„Nahaufnahme“-Fragebogen mit Promerit-Chef Anderson, der gerne mal Action-Film-Drehbücher schreiben würde

 

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ hat Kai Anderson, Vorstandsvorsitzender der Personalberatung Promerit beantwortet:

 

Promerit-Chef

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?

Wir gestalten und begleiten die großen Veränderungsprozesse in Unternehmen mit modernem People Management.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag?

Wenn ich unterwegs bin und auf den ersten Zug oder Flug nach irgendwo warte beginnt die Arbeit mit einem Blick in meine e-Mails. Das ist oft viel zu früh morgens und ich muß mich echt dazu zwingen die Augen aufzuhalten. Wenn ich im Büro bin, starte ich zu einer zivilen Uhrzeit – meist so gegen neun Uhr. Dann beginnt die Arbeit mit der Siebträger-Maschine und einem gemeinsamen Cappuccino mit Kolleginnen und Kollegen.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich mag das Wort Chef nicht – das ist ein Begriff aus dem Industrie-Zeitalter. Noch schlimmer als ‚Führungkraft’ – aber fragen Sie mich nicht nach einer guten Alternative. Nicht falsch verstehen: es braucht Führung und in gewissem Maß auch Hierarchie – aber in einem anderen Selbstverständnis als bisher. Was mich im Zusammenspiel mit meinem Team angeht, denke ich, dass ich zuhören kann und schnell reflektieren und Lösungsansätze aufzeigen kann. Außerdem glaube ich, daß es mir recht gut gelingt, andere für neue Ziele zu begeistern. Und wenn es richtig gut läuft, gemeinsame Wege dahin zu finden.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Die würden wahrscheinlich sagen: „Er kann zuhören – wenn wir ihn zu packen kriegen“. Tatsächlich bin ich im Moment mehr unterwegs, als mir lieb ist. Und sie würden hoffentlich auch bestätigen, daß ich reflektieren kann und Lösungsansätze aufzeigen kann. Wahrscheinlich würden sie ergänzen „….und manchmal ist er damit etwas zu schnell.“ Ich habe auch schon gehört: „Der schüttelt schon wieder die Lösung aus‘m Ärmel“. So eine Aussage freut mich einerseits, birgt aber immer die Gefahr, Anderen nicht genug Raum zu geben. Gemeinsam zu Lösungen zu kommen ist immer das beste Mittel, um echt etwas zu verändern.

 

Tee oder Kaffee?

Morgens Cappuccino, nachmittags Tee.

 

Ihr Spitzname ist…?

Als ‚Die Matrix’ herauskam haben meine Freunde mich gerne mal ‚Mr. Anderson’ oder ‚Neo’ genannt. Keanu Reeves war ziemlich cool in der Rolle, also konnte ich gut damit leben. Im Übrigen würde ich immer die rote Pille schlucken – genau wie Neo.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Zählen Nerf-Gun-Attacken (Spielzeugblaster) als Marotte? Ich schätze schon…..

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Untätigkeit. Und Menschen, die sich ausschließlich auf Probleme konzentrieren.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich bin Westfale, da ist es schon vorgekommen sein, dass mir eine gewisse Dickköpfigkeit vorgeworfen wurde. Ich will auch nicht ausschließen, dass meine schwere Erreichbarkeit für Verzweiflung und Verwünschungen gesorgt hat.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand oder dann machen, wenn Sie wirtschaftlich unabhängig sind, nicht mehr in Ihrer Firma tätig sind und ganz viel Zeit haben?

Mich noch mehr um meine Familie kümmern, als das grade möglich ist. Und auf keinen Fall alt werden im Geist. Noch mehr Sport machen und Bücher oder Drehbücher schreiben, nichts Sachliches, reine Fiktion mit viel Action und Leidenschaft. Und immer wieder auf zu neuen Ufern: Reisen, um weiter viel von der Welt zu sehen und verstehen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Das Herz am rechten Fleck. Und die Kombination aus Humor und Verstand.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Mein iPhone, Jeans fürs Lebensgefühl und Bier – nichts schlägt ein Bier an einem Freitagnachmittag.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Oberster Führer der Volksrepublik Nordkorea (aktuell besetzt von Kim Jong-un). Um zumindest mal einen Brandherd auf diesem Planeten zu löschen.

 

Auf einem Trip ins Silicon Valley hat Kai Anderson bei der Firma Udacity diese Nerf-Guns gesehen. „Ich habe mich mit so einem Spielzeuggewehr fotografieren lassen, was bei meinen Kollegen zu viel Erheiterung geführt hat. Zu meinem Geburtstag hat mit das Team dann gleich mehrere Pistolen und Gewehre geschenkt, damit wir gegeneinander antreten können. Das tun wir nun auch regelmäßig, was durchaus für Adrenalin im Arbeitsalltag sorgt. Die Dinger können ganz schön weh tun.“

 

 

 

 

 

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