Sechs von zehn Unternehmen sichern die eigenen Daten nicht ausreichend

Nur 43 Prozent der Unternehmen löscht sensible Unternehmensdaten sicher – jeder fünfte verschiebt Dateien nur in den digitalen Papierkorb.

Erst in der vergangenen Woche habe ich hier im Blog über das Thema Stress in der IT berichtet: Demnach haben schon 84 Prozent aller IT-Mitarbeiter wegen Überbelastung und Unaufmerksamkeit schon selber Datenverlust verursacht.

Die andere Seite dieser Medaille ist die Frage, wie gut Unternehmen überflüssig gewordene Daten löschen – und wie sie im Falle von unbeabsichtigt gelöschten Daten diese wiederherstellen lassen.

Beiden Fragen ist kürzlich der IT-Sicherheitsspezialist Datarecovery Datenrettung aus Leipzig nachgegangen. Demnach löschen nur 43 Prozent der Unternehmen in Deutschland sensible Daten mit einer sicheren Methode. Mehr noch: Allein jeder fünfte Nutzer löscht Dateien durch das schlichte Verschieben in den digitalen Papierkorb – also die unsicherste aller Methoden zu Datenvernichtung

Ähnlich düster ist es um die Datensicherung bestellt, das so genannten Backup: Sechs von zehn Unternehmen sichern die eigenen Daten nicht ausreichend. Dabei speichern 15 Prozent die Daten ausschließlich lokal – was nicht vor Zwischenfällen vor Ort sichert, wie etwa Brand oder Wassereinbruch, Diebstahl oder ein sabotierender Mitarbeiter.

Knapp 30 Prozent sichern nicht regelmäßig oder verfügen über keinerlei Richtlinie. Auch diese Unternehmen überlassen es dem Zufall, ob ein wichtiges Projekt gesichert ist oder komplett neu erarbeitet werden muss. Weitere 17 Prozent der Unternehmen können zur Datensicherung keine Angaben machen.

Wenig verwunderlich also, dass nur knapp die Hälfte der Unternehmen angeben, konnte, in den vergangenen zwölf Monaten keinen Datenverluste verzeichnet zu haben.

Weitere Zahlen & Fakten zum Thema Datenverarbeitung und Datenverluste in der folgenden Infografik:

Quelle. Datarecovery Datenrettung

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