Dienstreise-Strapazen: Leidensfähige Deutsche

 

 Stress-Faktoren auf Geschäftsreisen

Kennen Sie den Film „Die Reisen des Mr.Leary“ ? Sehr empfehlenswert – übrigens mit einem Welsh Corgi in der Hunde-Hauptrolle. Die Menschen-Hauptrolle spielt William Hurt, der Reisen hasst – aber dummerweise aus beruflichen Gründen nicht drum herum kommt.  http://www.amazon.de/Die-Reisen-Leary-William-Hurt/dp/B000CFX4TC/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1349908149&sr=1-1-catcorr

An den Film fühlte ich mich spontan erinnert, als mir diese Umfrage  des Beratungshauses Carlson Wagonlit Travel (CWT) – ein Anbieter im Geschäftsreise-, Meeting- und Eventmanagement aus Eschborn (Umsatz in 2011: 28 Milliarden Dollar)  –  über die Unannehmlichkeiten von Dienstreisen in den Mail-Eingang ploppte.  Die drei Hauptkategorien sind danach: Zeitverlust, unangenehme Überraschungen und die Beeinträchtigung der eigenen Alltagsroutine.

Vorstände leiden stärker

Das erste Ergebnis, das nicht wirklich überraschend war, geht so: „Geschäftsreisende nehmen je nach Alter, Geschlecht, Nationalität und Position den durch das Reisen verursachten Stress unterschiedlich wahr.“  Und zwar: Je älter und je mehr Reisen umso mehr Reise-Stress. Für Frauen sind Geschäftsreisen stressiger als für Männer (warum, frage ich mich an der Stelle?). Und:  Werden Nordamerikaner mit einer Fremdsprache konfrontiert, empfinden sie mehr Stress als andere Geschäftsreisende. Sowie: Vorstände sind laut CWT-Umfrage besonders zu bemitleiden, weil sie mehr Reise-Stress als Geschäftsreisende in niedrigeren Funktionen empfinden. Vermutlich ist dieses Ergebnis der Häufigkeit der Geschäftsreisen geschuldet.

Das Hauptergebnis der Befragung von „6000 Geschäftsreisenden aus neun Unternehmen“: Geht Gepäck verloren oder gibt´s keine Anbindung ans Internet, so sind das die übelsten Störfaktoren. Das Ziel der Umfrage: Die Produktivität der Company erhöhen und  den „Stress samt der verursachten Kosten zu quantifizieren“ und „smartere  Reiserichtlinien zu erstellen“. Können jene das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern und damit vorteilhaft fürs Unternehmen sein, so sollen die Ergebnisse dahinein fließen.

Wie unangenehm den Leuten Dienstreisen sind, lässt sich schon hieran erkennen: 33 verschiedene Faktoren beurteilten die Traveller nach ihrem Stress-Niveau: Buchung, Transport, Hotelaufenthalt, Reisekostenabrechung undsoweiter. Am erheblichsten nach Koffer-Verlust und Internet-Entzug:  Langstreckenflüge in der Economy Class und Verspätungen des Fliegers.

Effizienz geht vor – jedenfalls bei Deutschen

Schlimm wie typisch für die auf Effizienz getrimmten Deutschen ist: alles, was zu Zeitverlust führt wie schlechte Verbindungen oder Hotes, die weit ab vom Schuss liegen.

Typisch ist aber auch dies: Sind die Arbeitszeiten mehr als drei Tage viel länger, müssen sie mit unbekannten Sprachen klar kommen, bekommen sie kein gesundes Essen und können auch nicht ihr normales Fitnessprogramm durchziehen, so stecken das Deutsche besser weg als andere.

http://www.presseportal.de/pm/82477/2303540/cwt-solutions-group-entwickelt-cwt-reisestressindex-innovatives-tool-misst-stressfaktoren-auf

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