Feel-Good-Manager – man kann sie mit der Lupe suchen. Ein Trend, der keiner ist.

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Feel-Good-Manager? Leute, die für ein besseres Betriebsklima sorgen sollen? Wer´s glaubt , wird seelig.

Nur weil ein paar Medien aus welchem Wunschdenken heraus auch immer diese Geschichte von einigen wenigen Unternehmen fleißig verbreiten, werden es dadurch nicht mehr: Ganze 33 Jobangebote soll es in 2016 für so eine Stelle gegeben haben, zitiert das Unternehmermagazin „Creditreform“ eine Untersuchung von „Joblift“, einer Megasuchmaschine.

Mehr noch: Nach der Job-Beschreibung für diese Feel-Good-Manager sollten diese Kandidaten in 41 Prozent der Fälle tatsächlich am Empfang oder für die Terminplanung arbeiten, sechs Prozent sollten putzen oder Servicearbeiten ausführen. Nur elf der Stellenangebote waren danach tatsächlich für Feel-Good-Manager gedacht – von einem Massenphänomen ist das weit entfernt.

Zumal: Ob diese elf Angebote dann tatsächlich ernst gemeint oder eher der verkappten Werbung für einen Arbeitgeber dienten – wer weiß das schon so genau.

Oder ob hinter elf Anzeigen auf verschiedenen Kanälen nur zwei oder drei Urheber steckten, die nur ein und dieselbe Position auf diversen Kanälen verbreiteten? Auch das fragt man sich.

 

 

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Alle Kommentare [3]

  1. Dass der Feelgood Manager noch nicht in jedem Unternehmen angekommen ist, sondern nur in einigen wenigen bestreiten meiner Meinung nach die wenigsten Medien. Vorwiegend wird er in Start-ups eingesetzt, mittlerweile aber auch in Unternehmen wie MHP (eine Tochter von Porsche), Google, Billiger Mietwagen, Zalando uvm. Man sollte den Job hier allerdings nicht unbedingt auf den Namen „Feelgood Manager“ fest nageln, denn dafür gibt es noch keine allgemein gültige Definition. Manche Firmen schreiben den Job als Office Manager aus, manche als Wohlfühl Manager, manche als Personalreferent. Jede Firma setzt hier einen anderen Schwerpunkt. Nicht jede Firma kann sich einen 100% Feelgood Manager leisten und verteilt die Aufgaben auf Jobs in angrenzende Bereiche. Wichtig ist meiner Meinung nach nicht der Jobtitel, sondern dass das Bewusstsein für Feelgood Management in Unternehmen geschaffen wird. Und dabei helfen die Medien, die oben genannte Berichte veröffentlichen ganz gut.
    Für mehr Informationen schauen Sie auch gern unter feelgoodmanagement.com.de

  2. Feel-Good-Manager einsetzen heißt, Unternehmen beginnen sich neu zu orientieren. Sie versuchen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen um sie nicht zu verlieren. – Grundsätzlich ein guter Schritt.

    Liebe Arbeitgeber, liebe Unternehmer, liebe Personaler,
    wenn Ihr lernt, was wirklich wichtig ist, dann werden die Mitarbeiter nicht zur Konkurrenz wechseln. Wenn Ihr lernt, was die Mitarbeiter wirklich möchten, dann wird das Betriebsklima den Umsatz befeuern.
    Es ist eigentlich so einfach – hört den Leuten zu – und ihr erfahrt, was sie brauchen.
    Ihr könnt für enorm wenig Einsatz so viel bekommen. Wie das geht: konsensation.de.
    Viel Erfolg