EY-Umfrage: Ältere sind motivierter als Jüngere und Frauen sind motivierter als Männer, auch wenn sie weniger verdienen

EY stellt vermutlich künftig vor allem ältere Bewerber ein. Die Beratung hat bei einer Marktforscher-Umfrage – durchgeführt von Valid Research unter 2212 Arbeitnehmern – festgestellt: 40 Prozent der Mitarbeiter ab 61 Jahren sind mit Feuereifer dabei und hoch motiviert.

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Anders als die Jüngeren: Von denen sind bei den Unter-30-Jährigen nur 32 Prozent hoch motiviert und nur 26 Prozent bei den Unter-20-Jährigen.

Im Durchschnitt aller befragten Altersgruppen sind 34 Prozent hoch motiviert.

Was den Mitarbeitern am wichtigsten ist? Ein gutes Verhältnis zu Kollegen gefolgt von einer spannenden Tätigkeit und dem Gehalt.

Laut der EY-Umfrage glauben 89 Prozent der Befragten, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Erfolg ihrer Firma leisten. 82 Prozent sehen sich merkwürdigerweise ausreichend gewürdigt – ergeben sämtliche anderen Befragungen doch, dass sich die Mitarbeiter zu wenig gelobt fühlen.

 

Zufrieden und unmotiviert: die Jüngeren

Erschreckend ist dieses Ergebnis der Umfrage: Die meisten Jüngeren sind generell zufrieden mit ihrem Job, obwohl sie so unmotiviert sind.

Zum Vergleich: 61 Prozent der Jüngeren sind ebenso zufrieden wie 68 Prozent der über 61-Jährigen Hochmotivierten.

 

Am unzufriedensten: Die Mitarbeiter zwischen 31 und 40 Jahren

Wer am unzufriedensten ist: die Befragten zwischen 31  bis 40 Jahren und zwar jeder zweite.

Ana-Christina-Grohnert, Personalvorstand bei EY meint: „Die sehr niedrige Motivation der jüngeren Arbeitnehmer ist ein Alarmsignal“. Führungskräfte müssten mehr auf deren individuelle Lebensentwürfe eingehen und sich weniger als klassischer Chef, sonder mehr als Mentor verstehen.

Ana-Christina Grohnert von EY

 

Geld hilft bei der Motovation

Ein Antrieb ist das Geld: 63 Prozent der Hochmotivierten verdienen zwischen 81.000 und 100.000 Euro. Die Unzufriedensten haben ein Jahresgehalt von unter 20.000 Euro.

Und: Frauen geben sich auch mit weniger Geld zufrieden und sind dennoch glücklich. 37 Prozent sind hoch motiviert gegenüber Männern (32 Prozent) und bei einem geringeren Durchschnittsgehalt als dem der Männer: 33.100 Euro gegenüber 42.000 Euro für Männer.

 

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Alle Kommentare [2]

  1. Das mit dem Geld ist so eine Sache. Für Frauen scheinen eher Arbeitsinhalte, Kollegen usw. über die Motivation zu entscheiden. Und solche Sachen wie Anerkennung und Identifikation mit der Tätigkeit. Männer haben oft eine Söldnermentaltät und schauen mehr auf den Verdienst. Die emotionale Bindung zur Tätigkeit ist zweitrangig. Das könnte der Grund sein, warum Frauen mit weniger zufriedener sind.

    Klingt etwas pauschal, aber im Schnitt ist es wohl so. Ich habe noch nie von einer Frau gehört, die sagt: „Ich will Geld machen, alles andere ist mir egal.“ Von den Männern habe ich das mehrfach gehört.

    Ich schaue auch primär auf das Geld. Eine Tätigkeit, das Umfeld, die Kollegen, der Chef – all diese Faktoren können sich jederzeit verändern. Das Gehalt ist meist stabil. Daher sollte man erst das Gehalt optimieren und erst danach nach Erfüllung im Job suchen. Denn wenn ein guter Job sich verändert, dann hat man nen schlechten Job und ein schlechtes Gehalt.