gute Anwälte. Eine exklusive Rangliste der WirtschaftsWoche zeigt die renommiertesten Kanzleien.

Wenn die Manager ihr Ziel schon vor Augen haben, beginnt für die Juristen erst die Arbeit. So war es auch im Herbst 2016, als man beim Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen entschied, die Sparte BCS an den chinesischen Industriekonzern Luxshare zu verkaufen – denn der Hersteller von Bediensystemen für Armaturenbretter, Lenkradschlösser und Sensoren passte nicht mehr zur Ausrichtung des Unternehmens vom Bodensee.

 

Komplexe Transaktionen

Die Verantwortlichen wussten um die Komplexität des Deals – und brauchten daher einen Rechtsbeistand, der gleich mehrere Bedingungen erfüllte.
Er sollte weder prätentiös noch eitel sein, denn nach ihrer Einschätzung würde ein Selbstdarsteller die chinesischen Käufer abschrecken. Gleichzeitig sollte er einen möglichst hohen Kaufpreis aushandeln und obendrein gute Beziehungen zu amerikanischen Behörden haben, denn die brauchte ZF für die erforderlichen Genehmigungen. Nach mehreren Auswahlrunden entschied sich ZF dafür, Stefan Widder von Latham & Watkins zu engagieren. Nicht nur, weil die internationale Kanzlei Büros in Deutschland, USA und auch in China hat. Sondern vor ‧allem, weil sowohl der Jurist als auch seine Kanzlei als eine der besten Adressen für ‧Fusionen und Übernahmen gilt.

Gefahr für die Karriere
Die richtigen Anwälte sind nicht nur für den Erfolg eines Unternehmens essenziell, sondern auch für die Karriere der verantwortlichen Manager und des Chefjuristen. Müssen sie dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach einem verpatzten oder zu ‧teuren Deal eingestehen, dass sie schlecht beraten waren, erleidet ihre Karriere mindestens einen Knick.

 

Schlechte Verträge bedeuten jahrelang Streit 

Achim Glade von Glade Michel Wirtz (Foto: Presse)

 

Immer wieder scheitern Geschäfte, weil Anwälte ihre Position nicht durchsetzen, sich überschätzen, eine falsche Verhandlungsstrategie wählen oder Steuerrisiken übersehen. „Nach einem schlechten Vertrag haben die Beteiligten hinterher noch jahrelang Streit“, sagt Achim Glade von der Kanzlei Glade Michel Wirtz.
Wie hoch der Bedarf für Beratung ist, zeigt die aktuelle Statistik der Firmenübernahmen: Nach Angaben des Institute for Mergers, Acquisitions and Alliances betrug das Transaktionsvolumen in Europa im vergangenen Jahr 980 Milliarden Euro. 2010 waren es erst 739 Milliarden Euro. Dazu kommen noch Abspaltungen von Unternehmensteilen, die an die Börse gebracht werden.

Prominentester Fall der jüngeren Vergangenheit war die Übernahme des amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto durch Bayer. Sie wurde im Juni nach zwei Jahren Vorbereitung abgeschlossen – auch dank juristischer Präzisionsarbeit. Experten rechnen damit, dass solche Megatransaktionen weiter zunehmen. Die beteiligten Anwälte dürfte es freuen. Sie profitieren immer, selbst wenn ein Geschäft platzt. Üblicherweise macht das Honorar für eine Kanzlei bei komplexen Transaktionen 0,5 Prozent der Investitionssumme aus.

Aber wie findet man die richtigen ‧Experten für Fusionen und Übernahmen? Wer sind in Deutschland die besten Juristen für Mergers and Acquisitions (M&A), und was zeichnet sie aus?

 

Exklusive Liste
Antworten liefert eine exklusive Rangliste der WirtschaftsWoche-Top-Kanzleien. Dafür identifizierte das Handelsblatt Research Institute zunächst mehr als 2700 M&A-Rechtsexperten aus 110 Kanzleien. Diese sollten dann in einer Befragung jeweils die zwei renommiertesten Anwälte und Kanzleien benennen. Immerhin 287 M&A-‧Anwälte beteiligten sich, Eigenbewertungen waren ausgeschlossen.

Daraus entstand eine Liste von 246 Anwälten und 94 Kanzleien – und die wiederum bewertete nun eine hochkarätige Jury (siehe Kurzprofile unten).

 

Nicht jede Kanzlei passt zu jedem Unternehmen

Das Ergebnis ist eine Liste mit 59 führenden Anwälten, aufgeteilt in fünf Cluster. Je dunkler die ‧Färbung, umso mehr Nennungen gab es für die Anwälte.
Klar ist: Nicht jede Kanzlei passt zu jedem Unternehmen, je nach Situation sind andere Kompetenzen und Persönlichkeiten gefragt. ZF zum Beispiel lege Wert auf einen sachlichen Ton, sagt ZF-Chefjurist Jan Eckert: „Die Beziehungen sollten nicht durch einen aggressiven Anwalt belastet werden.“

Allein dieser dominante Stil kann manche Mittelständler davon abhalten, Kaufinteressenten mit solchen Anwälten ihr ‧Lebenswerk anzuvertrauen, sagt M&A-Experte Achim Glade. Entscheidend sei, dass sich ein verhandlungsstarker Anwalt nicht nur in den Mandanten hineinversetze, ‧sondern auch in die Gegenseite.

 

Top-M&A-Anwälte: 57 Männer und nur zwei Frauen 

Kristina Klaaßen, Linklaters (Foto: Presse)

Dabei ist die Elite der Szene offensichtlich von Männern dominiert: Unter den Top-Anwälten sind nur zwei Frauen, Kristina Klaaßen von Linklaters und Gesine von der Groeben von Beiten Burkhardt.

 

Verhandlungen bis tief in die Nacht

Die 41-jährige Klaaßen gibt zu, dass ihr Beruf wenig familienfreundlich ist, auch weil sie mehrmals im Monat bis in die Nacht verhandelt. Es reiche nicht, selbst mit Leidenschaft dabei zu sein, die Familie müsse ebenfalls mitziehen: „Das ist bei männlichen Kollegen nicht anders“, sagt Klaaßen, „es wird dort nur manchmal außer Acht gelassen.“

 

Die Jury……

 

https://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/munda-kanzleien-welche-kanzleien-bei-uebernahmen-ihr-geld-wert-sind/14466880-all.html

 

 

 

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