Christopher Street Day (CSD):  Wenn Thyssenkrupp-Vorstand Burkhard sich in Köln mit Gummibärchen-Tütchen bewaffnet

Gekommen, um zu bleiben. Oder jedenfalls um wiederzukommen. Nach Köln, zum Christopher Street Day (CSD) bei Super-Sonne am Sonntag im Juli. Nächstes Mal – 2019 – will Thyssenkrupp auch wieder dabei sein bei der bunten Parade der Lesben, Schwulen, Bisequellen und Transgender (LSBT), die Zeichen für Akzeptanz und Toleranz setzen will. Das wäre dann das dritte Mal.

 

Thyssenkrupp-Vorstand beim Christopher Street Day in Köln: Oliver Burghard

 

Zur Einordnung für RoG, den Rest of Germany: 131 Fahrzeuge und 168 Fußgruppen ziehen durch die Kölner City mit allerlei Promis und Smi-Promis und 800.000 Zuschauern. Ein bisschen wie Karneval.

Welche Unternehmen noch dabei waren? Zum Beispiel der Autobauer Ford oder die Lokalgrößen KVB  – Kölner Verkehrs-Betriebe – und die Sparkasse KölnBonn, allesamt mit eigenem Wagen. Der von Thyssenkrupp fuhr vor Bayer und der Deutschen Bank auf Platz 43 von 129 Wagen insgesamt, erzählt Oliver Burkhard, der diese Fotos extra für den Management-Bog noch von der Parade aus geschickt hat.

 

Der einzige Top-Manager beim Christopher Street Day

Der Thyssenkrupp-Vorstand ist vermutlich der einzige Top-Manager, der seinen Sonntag opferte und mit seinen Kollegen mitmarschierte. Bewaffnet mit Jute-Beutel und Give-Aways, den Gummibärchen-Tüten, von denen Thyssenkrupp ganze funf Paletten, 450 Kilo, 60.000 Tütchen verpackt hat. Warum nicht mehr Vorstände diese Chance nutzen, ein wichtiges Signal in die Belegschaft zu senden ist rätselhaft. Die Botschaft geht ja weit über das Thema hinaus und heißt soviel wie „Wir stehen zusammen“, „Wir sitzen in einem Boot“ – und das ist wichtiger als Sonntagsreden.

 

Oliver Burkhard beim Christopher Street Day in Köln (im weißen Polo-Shirt)

 

Für den Essener Konzern traten in Köln 341 Leute an: Mitarbeiter, Family and friends. Insgesamt mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. 

 http://blog.wiwo.de/management/2017/07/09/thyssenkrupp-daimler-und-der-christopher-street-day-wenn-der-personalvorstand-auf-dem-wagen-mitfaehrt/

Warum die Essener diesen Aufwand auf sich nehmen?  „Als stilles Einverständnis, um zu zeigen, dass wir einstehen für die Menschen bei thyssenkrupp, die sich dazu bekennen, lesbisch, schwul, bi, trans- oder intersexuell zu sein.“ Um dazu beizutragen, „dass wir in einer inklusiven Gesellschaft leben, in der man sich offen zu seiner sexuellen Orientierung bekennen kann, wenn man das möchte. Das ist noch keine Selbstverständlichkeit. Schon gar nicht am Arbeitsplatz.

Burkhard plaudert aus dem Nähkästchen und gibt ein paar Fakten preis: 450 Liter Getränke gab´s und 350 T-Shirts in #brandblue die Teilnehmenden, 400 Paar Ohrschützer, 20 Wagenengel – das ist das Sicherheitspersonal rund um die Wagen – und einen eigenen DJ.

 

Thyssenkrupp, Daimler und der Christopher Street Day: Wenn der Personalvorstand auf dem Wagen mitfährt

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Alle Kommentare [1]

  1. ThyssenKrupp schreibt: „Als stilles Einverständnis, um zu zeigen, dass wir einstehen für die Menschen bei thyssenkrupp, die sich dazu bekennen, lesbisch, schwul, bi, trans- oder intersexuell zu sein.“
    Da fehlt wohl noch ein bisschen nicht-heterosexuelles Fingerspitzengefühl in der Kommunikationsabteilung! Man bekennt sich zu einer Straftat oder Religion – aber nicht zu seiner sexuellen Orientierung!
    Mehr Infos: http://www.blsj.de/projekte/schoener-schreiben/