Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Red-Hat-Chef Werner Knoblich: „Ich muss immer der Erste sein“

Den Fragebogen „Nahaufnahme“beantwortet Werner Knoblich, Senior Vice President und General Manager Europa-Arabien-Afrika bei dem US-Softwarehersteller Red Hat aus North Carolina mit 2,4 Milliarden Dollar Umsatz.

 

Werner Knoblich

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Red Hat bietet Open-Source-Software für Unternehmen aller Größen auf der Grundlage eines Abo-Modells: Sie haben damit Zugang zu Software sowie kontinuierlichen Updates und profitieren von Services und Support über den gesamten Lebenszyklus ihrer Anwendungsinfrastruktur. Red Hat konzentriert sich auf Infrastruktur- und Cloud-Lösungen.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Mit dem Frühstück zu Hause: ich schneide jeden Tag frisches Obst und mixe es mit Superfood, Naturflocken, Joghurt und Sojamilch. Beim Frühstücken bearbeite ich die E-Mails, die nachts eingetroffen sind und informiere mich auf meinem iPad über die Nachrichten.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Extrem fordernd, fair und energiegeladen. Wenn wir die Vertriebszahlen verfehlen, dann ist dies für mich immer 100 Prozent wegen schlechter Performance des Vertriebs. Damit ich die ‘Schuld’ dem Vertrieb geben kann, stelle ich sicher, dass der Vertrieb keine Entschuldigungen hat, wie zum Beispiel, dass die Rechtsabteilung nicht zur Verfügung stand, dass das Produkt Qualitätsprobleme hat oder dass der Sales Support nicht funktioniert. Ich bringe mich selbst ein und räume Hürden persönlich aus dem Weg. Ich bin direkt involviert, habe sehr gute Kenntnisse über alle Details und biete wirklichen Mehrwert.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich bin mir sicher, dass die große Mehrheit meiner Mitarbeiter dem zustimmt und viele von ihnen überrascht sind, wie viel Detailwissen ich habe und wie viel ich ihnen wirklich helfen kann.

 

Tee oder Kaffee?

Beides! Morgens Tee und nach dem Mittagessen Espresso.

 

Ihr Spitzname ist…?

Am Anfang meiner Karriere wurde ich von Kollegen mal „Werner Wichtig“ genannt, aber nur, wenn sie über mich geredet haben. Damit direkt angesprochen haben sie mich nicht.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Ich muss immer der Erste sein und bin extrem ehrgeizig, etwa wenn es darum geht, jedes Jahr aufs neue die erfolgreichste Region in Bezug auf unsere Unternehmensergebnisse zu stellen. Aber auch privat, beispielsweise beim Skifahren, muss ich immer der Erste sein. Ich bin wirklich extremst competitive in allem: Ich mache aus allem einen Wettbewerb.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn jemand seinen gesunden Menschenverstand nicht einsetzt.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich habe immer Recht, da ich fast nichts vergesse, was andere Leute wiederum etwas in Rage bringt. Das heißt nicht, dass ich auch immer im Recht bin, aber mein Gedächtnis lässt mich selten im Stich. Und ich bin schneller als andere: In Zahlenreports oder Tabellen finde ich Fehler meist als erster.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Viel Sport, Oldtimer fahren und sozial aktiv sein. Ich möchte mich viel mit Freunden treffen, ein Club-Leben haben, aber auch der Tierschutz liegt mir sehr am Herzen. Mit den Oldtimern fange ich gerade erst an, da ich auch im Ruhestand ein Hobby brauche, das mich gut beschäftigt. Aktuell habe ich leider keine Zeit, um genügend damit zu fahren und daran herum zu basteln. Der Sport darf später aber auch nicht zu kurz kommen: Ich möchte viel Ski- und Radfahren, Tennis spielen und wandern.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Aufrichtigkeit und Moral.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Sport, gutes Essen und nette Gesellschaft.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Bundeskanzler.

 

 

 

Dies ist einer der Awards, die Werner Knoblich bekommen hat und auf den er sehr stolz ist: Die Awards gibt es bei Red Hat für die erfolgreichste Region. Der rote Hut darauf ist sein Glücksbringer. Bevor Werner Knoblich zu arbeiten begann, war er längere Zeit auf einer Moose Range (Elchpark) in Kanada. Deshalb bekam er seinen Glücksbringer, den kleinen Elch, von einem guten Freund geschenkt.

 

 

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