Der Britische Generalkonsul Rafe Courage ist stolz auf Großbritanniens Frauenförderung – ein Plädoyer zum Weltfrauentag

Rafe Courage, der britische Generalkonsul in Düsseldorf und Vater von vier Töchtern, ist stolz darauf, wie weit Großbritannien in der Frauenförderung ist. Ein Plädoyer.

Als Vater von vier Töchtern und als britischer Generalkonsul in Düsseldorf bin ich stolz darauf, dass mein Land einer der besten Standorte in Europa für Unternehmerinnen ist. In Grossbritannien gibt es über eine Million kleine und mittelständische Unternehmen, die von Frauen geführt werden und die geschätzte 115 Milliarden Pfund pro Jahr zur Wirtschaft beitragen.

 

Regelmäßiger Lohn-Differenz-Bericht

Das geschlechterspezifische Lohngefälle ist niedriger als je zuvor, derzeit liegt es bei 9,1 Prozent (Quelle ONS, basierend auf dem mittleren Stundenlohn von Vollzeitbeschäftigten). Dennoch: Großbritannien arbeitet daran, das Lohngefälle gänzlich zu beseitigen. Wir sind eines der ersten Länder weltweit, das einen regelmäßigen Bericht zur Entwicklung des Lohngefälles eingeführt hat.

Das derzeitige Parlament ist das diverseste in der britischen Geschichte. Unter anderem sind heute 208 der 650 Parlamentsabgeordneten Frauen, das entspricht 32 Prozent. Mit Theresa May hat Großbritannien schon zum zweiten Mal eine Premierministerin.

10,7 Prozent der britischen Streitkräfte sind Frauen (Stand März 2017).

Rafe Courage (Foto: British Embassy Berlin)

 

Gleichberechtigung ist auch eine der obersten Prioritäten meines Ministeriums, des britischen Foreign Office. Im Februar 2017 hat Außenminister Boris Johnson Joanna Roper zur ersten Sonderbeauftragten des britischen Außenministeriums für Geschlechtergleichstellung ernannt.

Allein in den letzten zwei Jahren hat das britische Außenministerium Projekte für Frauenrechte in mindestens 28 Ländern mit einem Budget von über 3,5 Millionen Pfund unterstützt. Wir spielen auch weltweit eine führende Rolle bei der Umsetzung der UN-Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“, indem wir die Beteiligung von Frauen an der Entscheidungsfindung – auch in Friedensverhandlungen – fördern, Genderperspektiven in militärische und friedenssichernde Operationen einbinden und die Geschlechtergleichstellung ins Zentrum unserer humanitären Einsätze stellen.

Die „Beteiligung von Frauen an der Entscheidungsfindung“ ist in meiner persönlichen und auch beruflichen Erfahrung immer wichtig und richtig gewesen – in diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Weltfrauentag!

 

 

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