Management-Blog exklusiv: 21,10 Internetkosten je Dienstreise

 

Ärger mit dem Internetzugang unterwegs auf der Geschäftsreise? Normal. Mit dem WLan allerorten klappt es hierzulande eben doch noch nicht so, wie sie es sich die Unternehmen wünschen, im Gegenteil: 3,6 Milliarde Euro müssen sie im Jahr für WLan- und Roaminggebühren ausgeben, damit ihre Mitarbeiter auch unterwegs online sind. Das sind im Schnitt 21,10 Euro je Mitarbeiter und Trip.

Errechnen liess dies im Rahmen einer globalen Studie von Gabriel Research & Management Ltd. für die Amba Hotels.

Doch wer glaubt, damit sei nun alles geritzt, hat weit gefehlt:  76 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden können immer wieder wegen langsamer oder unzuverlässiger WLAN-Verbindungen nicht arbeiten.

Und das hat teure Folgen: 25,9 Prozent der Geschäftsreisenden haben deswegen einen Abgabetermin versäumt, 48 Prozent kamen zu spät zu einer Video-Konferenz und 53,3 Prozent mussten Nachteile für ihr Privatleben in Kauf nehmen, weil sie Freunde und Familie nicht erreichen konnten.

Der internationale Vergleich:

o  Die Franzosen geben für Internetgebühren der Mitarbeiter auf Dienstreisen 232 Millionen Euro jährlich aus, das sind im Schnitt 22,10 Euro pro Reise.

o Die Briten müssen für Internetgebühren ihrer Geschäftsreisenden 491 Millionen Euro jährlich aus, also im Schnitt 21,60 Euro pro Reise.

o Die Amerikaner geben deutlich weniger aus: 6,4 Milliarden Euro jährlich, also im Schnitt  13,30 Euro pro Reise)

Zur Methode: 3000 Geschäftsreisende wurden in Deutschland, UK, Frankreich und den USA nach der Internetnutzung während ihrer Geschäftsreise befragt zwischen dem 19.-25. Januar 2015.

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Alle Kommentare [4]

  1. Die Möglichkeiten der mobilen Internetnutzung sind Fluch und Segen zugleich. Zwar sind die Ausgaben für die Nutzung nicht unerheblich, dank dieser Möglichkeit besitzen die Unternehmen aber ebenfalls bessere Möglichkeiten, wie beispielsweise im Beratungsumfeld.

  2. In ein paar Jahren werden sich Hotels schlechtes und überteuertes WLAN nicht mehr leisten können. Es gibt noch zu viele Hotels, wo Tethering über den ebenfalls überteuerten Netzanbieter günstiger ist, als die Hotelpreise.

  3. Wir sind von einem anderen Artikel auf Ihrer Seite hierher geleitet worden und dürfen uns den Vorpostern anschliessen.
    Ohne GUTES WLAN wird uns kein Hotel mehr sehen. Als Bildungsanbieter in der Schweiz mit vielen Kunden in der EU und auch ausserhalb selbiger, versuchen wir auch Telefonate etc. über WLAN zu führen um Kosten zu minimieren.
    Eine weitere Möglichkeit ist natürlich die Nutzung von Devices, welche Double SIM unterstützen.
    Beste Grüsse aus St. Gallen.

  4. Ich bin im Sommer durch Schweden gereist. Internet hat in jeder Unterkunft, ob Hotel oder kleine Pension einfach dazugehört. Kein Thema! Jetzt bin ich wieder in Deutschland unterwegs und muss für kaum brauchbares Netz überteuerte Preise Zahlen.