Wozu verschlechtern? Mieses Image, null Anziehungskraft

 

„Ein Schlechtes Arbeitgeber-Image hält Kandidaten vom Stellenwechsel ab“, betitelt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BU) seine Studie, wonach wechselwilligen Arbeitnehmern eine „erkennbar wertorientierte Unternehmenskultur“ wichtig sei. Für solche Erkenntnisse braucht man fast keine Umfrage. Wer mag schon zu einer Firma wechseln, von der man weiß, dass sie ihre Mitarbeiter schlecht behandelt. Oder dass sie am Markt für unfaire Methoden bekannt ist. Oder unzuverlässig oder sonst etwas negatives. Und wo die Unternehmenswerte nallenfalls in der Unternehmensbroschüre stehen, aber nicht gelebt werden. Schließlich ist – erstens – jedem Kandidaten klar, dass er dann der nächste sein könnte, der dran ist.

Und zweitens ziert ein solches Unternehmen mit angekratztem Ruf auch nicht gerade die eigene Vita – und steigert auch nicht den eigenen Marktwert.

Dann bleibt er lieber – drittens – wo er ist,

Nicht umsonst müssen Unternehmen, die in einer Krise stecken, für neue Management-Köpfe deutlich mehr Geld hinlegen, als wenn sie bei einer gut laufende Firmen anheuern sollten.

Aber vermutlich ist dies den Unternehmen immer erst dann klar, wenn sie bereits im Image-Schlamassel stecken – denn sonst müsste der BDU ihnen nicht gerade jetzt nochmal vorhalten, was eigentlich sonnenklar ist.

Nur: Helfen dürfte das kaum.  Kein Entscheider wird diese Warnungen auf sich und seine Company rückbeziehen. Mit Eigen- und Fremdwahrnehmung ist es ja regelmässig so eine Sache. So wie die meisten Unternehmen glauben, dass ihnen von ihren Mitarbeiter neverever eine Gefahr drohen könnte.   http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/gefahrenbarometer-2010-mittelstaendler-fuerchten-sich-vor-spionage/3145420.html

Genauso wenig gesteht man sich ein, tatsächlich mit Werten nicht viel am Hut  und doch keinen so guten Ruf zu haben.

Aber das merkt er dann, wenn die Headhunter länger suchen müssen, überdurchschnittlich viele Absagen kommen – und er höhere Preise für gute Köpfe zahlen muss als sein Mitbewerber.

 

 

 

 

http://www.bdu.de/presse_505.html

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