Angst, Angst, Angst – schon nachzufragen, löst bei Arbeitnehmern Ängste aus. Zum Stichwort: Entgelttransparenzgesetz

Wenn schon die Frage Angst macht

Da gibt der Gesetzgeber – den Frauen – ein kleines Bisschen in Richtung Gleichbehandlung – also nicht zu viel, nicht schon die Gleichbehandlung, aber den Anspruch auf Infos: Wie viel denn im Schnitt diejenigen für denselben Job bekommen, die dem anderen Geschlecht angehören. Also männliche Kollegen allermeistens. Nicht gleich die Spanne von bis, die eigentlich das Interessante wäre. Nur den Schnitt. So weit, so halbgar das Gesetz.

 

Und dann fragt der Marktforscher Statista auf Basis einer Umfrage der Beratung EY mal so herum, wie das neue Gesetz – das Entgelttransparenzgesetz – denn so ankommt bei der Bevölkerung: Und heraus kommt Gruseliges. Man hat Angst, die neuen Möglichkeiten des halbherzigen Gesetzes zu nutzen. Nur zu fragen.

 

Schon für die Frage riskieren Frauen Sanktionen? 

Jeder zweite will nicht anfragen bei seinem Unternehmen und herausbekommen, wo er mit seinem Gehalt denn so steht. Warum? 36 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer haben Angst, anschließend berufliche Nachteile zu riskieren. Zur Strafe nur für die Frage.

 

Die Ängste der Mitarbeiter konkret: Am meisten vor dem Vorgesetzten

Im Detail: 63 Prozent haben Angst vor ihren Vorgesetzten, 49 Prozent fürchten um ihre Karriere und besorgen einen Beförderungsstopp, 24 Prozent haben Angst vor finanziellen Nachteilen.

Das passt ins Bild. Egal wie viele Rechte der Gesetzgeber auf dem Papier den Angestellten einräumt: solange das Arbeitsverhältnis besteht, zieht fast keiner vor Gericht um sie durchzusetzen. Aus Angst, genau.

Ob das den vielen Unternehmen, die sich in puncto Employer-Branding engagieren, klar ist? Eher nicht.

Ob Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen im Hinblick auf das neue Gesetz? Ganz sicher nicht.

 

 

 

 

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