Business Behave: Die Ohrstöpsel im Großraumbüro

In ihrer Not, um sich zur der vielen Geräusche – etwa von Kollegen, die miteinander sprechen oder telefonieren oder aber ratternde Kopierer und dergleichen mehr – auf die Arbeit konzentrieren zu können, greifen viele Kollegen zur persönlichen Abschirmwaffe – den Ohrstöpseln zu ihrem Iphone.

Spontan möchte man sagen, „ok, jeder wie er will – es stört ja nicht. Dann ziehen sie sich halt mal raus.“

Doch so nach und nach dämmert einem, dass es kein feiner Zug ist, sich mit Kopfhörern zu isolieren mit privater Musikbeschallung. Denn: Das Ziel, die Kommunikation im Großraumbüro zu verbessern, wird ja trefflich unterlaufen. Mehr noch, es wird unsozial, weil hilfesuchende Kollegen abgeschreckt werden: Wer etwa für seinen Arbeit nur eine kurze Antwort, einen Fingerzeig oder Tipp eines Kollegen braucht, um weiterzukommen, traut sich erst recht nicht mehr den Ohrstöpsel-tragenden Kollegen zu fragen. Dank dieser psychologischen Barriere gibt der Kollege, der eigentlich was fragen wollte und ohnehin oft schon allein deshalb gehemmt ist,  entnervt auf.

Und es gibt noch ein echtes Fakt, was gegen die Ohrstöpsel spricht:  Der betreffende Kollege hört sein eigenes Telefon nicht mehr, das dann lustig laut und lange bimmelt – und alle anderen dafür nervt. Ganz abgesehen davon, dass er die Durchsagen vom Pförtner nicht mitbekommt oder wenn er gerufen wird von jemandem, der nicht in seiner Blickrichtung steht.

Und was auch noch abläuft: In Telefonaten mit Ohrstöpseln, merken Kollegen nicht, wie laut sie selbst eigentlich sprechen. Das kann dann auch schon mal je nach Typ recht nervend werden für die Umsitzenden.

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Alle Kommentare [1]

  1. Und was ist die Alternative? Mit Kopfschmerzen und ohne Konzentration minderwertige Arbeit abliefern, aufgrund der Situationen welche in Großraumbüros vorherrschen? Ich wäre glücklich wenn ich auf Kopfhörer verzichten könnte und statt dessen eine leise effektive Arbeitsumgebung hätte. Aber Großraumbüros sind ja das Maß aller Dinge…